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Koi-Karpfen im Gartenteich halten

Einrichtungsbeispiele für Koi-Karpfen

Koi-Karpfen im Gartenteich halten (Einrichtungsbeispiele für Koi-Karpfen)  - Koi-karpfen-slnkaquarium

Wissenswertes zu Cyprinus carpio

Herkunft

Koi ist die Kurzform der japanischen Bezeichnung Nishikigoi für die Zuchtform des Karpfens (Cyprinus carpio), die in unseren Gartenteichen immer beliebter wird. Wörtlich übersetzt handelt es sich um Brokatkarpfen. Inzwischen sind nicht mehr nur die aus Japan stammenden Zuchtformen in Europa zu finden, sondern auch die deutlich günstigeren Spiegelkarpfen oder Zeilkarpfen. Oft werden diese als Europa-Koi oder als Doitsu, bzw. Doitsugoi ("deutscher Karpfen") im Handel angeboten.

Wie in Japan gelten Kois inzwischen weltweit als Statussymbole, was sich in teilweise völlig abgehobenen Preisen für Fische mit einer guten Färbung wiederspiegelt.

Haltung

Koikarpfen haben eine Lebenserwartung von bis zu 60 Jahren und erreichen ein Gewicht von bis zu 25 kg bei einer Länge von bis zu 1 m.

Um die Fische dauerhaft und artgerecht halten zu können, ist ein Gartenteich nötig, der die passenden Abmessungen bietet. Das Gewässer muss mindestens 1,5 m tief sein, damit die Karpfen einen Bereich vorfinden, in dem sie ihre Winterruhe halten können. Je Exemplar sollten zwischen 1000 und 3000 Liter Wasservolumen vorhanden sein. Kois sollten niemals einzeln, sondern in einer Gruppe gehalten werden.

Vorsicht ist bei der Fütterung geboten, da die Teichfische die Nahrungsaufnahme erst dann einstellen, wenn sämtliches Futter gefressen ist. Sie neigen also dazu, sich zu überfressen. Je näher die Zeit der Winterruhe kommt, desto weniger sollte gefüttert werden. Sie ernähren sich von Pflanzen, Insekten und Würmern und nehmen Koifutter aus dem Zoohandel gierig an. Koikarpfen werden oft handzam und fressen aus der Hand.

Optimaler Weise ist der Teich nicht komplett der Sonne ausgesetzt, liegt aber nicht ausschließlich im Schatten.

Da Pflanzen von den Tieren ausgerissen oder sogar gefressen werden, sollten im Koiteich keine Wasserpflanzen zum Einsatz kommen.

Um eine gleichbleibend gute Wasserqualität zu gewährleisten sollte ein Teich mit Koibesatz mit einer ausreichend dimensionierten Filteranlage ausgestattet sein.

Die auffälligen Farben mit weiß, rot, schwarz und gefleckten Mustern sind nicht nur für den Menschen attraktiv, sondern auch eine Signalfarbe für Raubvögel oder Katzen. Es sollte deshalb versucht werden, diese Tiere vom Teich fern zu halten.

Es sollte regelmäßig der Sauerstoffgehalt und die Nitrit-, Ammonium- und pH-Werte im Koi-Becken geprüft werden. Der pH-Wert sollte dabei zwischen 6.5 und 8.5 und die Gesamthärte zwischen 6 und 15°dGH liegen. Die Temperatur sollte jahreszeitlich schwankend nicht unter 4°C im Winter fallen und im Sommer 26°C nicht überschreiten.

Vergesellschaftung

Goi können zusammen mit verschiedenen anderen Fischen im Koi-Teich gehalten werden. Geeignet sind Goldfische, Goldorfen, Goldschleien, Graskarpfen und Rotfedern/Rotaugen. Weniger gut oder gar nicht geeignet sind Stichlinge, Störe, Sonnenbarsche, Bitterlinge oder Wasserschildkröten.

Zuchtformen

Die bekanntesten Zuchtformen, deren Varianten sich ständig erweitern:

  • Kohaku
  • Sanke
  • Showa
  • Utsurimono
  • Bekko
  • Asagi/Shusui
  • Aragoke
  • Koromo / Goromo
  • Kawarimono
  • Hikarimuji-mono / Ogon
  • Hikari-moyomono
  • Hikari-utsurimono
  • Tancho
  • Kinginrin
Neben den Farbvarianten gibt es auch Züchtungen mit verlängerten Flossen, sogenannte Schleierformen.

Nachzucht

Bei der Zucht werden sogenannte Ablaichbürsten verwendet, die als Laichhilfen fungieren. Zu unterscheiden ist zwischen der Vermehrung der Koi und einer gezielten Zucht mit einer Kreuzung von Tieren mit bestimmten Merkmalen und die anschließende Selektion der Jungfische. In den japanischen Qualitätszuchten werden nur die besten 0,5% der Nachzuchten aufgezogen.

Nach dem Ablaichvorgang, bei dem das Weibchen zwischen 400.000 und 500.000 Eier legt und vom Männchen befruchtet werden, sollten die Elterntiere aus dem Laichbecken entfernt werden.

Haltung im Aquarium

Grundsätzlich ist die Haltung von Koikarpfen in Aquarien mit einer entsprechenden Größe möglich. Je Tier sollte das Aquariumbecken dabei aber gut 2.000 Liter fassen. In Österreich ist die dauerhafte Haltung im Aquarium verboten.

Das Überwintern ist im Aquarium möglich. Allerdings muss das Wasser dazu entsprechend kühl gehalten werden, damit die Winterruhe eingenommen werden kann. In dieser Zeit dürfen die Nishikigoi nicht gestört werden.

Auswilderung

Koi-Karpfen können durch Auswilderung die heimischen Ökosysteme schädigen. In einigen Teilen der Welt gelten sie als invasive Art.

Haltungsbedingungen

Um Cyprinus carpio (Koi-Karpfen) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Teichen hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 4° bis 26°C
  • pH-Wert: 6.5 bis 8.5
  • Gesamthärte: 6° bis 15° dGH

Änderungen vorschlagen

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