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Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1: Anubias afzelii

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1:  Anubias afzelii
Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1: Anubias afzelii - Foto 1

Eine Bepflanzungsmöglichkeit im Tanganjikabecken

Wer sich in die Buntbarsche des Tanganjikasee verliebt und sich für deren Haltung entscheidet, der nimmt oft vorerst auch vorlieb mit einem Aquarium mit einer durchdachten Steinanordnung und eben jenen Fischen. Nichtaquarianer bewerten diese Steinaufbauten meist als unschön oder gar träge Haltung. Es ist jedoch gar nicht so einfach ein Becken für diese ostafrikanischen Cichliden zu bepflanzen. So muss man nämlich mehrere Fliegen mit nur einer Klappe schlagen. So besitzen diese Fische nicht nur kleine fiese und scharfe Zähne, sondern gelegentlich auch einen gesunden Appetit auf Grünkost. Sie scheren sich nicht um die kunstvoll dekorierte Heimat, sondern rei??en wahllos an den Pflanzen herum, um sie anschlie??end zu verspeisen oder im Wasser treiben zu lassen.

Doch es gibt auch Pflanzen, die nicht so attraktiv auf die Geschmacksknospen der Tiere wirken und mit den Parametern hervorragend ins Tanganjika-Heimbiotop passen. Hier kommen die Speerblätter (Pflanzenfamilie der Aronstabgewächse) ins Spiel. Allen voran Anubias afzelii. Diese Aquarienpflanze wurde von Heinrich Wilhelm Schott (1857) als die erste Art der Gattung Anubias beschrieben. Der Artname bezieht sich jedoch auf den schwedischen Botaniker Adam Afzelius. Ihr natürlicher Standort umfasst die Gebiete um Senegal, Guinea Mali und Sierra Leone (Nord-Westafrika). Mit einer Höhe von ca. 30 cm und einer Wuchsbreite von bis zu 40 cm ist diese Art die grö??te unter den Speerblättern.

Im Handel wird sie oft unter dem irrtümlichen Handelsnamen Anubias congensis als Jungpflanze aus in-vitro-Kulturen angeboten. Die eigentliche Sumpfpflanze wird an Land bis zu einem Meter hoch und besitzt ein kriechendes Rhizom. Im Aquarium, wie beschrieben, jedoch nur halb so hoch.

Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1:  Anubias afzelii
Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1: Anubias afzelii - Foto 2

Egal ob über oder unter Wasser, eins bleibt immer gleich: die Stiele der Blätter sind niemals länger als die Blattspreite und besitzen ein Gelenk am oberen Ende. Die Spreiten selber stehen aufrecht (bis zu 40 cm lang) und sind in der Mitte am breitesten. Aber Achtung! Die Form der Blätter reicht von lanzettlich bis hin zu eierförmig, da es in den Kulturen mittlerweile mehrere Varianten gibt. Deshalb kommt es im Handel auch oft zu Verwechselungen mit Anubias barteri var. angustifolia, welche nur durch rotbraune Blattstiele auf den ersten Blick abzugrenzen ist.

Trotzdem diese Pflanze nur über ein sehr langsames Wachstum verfügt, sind die wenigen neuen Blätter im Jahr für die Buntbarsche ungenie??bar und können so über die Jahre zu sehr gro??en, grünen Mutterpflanzen heranreifen.

Parametercheck für die Buntbarschaquaristik

Tanganjikasee/ Aquarium Anubias afzelii
PH 8,6- 9,5 PH 5-8
GH 7-11 GH 0-30
KH 16-19 KH 0-15
Temperatur 24-29 Grad Celsius Temperatur 12-30 Grad Celsius

Dieses Speerblatt ist besonders attraktiv durch das Dunkelgrün der Altblätter und den Kontrast von gelbgrünen bis sogar orangenen Jungblättern. Aufgrund der Fähigkeit sie als Hintergrundpflanze im Halbschatten auf Steinen aufbinden zu können, eignet sie sich auch für Tanganjikabecken mit Sandzonenbereich.

Tipp: Die Vermehrung durch Rhizomteilung macht aus dieser einfachen Pflanze mit ihren Ausläufern, nach der Eingewöhnung der Jungpflanze, einen robusten und dankbaren Pflegling.

Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1:  Anubias afzelii
Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1: Anubias afzelii - Foto 3

 

Autor*in: Cichliden-Kabuff

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Cichliden-Kabuff ist Mitglied von EB und stellt 3 Beispiele vor.

Titel: Pflanzen für das ostafrikanische Buntbarschaquarium Teil 1: Anubias afzelii (Artikel 5546)

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