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Blog: Europäische Korallenriffe bedroht! (2669)

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Hallo Leute,

die Kaltwasserkorallengebiete der norwegischen Atlantikküste werden

systematisch zerstört.

Grundschleppnetze haben bereits gro??e Teile der Riffe zerstört und die Zerstörung geht täglich weiter; zum Beispiel beim Fang des am Meeresboden lebenden Rotbarsches. Dazu wird schweres Gerät über den Meeresboden gezogen. Zurück bleibt ein Feld der Verwüstung. Das Video vermittelt einen Eindruck von der Schönheit der Korallenriffe und den Auswirkungen durch die Fischerei.

Schaut Euch bitten diesen kurzen Beitrag an:

http://www.youtube.com/watch?v=XNgrr8Njy_Q&feature=player_embedded

Und dann handelt bitte!

Hebt Euch von der breiten Masse ab und ändert etwas. Ein Vorschlag,

sendet eine E- Mail an die Europäische Kommission.

Mailadresse: mare-cfp-consultation@ec.europa.eu

Betreff: Contribution to the consultation - Citizen

Text:

An die Europäische Kommission

Ich schreibe Ihnen, weil die meisten Fischbestände in einem katastrophalen Zustand und die europäische Fangflotte das Meer zerstört.

Das ist inakzeptabel. Die Fischereipolitik der Europäischen Gemeinschaft muss grundsätzlich geändert werden. Gro??flächige Meeresschutzgebiete müssen vor der zerstörerischen Fischerei bewahrt werden.

Im Folgenden finden Sie meine Vorschläge für die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik.

Soll die EU ihr Fischereimanagement für eine gesunde Meeresumwelt ändern?

Wenn ja, wie soll die Politik geändert werden?

Ein gro??er Teil des Fisches auf unseren Tellern stammt aus weit entfernten Fanggründen.

Dort fischen die EU-Fangflotten den ärmeren Nationen den Fisch vor ihren eigenen Küsten weg. Zu viele Fischer fangen zu viel Fisch.

Die EU soll ein Meeresschutzgebiets-Netzwerk einrichten und den Fischfang in sensiblen und Laichgebieten einstellen. Zerstörerische und verschwenderische Fangmethoden müssen verboten sein.

Die EU soll sicherstellen, dass der Fisch gesund ist und ressourcenschonend gefangen wurde. Händler und Supermärkte müssen offen legen, woher der Fisch im Verkaufsregal kommt, von wem und wie er gefangen wurde.

Sollte die EU die Anzahl der Fischerboote verkleinern? Wenn ja, wie soll mit der entstehenden Arbeitslosigkeit an den Küsten umgegangen werden?

Viele nationale EU-Flotten sind zwei- bis drei Mal grö??er als sie für eine nachhaltige Fischerei sein dürften. Zu viele und zu gro??e Schiffe jagen zu wenig Fisch. Die Fischerei zur Produktion von Fischmehl verursacht dabei den grö??ten Schaden.

Die EU muss ihre Flotte auf weniger als die Hälfte reduzieren - das bedeutet: Die Zahl der Fangschiffe muss halbiert und so deren Fangkapazität verkleinert werden.

Supertrawler mit gro??en, zerstörerischen Netzen, massiven Beifängen und hohem Treibstoffverbrauch müssen zuerst verschrottet werden.

Auf gro??en, industriellen Fangschiffen arbeiten nur wenige Menschen. Dagegen sichern lokale Fischereien etliche Arbeitsplätze in Küstenregionen.

Künftig sollte der meiste Fisch lokal gefangen werden. Au??erdem müssen Schutzgebiete für die Fischerei gesperrt sein, damit die Bestände nachwachsen können.

Wie kann die EU sicher stellen, dass der von uns verzehrte Fisch aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt?

Oft wissen wir nicht, woher der Fisch auf unseren Tellern kommt. Es gibt fünf einfache Dinge, die für eine nachhaltige EU-Fischerei beachtet werden müssen:

1. Die EU muss die wissenschaftlichen Fangquoten-Empfehlungen respektieren.

2. Die EU muss die zerstörerischsten Fangmethoden verbieten und die notwendigen Veränderungen für eine nachhaltige Fischfangindustrie verpflichtend vorschreiben.

3. Eine ??berwachung der EU-Fangschiffe ist notwendig. Der Gesamtfang muss angelandet werden. Nichts darf ins Meer zurückgeworfen werden.

4. Verbrauchern und Handel sollten alle Informationen zur Herkunft des Fisches vorliegen: Fischart, Fanggebiet, Fangmethode und Produzent sollten klar ausgewiesen sein.

5. Die EU muss Meeresschutzgebiete einrichten, um die Meeresumwelt und die Fischbestände zu schützen.

Kennen Sie Beispiele bestimmter Fischereien, die gefördert werden sollten? Wie können sie gefördert werden?

Es gibt aus verschiedenen Erdteilen Beispiele für nachhaltige Fischereien. So haben etwa die Fischer einer kanarischen Insel ein Schutzgebiet eingerichtet und fangen heute

, nur fünf Jahre später, entlang der Schutzgebietsgrenzen so viel Fisch wie nie zuvor. In einigen traditonellen Fischereinationen wie den Malediven werden selektive und nachhaltige Fischereimethoden eingesetzt. Keine Beifänge oder unterma??ige Fische werden hier angelandet. Alle Beispiele nachhaltiger Fischereien haben eins gemeinsam: Sie schonen das ??kosystem, nutzen selektive Fischereimethoden und akzeptieren die Einrichtung von Schutzgebieten.

Selbstverständlich könnt Ihr auch Euren eigenen Text verschicken oder diesen ergänzen oder ändern. Das ist Euer Recht als europäischer Staatsbürger.

Manchmal mu?? man nur wissen wo es steht und wie man es angehen mu?? um etwas zu ändern. Dieses zu kopieren und zu versenden dauert weniger als 1 Minute.

Grü??e

Georg

Blogartikel 'Blog 2669: Europäische Korallenriffe bedroht!' aus der Kategorie: "Achtung vor dem Lebewesen" zuletzt bearbeitet am 12.05.2010 um 10:52 Uhr von Malawigo

Autor*in: Malawigo

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