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Blogartikel 'Exclusiv für EB von African-Guru- Gabelbärte- Die springenden Lauerjäger' von Falk

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Moderatorenbereiche: West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Aquascaping, Meerwasser
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Corralejo/Fuerteventura / Spain


Exclusiv für EB von African-Guru- Gabelbärte- Die springenden Lauerjäger

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Die auch Arowana bezeichneten Gabelbärte, wären für viele gestandenen Aquarianer das Nonplusultra neben den Großcichliden und den Süßwasserrochen aus Südamerika.

Hier muß ich als Verfasser dieses Beitrags aber eindeutig von vornherein darauf hinweisen, das im "Normalstubenaquarium" diese extremen Raubfische überhaupt nix zu suchen haben, auch nicht in 3000l-Becken !

Dazu kommen wir aber später im Text.

Zuallererst sprechen wir über die Größe, die mit ab 1 Meter bei Osteoglossum ferreirai (Schwarzer Gabelbart) und 1, 2 Meter bei Osteoglossum bicirrhosum (Gabelbart oder Silbergabelbart) liegt.

Es wäre hier auch der Asiatische Gabelbart ( Scleropages formosus ) erwähnt , dessen Barteln etwas spitzer zulaufen , als bei den Südamerikanern. Auch dieser wird mit knapp 1m Endgröße favorisiert.

Eines haben die verschiedenen Arten gemeinsam , sie haben einen extrem windbaren Körper, fast schon Schlangenhaft. Außerdem sind die hier angesprochenen Arten Raubfische die auf Grund ihrer Größe auch angepasstes Futter aufnehmen.

Dazu auch unter unserer Videothek auf Afrikan-guru ein kleines Video

Die Südamerikanischen Arten leben in Weichwasser , der Silbergabelbart kommt im fast dem gesamten Amazonaseinzug vor , während der Schwarze Gabelbart im Rio Negro vorkommt.

Die pH-Werte schwanken in den Originalgewässern ab ca. 3 pH und bis zu knapp5 pH, also sauer. Dies muß in der Haltung , wenn sie denn unbedingt sein soll beachtet werden, eine torffilterung ist hier wohl unabdingbar.

Die Tiere sind Lauerjäger, was sagen soll, sie verstecken sich in den oft mit Schwimmpflanzen überzogenen und überhaupt stark bewachsenen Gewässern, welche oft Überschwemmungsgebiete sind , also mit stark schwankenden Wasserpegeln. Meist führen diese Gewässer sehr wenig Wasser, da sie auch oft Randgebiete des überschwemmten gewässers sind. Dies ist ebenfalls zu beachten, die Arowanas brauchen nicht Becken die sehr tief sind, sie lauern unter der Wasseroberfläche zwischen den Pflanzen. Dabei sind sie befähigt gut sehen zu können , oft jagen sie aus dem Wasser mit Riesensätzen und erbeuten dabei Großinsekten, Amphipien und natürluich bei zunehmender Größe auch Fische.

Ich selber habe bei einem Arowana Stinte verfüttert, dieser war zuletzt um 70cm groß. Die größe eines Segelflossers passt bei so einem Tier locker ins Maul !

Zum Becken selber..es ist eine Niedrigwassermarke anzustreben, auch sollte die Tiefe des Beckens mindestens genauso sein wie die Länge des Beckens, zumindest aber dreiviertel, der Fisch soll ja sich nicht verbiegen, damit er wieder zurückschwimmen kann.

Gabelbärte sind Maulbrüter , die vom Männchen erbrütet werden, bei Silbergabelbart bis ca.2 Monate und bei Schwarzem Gabelbart etwas darunter, dabei sind die Eier gegen andere Arten sehr groß, bei gut über einem Zentimeter oder der größe von Kirschen entsprechend.

Auch muß man sehen, das bei bekannten Zuchten (Silberbart) auch die Jungfische schon die Größe eines Apistogramma cacatoides haben, als um 9cm.

So weit so gut, zum Schluß wäre die Frage..brauche ich solche Fische im Becken..?das muß jeder für sich entscheiden, denn man muß bei der Sache auch was anderes bedenken, Was mache ich mit einem oder mehreren ausgewachsenen Tieren, die können im Mittel 17 Jahre alt werden..Da geht sehr viel Futter den Bach runter.

In Südamerika gelten die Tiere als Speisefisch und haben schon mancher Indiofamilie über den Tag geholfen, dies nur am Rande.

Eines sollte man auch unbedingt beachten, nach Möglichkeit die Finger beim Füttern vom Fisch weglassen, hier helfen die bekannten Langpinzetten oder ähnliches Werkzeug.

Fazit: nicht geiegnet für die Normalaquaristik, nur für Schaubecken

Becken nicht nach Volumen, sondern nach entsprechender Grundfläche, hier setze ich 4 mal 3m als Minimum

Weichwasserfisch, extremer Egoismus unter den Einzeltieren bis hin zum Beissen, Vorsicht beim Füttern

Verwandte Arten in Afrika, Australien , Asien



***Falk***

P.S. Der Floh ist krank, deswegen habe ich den Part übernommen
zu den Bildern..erstes Bild , zeigt die Kopfpartie eines Silberbartes
zweites Bild zeigt den halbwüchsigen mit ca.40cm
 
Exclusiv für EB von African-Guru- Gabelbärte- Die springenden Lauerjäger
Exclusiv für EB von African-Guru- Gabelbärte- Die springenden Lauerjäger
 
Blogartikel 'Blog 4080: Exclusiv für EB von African-Guru- Gabelbärte- Die springenden Lauerjäger' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Falk am 02.03.2011 um 18:01 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 03.03.2011 um 16:31 von johnK
Klasse Blog
Quasie ein Schmetterlingsfisch , nur in groß und ohne "flügel":D
Nennt man diese auch Drachenfische oder sind das wieder andere? Ich habe mal eine Reportage gesehen, da sprangen die Tiere fast 1 m hoch für ein kleines Insekt, wo ich mir die frage stellte, wofür so ein Riesenkraftaufwand,um son kleenes Insekt zu fangen? Haben die nen Besonderen Energiehaushalt?:>
 
 
Geschrieben am 03.03.2011 um 05:23 von Falk
Hey Ihr Beiden

Danke...es sei noch erwähnt,das erstens es einen aber sehr weit entfernten Knochenzüngler gibt, den afrikanischen Heterotis niloticus...der aber ein wesentlich anderes Maul hat und einiges mehr.

Die Südamerikaner jedenfalls sind zwar ruhig ,qwenn sie schwimmen, aber eskommt zu großem Futterneid,bei mehreren Exemplaren kann es zu beissereien kommen, wie gesagt hier der Egoismus pro Tier die Rolle spielt, wie bei vielen anderen Arten auch..

Drücker an Euch
 
 
Geschrieben am 02.03.2011 um 21:15 von GGuardiaNN
Hallo Black Panther sehr schöner Blog,
es gibt neben diesen Arten auch den Scleropages jardini,
aus Australien, auch bekannt unter dem Namen Northern Spotted Barramundi, oder Perlarowana, mit einer Endgrösse von ca 75cm. Das ist wirklich einen sehr ruppiger Zeitgenosse, der eigentlich nur zur Einzelhaltung geeignet ist.

Ich habe die Möglichkeit meinen zukünftigen Schwarzen Arowana wider abzugeben, wenn er von der Grösse nicht mehr in mein Becken passt, dafür ist gesorgt. Bei meinem Händler schwimmt ein silberner Arowana in einem ca. 2000l grossem Becken zwischen einigen grossen Barschen, wie Heros, Crenicichlas und Aequidens-Arten, es ist eigentlich ein sehr ruhiger Fisch, eher ein Feigling, gut mit der Hand würde ich den auch nicht füttern wollen, der hat nämlich scharfe Zähne.

LG GGuardiaNN (Mich@ aus Gronau)
 
 
Geschrieben am 02.03.2011 um 20:57 von Malawi-Guru.de
Hi Falk

Klasse Beitrag.......mehr gibt es nicht zu sagen !!!!

LG

Flo
 
 


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