Blog: Exotischer Blickfang am Gartenteich: Das Papyrus-Gras (Cyperus papyrus) (7856)
Mit seinen hoch aufragenden Halmen und den charakteristischen, schirmförmigen Blattquirlen zieht das Papyrus-Gras am Gartenteich sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Kaum eine andere Sumpfpflanze vermittelt so deutlich ein Gefühl von Exotik. Als markanter Solitär oder bewusst gesetzter Akzent verleiht Papyrus dem Teichbereich eine besondere Atmosphäre und setzt klare, ungewöhnliche Strukturen in der Gartengestaltung.
Papyrus-Gras als Gestaltungselement am Gartenteich
Papyrus-Gras wächst sowohl im Sumpfbereich als auch im flachen Uferbereich, je feuchter es steht, desto kräftiger entwickelt es sich.
Besonders an formalen oder modern gestalteten Teichen wirkt die Pflanze durch ihre klare Linienführung sehr dekorativ. Aber auch an naturnahen Teichen kann sie als bewusster Akzent eingesetzt werden, etwa an einzelnen Uferbereichen oder in Sichtachsen, wo ihre ungewöhnliche Silhouette gezielt zur Geltung kommt.
Da Papyrus eine stattliche Höhe erreichen kann, empfiehlt sich eine Platzierung im Hintergrund oder an Randbereichen, an denen niedrigere Sumpf- und Wasserpflanzen nicht beschattet werden. In kleinen Teichen oder Miniteichen kommt die Pflanze ebenfalls zur Geltung, sofern sie bewusst als Solitär eingesetzt wird und nicht mit anderen großwüchsigen Arten konkurriert.
Nicht winterhart
Für die Kultur am Gartenteich ist zu berücksichtigen, dass Papyrus-Gras nicht winterhart ist. Bewährt hat sich daher die Pflanzung in großen Pflanzkübeln oder stabilen Teichkörben. Diese werden so positioniert, dass der Wurzelbereich ständig im flachen Wasser steht. Ein sonniger bis halbschattiger Standort fördert ein kräftiges Wachstum und eine intensive Grünfärbung der Halme. Während der Vegetationszeit benötigt die Pflanze reichlich Wasser und Nährstoffe, da sie zu den stark wachsenden Sumpfpflanzen zählt.
Im Herbst muss das Papyrus-Gras rechtzeitig aus dem Teich genommen werden, sobald die Temperaturen dauerhaft absinken. Die Überwinterung erfolgt an einem hellen, frostfreien Ort, idealerweise bei gleichmäßig feuchtem Substrat. Ein kühler Wintergarten oder ein unbeheiztes, aber frostfreies Gewächshaus sind dafür gut geeignet. Im Frühjahr kann die Pflanze nach den letzten Frösten wieder an den Teich zurückkehren.
Da das Papyrus-Gras sich schnell und stark vermehrt, kann es im Herbst geteilt und nur ein kleiner Teil davon als dekorative Zimmerpflanze überwintert werden. Im Frühling wieder ausgepflanzt, entwickelt sie schnell zahlreiche neue Triebe.
Vermehrung und Weiterkultur
Die Vermehrung von Papyrus-Gras ist vergleichsweise einfach und gelingt am zuverlässigsten durch Teilung. Dazu wird im Frühjahr oder Frühsommer ein kräftiger Pflanzenstock aus dem Kübel genommen und der Wurzelballen vorsichtig geteilt. Jeder Teil sollte mehrere gesunde Halme und ausreichend Wurzeln besitzen. Die Teilstücke werden anschließend in frisches, nährstoffreiches Substrat gesetzt und gut gewässert.
Alternativ ist auch eine Vermehrung über die typischen Schirmblüten möglich. Dabei werden die Blütenstände abgeschnitten und mit dem Schirm nach unten auf feuchtes Substrat gelegt. Nach einiger Zeit bilden sich an den Blattansätzen kleine Jungpflanzen, die später vorsichtig abgetrennt und eingetopft werden können. Diese Methode erfordert etwas Geduld, ist jedoch eine interessante Möglichkeit, Papyrus-Gras ohne Teilung zu vermehren.
Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de







