Kann man einen Kampffisch (Männchen) in einem Gesellschaftsbecken pflegen? Sollte man Weibchen dazu tun? Das Becken wäre 80 cm. Dazu sollen ein paar Fadenfische (3 bis 4) Ein kleiner Schwarm Salmler (12 bis 15), 3 bis 4 Panzerwelse und 1 bis zwei Coridoras dazu.
Die Aquaristik ist ein Hobby, das weit über das bloße Halten von Fischen hinausgeht. Wer sich intensiver mit seinen Aquarienbewohnern beschäftigt, stößt unweigerlich auf spannende Themen wie Verhalten, Ernährung und vor allem Fortpflanzung. Besonders interessant ist dabei die Frage, wie verschiedene Fischarten sich vermehren. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang häufig auftaucht, ist „Freilaicher“. Doch was versteht man unter einem Freilaicher? Warum ist diese Fortpflanzungsmethode so weit verbreitet, und was müssen Aquarianer bei der Haltung und Zucht solcher Fische beachten?
Wer in der Aquaristik den Namen Sumatra hört, denkt fast automatisch an einen Fisch: die Sumatrabarbe. Mit ihren markanten schwarzen Querbändern gehört sie seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Aquarienfischen überhaupt. Doch die indonesische Insel auf diese eine Art zu reduzieren, würde ihrer Bedeutung für die Süßwasseraquaristik kaum gerecht. Sumatra beherbergt Flüsse, Waldbäche, Überschwemmungsgebiete, Torfsümpfe, Schwarzwasserbiotope und Seen, in denen eine außerordentlich vielfältige Fischfauna entstanden ist.
Eine stabile Wasserqualität zählt zu den wichtigsten Grundlagen eines erfolgreichen Aquariums. Ganz gleich, ob es sich um ein dicht bepflanztes Naturaquarium, ein Gesellschaftsbecken mit tropischen Zierfischen oder ein anspruchsvolles Meerwasseraquarium handelt – sauberes, chemisch stabiles und biologisch ausgewogenes Wasser entscheidet langfristig über Gesundheit, Wachstum und Verhalten der Aquarienbewohner. Neben klassischen Filtersystemen gewinnen deshalb moderne Medienreaktoren zunehmend an Bedeutung.
Kannibalismus bei Zierfischen wirkt auf viele Aquarianer zunächst erschreckend. Ein Fisch frisst Artgenossen, Jungtiere verschwinden über Nacht oder ein geschwächtes Tier wird von der Gruppe attackiert. Solche Beobachtungen bedeuten jedoch nicht automatisch, dass die betroffenen Fische ungewöhnlich aggressiv oder falsch gepflegt wurden. Kannibalistisches Verhalten kommt bei zahlreichen Fischarten als natürlicher Bestandteil des Nahrungserwerbs, der Fortpflanzung oder der Bestandsregulation vor. Im Aquarium können ungünstige Bedingungen dieses Verhalten allerdings deutlich verstärken.
Schneckenfresser im Aquarium können Bestände wirksam begrenzen, doch Auswahl, Haltung und Ursachenanalyse entscheiden über nachhaltigen Erfolg. Schnecken gehören in vielen Aquarien ganz selbstverständlich zum biologischen System. Turmdeckelschnecken lockern den Bodengrund, Posthornschnecken verwerten Futterreste und Blasenschnecken beseitigen abgestorbene Pflanzenbestandteile. Problematisch wird ihre Anwesenheit meist erst dann, wenn sich einzelne Arten explosionsartig vermehren. In solchen Situationen entsteht schnell der Wunsch nach einem natürlichen Schneckenfresser, der die Bestände wieder reduziert.