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Blog: Pelvicachromis - die Arten von Nigeria bis Kongo (1982)

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Lesezeit: ca. 6 Minuten
Pelvicachromis - die Arten von Nigeria bis Kongo

Hallo Leute ,

dies ist der letzte Blog über die Pelvicachromis ( ich sagte ja es ist die grö??te Gattung), diesmal geht es um Pelvicachromis pulcher , Pelvicachromis sacrimontis , Pelvicachromis spec. affin. subocellatus , Pelvicachromis subocellatus .

Diese Arten kommen in Nigeria und Kamerun vor, auch sie sind Höhlen- bzw. Versteckbrüter.Sie pflegen ihre Brut und die Jungfische in einer Mutter- Vater- Familie.

Alle Pelvicachromis Arten ( auch die in den vorangegangenen Blogs ) lassen sich gut in Wasser mit neutralem PH Wert und mittlerer Härte pflegen vorausgesetzt es handelt sich um Nachzuchten , Wildfänge sollten in weichem leicht saurem Wasser gepflegt werden.

Die Aquariengrö??e sollte zwischen 80 cm und 130 cm Kantenlänge liegen , dabei sollte man auf eine gro??e Grunfdfläche achten , also mindestens 60 cm Tiefe , die Höhe ist bei der Pflege von Buntbarschen nicht so wichtig .

Das erst mal zum Allgemeinen Teil , nun zu den Arten .

Fangen wir mit dem bekanntesten an , dem Pelvicachromis pulcher , den wird jeder kennen er wird auch Purpurprachtbarsch oder Königscichlide genannt.

Sein Vorkommen erstreckt sich von Nigeria bis Westkamerun ( Pelvicachromis pulcher " Ndonga ") in wie fern Vorkommen in Ostbenin nartürlicher Art sind ist nicht bekannt und mu?? noch geklärt werden, man geht aber davon aus das sie eingeschleppt wurden .

Die Art wird 10 cm lang , die Körperform kann von sehr schlank bis mä??ig schlank variieren. Die Schnauze kann relativ spitz bis leicht gerundet sein, das Stirnprofil ist leicht gerundet bis gerade.

Die Caudale der Weibchen ist immer gerundet , bei den Männchen kann die Form der Caudale von rund über oben ausgelappt , lanzettförmig bis hin zu rautenförmig variieren.

Geschlechtsunterschiede sind Arttypisch.

Meistens ist bei beiden Geschlechtern ein dunkler Längsstreifen sichtbar, der aber Stimmungsabhängig verschwinden kann.

Auch können bei beiden Geschlechtern in Caudale und Dorsale schwarze Flecken in unterschiedlicher Anzahl vorhanden sein.

Kehle, Brust und Bauch sind bei Männchen unterschiedlich gefärbt ( je nach Fundort) dabei handelt es sich um die Farben gelb, blau und rot , manchmal auch diese Farben gemischt .Es können auch Kreuzungsprodukte zwischen natürlichen Formen und Populationen aquaristisch im Umlauf sein.

An der Basis der Dorsale ist ein dunkles Längsband zu sehen , dann ein heller gefärbtes zum Schlu?? wieder ein dunkles Band.

An der Oberkante der Caudale ist in der Regel die selbe Färbung zu sehen.

Weibchen haben eine rot gefärbte Bauchregion die in allen Formen mal mehr mal weniger zu sehen ist, bei Laichreifen Weibchen tritt sie allerdings sehr intensiv hervor.

An der Basis und der Oberkante ist die Dorsale kräftig gelb gefärbt, dazwischen liegen zwei dunkle Längsbänder , Kopf und Kiemendeckel sind gelb bis auf den dunklen Längsstreifen.

Bei der Balz wird der Körper in der Analgegend sehr dunkel bis fast schwarz.

Nun zu Pelvicachromis sacrimontis in älterer Literatur auch als Pelvicachromis spec. affin. pulcher geführt, von ihm gibt es drei Farbformen eine rote , gelbe und eine gelbgrüne.

Diese Art kommt aus Nigeria , sie ist leicht mit Pelvicachromis pulcher zu verwechseln.

Der Körper allerdings ist schlanker und gestreckter , das Stirnprofil ist deutlich stärker gerundet als bei P. pulcher.

Die Caudale ist gerundet bis rautenförmig , die Grundfärbung des Körpers ist braun .

Diese Art besitzt auch einen duklen Längsstreifen der aber breiter ist als bei P. pulcher und so gut wie immer sichtbar.

Blog: Pelvicachromis - die Arten von Nigeria bis Kongo (1982)
Blog: Pelvicachromis - die Arten von Nigeria bis Kongo (1982) - Foto 2

Die drei Farbformen kann man nur bei den Männchen auseinander halten , diese sind je nach Farbform in der untern Körperhälfte von der Schnauze bis zum Ansatz der Anale entweder rot , gelb oder gelbgrün , vielleicht mit einem kleinen rosa Fleck am Bauch.

Laichreife Weibchen haben immer einen sehr dunklen roten Bauch, Brust und Schwanzstiel sind dann dunkelgrau bis schwarz gefärbt.

Alle Formen zeigen bei beiden Geschlechtern eine intensiv blaue Zeichnung auf Wangen und Kiemendeckel.

Die Dorsale der Weibchen ist je nach Stimmung dunkelgelb bis rauchig schwarz und hat keine Streifenzeichnung wie die der P.pulcher Weibchen.

Jetzt kommt eine Art die ich noch nie im Handel gesehen hab , Pelvicachromis spec. affin. subocellatus , von ihr gibt es zwei Formen und sie kommt aus Nigeria .

Bei der einen Form werden die Männchen ca. 11 cm und die Weibchen ca. 7, 5 cm lang bei der anderen Form sind die Männchen ca. 9 cm und die Weibchen ca. 6 cm lang .

Die grö??er werdende Form bleibt in ihrer Grundfärbung dunkler und zeigt graue bis blaue Töne in den Flossen.

Bei der kleiner bleibenden Form zeigen die Weibchen einen zartrot gefärbten Bauch .

Die Männchen sind in der Grundfärbung goldgelb und zeigen rote und blaue Farben in den Flossen.

So nun zur letzten Art , Pelvicachromis subocellatus , davon gibt es zwei Formen " Matadi " und " Moanda" , sie ist die südlichste Art der Gattung Pelvicachromis und kommt von Gabun bis in den Westen der Volksrepublik Kongo vor .

Sie wird 8 cm lang und ist mä??ig schlank und rundköpfig, die Caudale der Männchen ist rund bis leicht rautenförmig .

Die Grundfärbung des Körpers ist gelb- braun , die Weibchen sind besonders in der Kopfregion gelb gefärbt.

Der Bauch bei den Weibchen ist sehr intensiv rot bis violett gefärbt , um die rotfärbung sind gut sichtbare silberfarbene Zonen.

Die Männchen besitzen eine rot/blaue Tüpfelzeichnung in den Flossen in der Caudale meist nur in der unteren Hälfte, die obere hat dunkle und gelbe waagerechte Striche.

Die Schuppen der Männchen sind dunkel gerändert.

Beide Merkmale haben die Weibchen nicht.

So die Gattung Pelvicachromis wäre damit fertig , ich hoffe ich konnte einen kleinen einblick in diese sehr interessante und schöne Gattung geben.

Die Bilder wurden mir freunlicherweise von Thomas Pritzkow zur Verfügung gestellt, wofür ich mich sehr bedanke.

Ein Besuch seiner HP ist sehr informativ für Interessenten von Westafrikanischen Fischen www.thomas-pritzkow.de/

Bis demnächst

Detlef

Blogartikel 'Blog 1982: Pelvicachromis - die Arten von Nigeria bis Kongo' aus der Kategorie: "Artbeschreibung" zuletzt bearbeitet am 27.06.2009 um 10:16 Uhr von Didi

Autor*in: Didi

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