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Taubenschwänzchen: Mit diesen Pflanzen lockst du sie in deinen Garten

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Das Taubenschwänzchen ist eines der faszinierendsten Insekten, die du in einem Garten beobachten kannst. Viele Menschen halten es im ersten Moment für einen kleinen Kolibri, weil es im Schwirrflug vor Blüten steht, blitzschnell den Standort wechselt und dabei scheinbar in der Luft schwebt. Genau dieses Verhalten macht das Taubenschwänzchen so besonders und sorgt jedes Jahr aufs Neue für Begeisterung bei Gartenfreunden. Wer es einmal bewusst gesehen hat, möchte es meist nicht mehr missen.

Die gute Nachricht ist: Du kannst aktiv etwas dafür tun, dass Taubenschwänzchen deinen Garten besuchen. Diese Falter sind zwar mobil und legen große Strecken zurück, sie sind aber trotzdem auf bestimmte Nahrungsquellen angewiesen. Vor allem geeignete Pflanzen mit tiefen, nektarreichen Blüten spielen eine entscheidende Rolle. Mit der richtigen Auswahl an Pflanzen kannst du deinen Garten gezielt so gestalten, dass er für Taubenschwänzchen attraktiv wird.

In diesem Artikel zeige ich dir ausführlich, welche Pflanzen besonders gut geeignet sind, warum gerade sie so wichtig sind und wie du deinen Garten langfristig taubenschwänzchenfreundlich gestaltest. Dabei greife ich auf praktische Erfahrung aus naturnahen Gärten zurück und erkläre verständlich, worauf es wirklich ankommt. Du bekommst nicht nur eine einfache Pflanzenliste, sondern ein tiefes Verständnis dafür, wie du diese besonderen Falter dauerhaft in deinen Garten locken kannst.

Was macht das Taubenschwänzchen so besonders?

Das Taubenschwänzchen gehört zu den Schwärmern und ist ein tagaktiver Falter. Anders als viele Schmetterlinge sitzt es beim Nektarsaugen nicht auf der Blüte, sondern bleibt im Flug. Mit seinem langen Saugrüssel erreicht es auch tief liegende Nektarquellen, die für andere Insekten kaum zugänglich sind. Genau deshalb bevorzugt es bestimmte Blütenformen.

Ein weiteres spannendes Merkmal ist seine Wanderfreudigkeit. Taubenschwänzchen überwintern nicht bei uns, sondern kommen jedes Jahr aus südlicheren Regionen nach Mitteleuropa. Sie tauchen meist im späten Frühjahr oder frühen Sommer auf und sind bis in den Herbst hinein aktiv. In dieser Zeit brauchen sie enorm viel Energie, da ihr Flug extrem kraftaufwendig ist.

Für deinen Garten bedeutet das: Taubenschwänzchen suchen Orte auf, an denen sie schnell und effizient viel Nektar aufnehmen können. Einzelne Pflanzen reichen oft nicht aus. Entscheidend ist ein kontinuierliches Angebot über viele Wochen hinweg.

Welche Blüten lieben Taubenschwänzchen?

Taubenschwänzchen bevorzugen röhrenförmige, tiefkelchige Blüten mit hohem Nektargehalt. Die Farbe spielt eine untergeordnete Rolle, dennoch werden violette, rosafarbene, blaue und weiße Blüten besonders häufig angeflogen. Wichtig ist vor allem die Zugänglichkeit des Nektars im Schwirrflug.

Ein weiterer Faktor ist der Duft. Viele der bevorzugten Pflanzen verströmen einen intensiven, süßlichen Geruch, der für die Falter schon aus größerer Entfernung wahrnehmbar ist. Je stärker und natürlicher der Duft, desto größer ist die Chance, dass dein Garten als Nahrungsquelle erkannt wird.

Die besten Pflanzen, um Taubenschwänzchen anzulocken

Sommerflieder

Der Sommerflieder ist wohl die bekannteste Pflanze, wenn es um Schmetterlinge und Taubenschwänzchen geht. Seine langen, dichten Blütenstände sind reich an Nektar und blühen über einen langen Zeitraum. Taubenschwänzchen fliegen ihn oft gezielt an und verweilen dort mehrere Minuten.

Ein großer Vorteil des Sommerflieders ist seine Robustheit. Er kommt mit Trockenheit gut zurecht und blüht auch dann zuverlässig, wenn andere Pflanzen bereits schlappmachen. Für Taubenschwänzchen ist er eine echte Energiequelle.

Phlox

Phlox ist eine weitere hervorragende Pflanze für taubenschwänzchenfreundliche Gärten. Besonders der hohe Staudenphlox bietet tief sitzenden Nektar und blüht im Hochsommer, wenn der Energiebedarf der Falter besonders hoch ist.

Phlox eignet sich auch gut für Beete, die farblich abwechslungsreich gestaltet werden sollen. Verschiedene Sorten sorgen dafür, dass über viele Wochen hinweg Blüten vorhanden sind.

Lavendel

Lavendel ist nicht nur bei Bienen und Hummeln beliebt, sondern auch bei Taubenschwänzchen. Die schmalen Blütenröhren sind ideal für den langen Saugrüssel. Zusätzlich verströmt Lavendel einen intensiven Duft, der die Falter anzieht.

Ein weiterer Pluspunkt ist die lange Blütezeit. Je nach Sorte kann Lavendel von Frühsommer bis in den Spätsommer hinein blühen und bietet damit eine konstante Nahrungsquelle.

Nachtkerze

Die Nachtkerze ist eine spannende Pflanze, da sie sowohl tagsüber als auch in den Abendstunden interessant ist. Taubenschwänzchen nutzen sie vor allem am späten Nachmittag, wenn die Blüten besonders viel Nektar enthalten.

Sie ist pflegeleicht, wächst auch auf mageren Böden und sät sich oft selbst aus. Dadurch entstehen über die Jahre kleine Bestände, die für wandernde Falter besonders attraktiv sind.

Geißblatt

Geißblatt ist eine Kletterpflanze mit stark duftenden, röhrenförmigen Blüten. Es eignet sich hervorragend für Zäune, Pergolen oder Hauswände. Taubenschwänzchen fliegen Geißblatt gerne an, da sie im Schwirrflug bequem Nektar aufnehmen können.

Durch die vertikale Struktur ergänzt Geißblatt klassische Staudenbeete ideal und erweitert das Nahrungsangebot auf eine neue Ebene.

Seifenkraut

Seifenkraut ist eine eher unscheinbare, aber äußerst wertvolle Pflanze für Taubenschwänzchen. Ihre Blüten sind zwar klein, produzieren aber reichlich Nektar. Besonders in naturnahen Gärten und Wildblumenbereichen ist Seifenkraut eine echte Bereicherung.

Es eignet sich gut als Bodendecker und kommt mit wenig Pflege aus. Gerade in Kombination mit anderen Stauden erhöht es die Attraktivität deines Gartens deutlich.

Ziertabak

Ziertabak besitzt lange, röhrenförmige Blüten, die perfekt auf den Saugrüssel des Taubenschwänzchens abgestimmt sind. Viele Sorten duften intensiv, vor allem in den Abendstunden, werden aber auch tagsüber angeflogen.

Ziertabak lässt sich leicht aus Samen ziehen und flexibel im Garten platzieren. Er eignet sich besonders gut für Beete in Hausnähe, wo du die Falter gut beobachten kannst.

Die richtige Pflanzkombination macht den Unterschied

Einzelne Pflanzen sind ein guter Anfang, doch erst die Kombination verschiedener Arten macht deinen Garten wirklich attraktiv. Ziel ist es, vom späten Frühling bis in den Herbst hinein ein durchgehendes Blütenangebot zu schaffen. So finden Taubenschwänzchen jederzeit Nahrung, egal wann sie deinen Garten besuchen.

Dabei solltest du darauf achten, Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten zu kombinieren. Früh blühende Stauden, sommerliche Dauerblüher und spätsommerliche Arten ergänzen sich ideal. Auch die räumliche Anordnung spielt eine Rolle. Gruppierte Pflanzen sind für die Falter leichter zu entdecken als einzelne Exemplare.

Standort und Pflege

Die meisten taubenschwänzchenfreundlichen Pflanzen bevorzugen sonnige Standorte. Sonne sorgt nicht nur für reichere Blüten, sondern auch für höheren Nektargehalt. Ein windgeschützter Platz erhöht zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass die Falter länger bleiben.

Auf chemische Pflanzenschutzmittel solltest du konsequent verzichten. Taubenschwänzchen reagieren empfindlich auf Rückstände und meiden belastete Gärten. Ein naturnaher Pflegeansatz mit gesunden Böden und vielfältiger Bepflanzung schafft Vertrauen und Stabilität im Gartenökosystem.

Häufige Fehler beim Versuch, Taubenschwänzchen anzulocken

Ein häufiger Fehler ist die Konzentration auf nur eine Pflanzenart. Auch wenn der Sommerflieder sehr beliebt ist, reicht er allein nicht aus. Ebenso problematisch sind sterile Zuchtformen, die zwar schön aussehen, aber kaum Nektar produzieren.

Ein weiterer Fehler ist übermäßige Ordnung. Zu stark zurückgeschnittene Beete, fehlende Wildbereiche und sterile Rasenflächen reduzieren die Attraktivität des Gartens erheblich.

FAQs

Wann erscheinen Taubenschwänzchen im Garten?

Taubenschwänzchen tauchen meist ab Mai oder Juni auf und bleiben bis in den September oder Oktober. In warmen Jahren können sie auch früher erscheinen.

Brauchen Taubenschwänzchen auch Raupenpflanzen?

Ja, für die Fortpflanzung sind bestimmte Raupenfutterpflanzen wichtig. In vielen Gärten stehen diese Pflanzen bereits unbemerkt, was die Chancen auf Nachwuchs erhöht.

Sind Taubenschwänzchen selten?

Sie gelten nicht als extrem selten, werden aber oft übersehen oder mit anderen Insekten verwechselt. Ein gezielt bepflanzter Garten erhöht die Sichtungen deutlich.

Kann man Taubenschwänzchen auch auf dem Balkon anlocken?

Ja, mit großen Kübeln, sonnigem Standort und geeigneten Pflanzen ist das durchaus möglich.

Fazit

Taubenschwänzchen in den eigenen Garten zu locken ist kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Pflanzenauswahl und naturnaher Gestaltung. Mit nektarreichen, tiefkelchigen Blüten, sonnigen Standorten und einer durchdachten Kombination verschiedener Gartenpflanzen schaffst du optimale Bedingungen für diese faszinierenden Falter.

Wenn du deinem Garten Zeit gibst, auf chemische Mittel verzichtest und Vielfalt zulässt, wird er zu einem echten Anziehungspunkt. Das Taubenschwänzchen belohnt dich mit spektakulären Flugmanövern, intensiven Naturmomenten und dem guten Gefühl, aktiv etwas für die Artenvielfalt getan zu haben.

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Blogartikel 'Blog 7696: Taubenschwänzchen: Mit diesen Pflanzen lockst du sie in deinen Garten' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 09.02.2026 um 11:35 Uhr von Tom

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

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