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Vom Leben und Sterben - oder: Wir sind schwanger!

 
Wir wollen hier ein bisschen über unsere Erfahrungen mit dem Aquarium berichten. Wir haben es im August gebraucht übernommen, inklusive Besatz. Völlig frei jeglichen Wissen über Fische die außerhalb von Öl- und Tomatensoßendosen leben.

Nach dem Aufstellen und (Wieder-)Einrichten explodierten erst einmal die Pinsel-Algen. Sämtliche Pflanzen waren binnen kürzester Zeit damit überzogen. Den Fischen ging es aber gut. Im ersten Monat hatten wir nur einen Verlust durch "Freitot" - ein Guppy sprang aus dem Becken. Um die Guppys etwas in Schach zu halten haben wir einige ( ca. 30 Endler Guppy) von ihnen bei einem Fachhändler gegen 4 Skalare eingetauscht. Die Algen haben wir in der Zwischenzeit mit konsequentem Rückschnitt in den Griff bekommen. Mittlerweile stellen sie kein Problem mehr dar.

Nachdem wir noch ein Paar Schmetterlingsbuntbarsche und einige Pflanzen hinzugekauft haben lief das Becken bis Ende September nahezu Verlustfrei - außer einem schwarzen Skalar, der verschwand über Nacht. Er lag nicht außerhalb des Beckens, Reste von ihm konnten wir auch nicht im Becken finden.

Anfang Oktober holten wir noch ein Paar Schmetterlingsbuntbarsche und verschenkten gleichzeitig den Restbestand der Guppys.

Dies war wohl zuviel Stress auf einmal - die Pünktchen-Krankheit brach aus und raffte innerhalb einer Woche 3 Sternflecksalmmler, 4 Neons und einen Schmetterlingsbuntbarsch (das alte Männchen) hinweg. Die Pünktchenkrankheit konnten wir erfolgreich durch Temperaturerhöhung (von 25°C auf 29°C) Wasserwechsel alle 3 Tage 30% und Verwendung von "HappyLife" ohne Medikamenteneinsatz bekämpfen. Diese Vorgehensweise wurde uns von unserem Aquaristik-Shop empfohlen.

Nach dem letzetn Wasserwechsel und Absenkung der Temperatur haben nun das neue Barsch-Männchen und das alte Weibchen angefangen, ein Revier abzustecken. Dabei ging das Männchen vor allem auf die Skalare los und verjagte sie wo immer es auch gerade war. Schlussendlich haben sie sich auf ein großes Blatt unseres Lotus inmitten des Beckens geeinigt - schwere Zeiten für die Skalare brachen an. Heute Abend (20.10.2008) nun war es soweit: Wir haben entdeckt, dass das Blatt mit Eiern übersät ist, das Paar vertreibt alles, was in die Nähe kommt - besonders heftig die Skalare. Die Panzerwelse dürfen immerhin unter dem Blatt wühlen, die Salmler und Neons werden weggejagt. Wir werden jetzt täglich ein Update geben, wie es mit dem Nachwuchs weitergeht.

Update 21.10.2008: Beide Eltern kümmern sich weiterhin um ihren Nachwuchs, mittlerweile dürfen auch unsere "Kühe" (Panzerwelse) nicht mehr unter das Blatt.

Update 22.10.2008: Die Eier sind restlos weg - die Frage ist jetzt: Wurden sie gefressen oder sind die Larven nun irgendwo im Gestrüpp. Die Eltern jagen jedenfalls immer noch alle Mitbewohner vom Blatt weg aber auch aus einer Ecke....

24.10.2008: Das wars dann wohl mit dem Nachwuchs. Die Schmetterlingsbuntbarsche zeigen kein Brutverhalten mehr... vermutlich hatten die Skalare ein üppiges Mahl. Beim nächsten Mal werden wir die Eier in ein Aufzucht-Becken umsiedeln.
 
Vom Leben und Sterben - oder: Wir sind schwanger!
 
Blogartikel aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 24.10.2008 um 16:12 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 24.10.2008 um 17:18 von Falk
Hi

Wie Micha schon gesagt hat ...
Hoffnungsloses Überzüchten dieser aparten Tiere hat dazu geführt,keine Brutpflege mehr zu betreiben,das schlimmste ,welches den Tieren angetan werden kann.
Nach dem 15 Paar und etlichen €uros ,habe ich das Thema at akta gelegt und versuche mich jetzt an anderen Spezies.
Ich kann nur viel Erfolg wünschen und die Werte fürs Wasser unbedingt 3mal mehr im Auge behalten,da die Schmettis mit das empfindlichste sind ,welches ich in meinem Aq hatte ,bis jetzt.
Ich habe bei Durchkommen der Jungen in den ersten Tagen Tümpelstaub bzw. Krill verfüttert,dies als Tipp.

Bis dann
Gruß falk

 
 


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