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Prunus cerasifera im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Blutpflaume

Lesezeit: ca. 5 Minuten
Prunus cerasifera im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Blutpflaume)
Prunus cerasifera (Blutpflaume)

Wissenswertes zu Prunus cerasifera (Blutpflaume)

Herkunft und Geschichte von Prunus cerasifera

Die Prunus cerasifera, allgemein bekannt als Blutpflaume oder Kirschpflaume, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Prunus. Ursprünglich beheimatet in Westasien und Südosteuropa, ist sie besonders in Ländern wie Bulgarien, der Türkei und dem Kaukasus verbreitet. Die Pflanze wurde aufgrund ihrer außergewöhnlichen Färbung und der zierenden Blüten im 19. Jahrhundert in europäischen Gärten eingeführt und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit als Ziergehölz.

Beschreibung und Aussehen

Die Blutpflaume ist ein mittelgroßer Laubbaum oder Strauch, der eine Wuchshöhe von bis zu 7 Metern erreichen kann. Ihr Hauptmerkmal ist das dunkelrote bis violette Laub, das besonders im Frühjahr intensiv leuchtet. Die Blätter sind elliptisch, spitz zulaufend und etwa 5-7 cm lang. Im Frühjahr, meist zwischen März und April, erfreut die Blutpflaume durch eine reiche Blütenpracht. Die fünfzähligen, zartrosa bis weißen Blüten erscheinen oft vor dem Laubaustrieb und wirken besonders kontrastreich gegen die dunklen Zweige. Im Sommer entwickelt der Baum kleine, kirschähnliche Früchte, die essbar sind, wenn auch leicht säuerlich.

Gattung und Familie

Prunus cerasifera gehört zur Gattung Prunus, zu der auch bekannte Obstbäume wie Kirschen, Pflaumen und Mandeln zählen. Diese Gattung ist Teil der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die viele wichtige Kulturpflanzen umfasst. Innerhalb dieser Familie zeichnet sich die Blutpflaume durch ihre auffällige Laubfärbung und dekorative Blüten aus, was sie zu einem beliebten Ziergehölz macht.

Haltungshinweise für Prunus cerasifera (Blutpflaume)

Die Blutpflaume ist eine sehr robuste und pflegeleichte Pflanze, die sich gut für verschiedene Standorte im Garten eignet. Sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und kommt mit fast allen Bodenarten zurecht, solange diese gut durchlässig sind. Feuchte bis leicht sandige Böden sind optimal, allerdings sollte Staunässe vermieden werden. Prunus cerasifera ist frosthart und benötigt im Allgemeinen keinen speziellen Winterschutz. Auch als Solitärgehölz oder in einer Heckenpflanzung macht sie eine gute Figur. Regelmäßiger Schnitt ist nur selten nötig, wobei er am besten nach der Blüte im späten Frühling durchgeführt wird.

Pflanzung am Gartenteich

Die Blutpflaume eignet sich hervorragend als Pflanze in der Nähe von Gartenteichen. Ihr malerischer Wuchs und die wunderschönen Blüten bieten einen besonderen Kontrast zu Wasserelementen und passen gut zu natürlichen Gartenlandschaften. Wichtig ist hierbei, darauf zu achten, dass der Boden in Teichnähe gut drainiert ist, da die Blutpflaume empfindlich auf Staunässe reagiert. Die Kombination aus dem leuchtenden Laub und den spiegelnden Wasseroberflächen eines Teiches schafft beeindruckende Effekte.

Giftigkeit von Prunus cerasifera

Die Blutpflaume gilt als grundsätzlich ungiftig für Menschen. Die Früchte sind essbar, wenn auch etwas sauer, und können zu Marmeladen oder Säften verarbeitet werden. Dennoch enthalten die Samen der Früchte geringe Mengen Blausäure und sollten daher nicht verzehrt werden. Für Haustiere wie Hunde oder Katzen können große Mengen der Samen giftig sein, weshalb eine gewisse Vorsicht geboten ist.

Vermehrung und Zucht

Die Blutpflaume lässt sich durch Samen, Stecklinge oder Veredelung vermehren. Bei der Samenvermehrung sollten die Samen über den Winter stratifiziert werden, um eine bessere Keimfähigkeit zu gewährleisten. Stecklinge werden im Sommer von halbverholzten Trieben geschnitten und in sandige Anzuchterde gesteckt. Eine weitere Methode ist die Veredelung auf robuste Unterlagen wie Wildpflaumen, was besonders bei Zuchtformen häufig gemacht wird.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Prunus cerasifera ist weitgehend resistent gegen viele Krankheiten, die andere Prunus-Arten betreffen, dennoch kann sie von bestimmten Pilzkrankheiten wie der Schrotschusskrankheit oder dem Monilia-Fruchtfäulepilz befallen werden. Blattläuse und Spinnmilben können gelegentlich auftreten, sind jedoch in der Regel kein ernsthaftes Problem. Um Krankheiten vorzubeugen, sollte der Baum regelmäßig kontrolliert werden und bei Bedarf mit biologischen oder chemischen Mitteln behandelt werden.

Alternative Bezeichnungen

Neben Blutpflaume ist Prunus cerasifera auch unter den Namen Kirschpflaume, Myrobalane oder Zierpflaume bekannt. Besonders die rote Laubvariante wird oft als Blutpflaume bezeichnet, während die grünlaubige Form in der Regel als Kirschpflaume geführt wird.

Häufig gestellte Fragen zu Prunus cerasifera

1. Wann blüht die Blutpflaume?

Die Blutpflaume blüht in der Regel im frühen Frühling, oft schon im März oder April, und zeigt dabei ihre charakteristischen zartrosa bis weißen Blüten.

2. Ist die Blutpflaume winterhart?

Ja, die Blutpflaume ist in den meisten Klimazonen Mitteleuropas absolut winterhart und benötigt keinen zusätzlichen Winterschutz.

3. Kann man die Früchte der Blutpflaume essen?

Ja, die Früchte der Blutpflaume sind essbar. Sie sind klein, rund und schmecken leicht säuerlich, eignen sich aber gut zur Herstellung von Marmeladen, Gelees oder Saft.

4. Wie schnell wächst eine Blutpflaume?

Die Blutpflaume hat einen mäßig schnellen Wuchs und kann in einem Jahr etwa 20 bis 40 cm zulegen, abhängig von Standort und Pflege.

5. Kann die Blutpflaume als Heckenpflanze verwendet werden?

Ja, die Blutpflaume eignet sich auch gut für lockere Hecken oder als Ziergehölz in Reihenpflanzungen. Ihr dichtes Laub und die dekorativen Blüten machen sie zu einer guten Wahl für Heckenbepflanzungen.

6. Ist die Blutpflaume giftig für Haustiere?

Während die Früchte für Menschen essbar sind, können die Samen geringe Mengen Blausäure enthalten, die für Haustiere wie Hunde und Katzen bei Verzehr in großen Mengen giftig sein können. Die Früchte selbst sind jedoch nicht schädlich.

Fazit

Prunus cerasifera, die Blutpflaume, ist eine wunderbare Zierpflanze für jeden Garten. Ihre auffällige Färbung, die Frühjahrsblüte und die pflegeleichte Haltung machen sie zu einem vielseitigen Gehölz, das sich gut für Solitärpflanzungen, Hecken und Teichränder eignet. Wer auf der Suche nach einem widerstandsfähigen und dekorativen Baum ist, der auch essbare Früchte liefert, wird von der Blutpflaume nicht enttäuscht sein.

Verwandte Arten

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  • Prunus cistena

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  • Prunus domestica

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  • Prunus dulcis

    Prunus dulcis (Mandelbaum)

    Die Mandel (Prunus dulcis) ist nicht nur ein köstlicher Snack, sondern auch eine attraktive und nützliche Ergänzung für jeden Garten.

  • Prunus fruticosa

    Prunus fruticosa (Zwerg-Kirsche)

    Die Prunus fruticosa, besser bekannt als die Zwerg-Kirsche, ist eine bezaubernde Pflanze, die aus der Familie der Rosaceae stammt. Diese kleinwüchsige Kirsche ist in vielen Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas heimisch und hat sich als beliebte Wahl für Gärten und Landschaftsgestaltung etabliert. Sie gehört zur Gattung Prunus, die eine Vielzahl von Obstbäumen und Zierpflanzen umfasst, darunter auch Pflaumen, Mandeln, Pfirsiche und natürlich Kirschen.

  • Prunus laurocerasus

    Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer)

    Prunus laurocerasus gehört zur Gattung Prunus innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ursprünglich stammt diese Pflanze aus dem östlichen Europa und dem Nahen Osten. Heutzutage ist der Kirschlorbeer in vielen gemäßigten Regionen weltweit anzutreffen.

  • Prunus lusitanica

    Prunus lusitanica (Portugiesischer Kirschlorbeer)

    Der Portugiesische Kirschlorbeer, auch bekannt unter dem botanischen Namen Prunus lusitanica, ist eine immergrüne Pflanze, die zu den Rosengewächsen (Rosaceae) gehört. Ursprünglich stammt dieser robuste Strauch oder kleine Baum aus den westlichen Teilen der Iberischen Halbinsel, insbesondere aus Portugal, woher er auch seinen Namen hat. Er gedeiht in der Natur in feuchten, kühlen Wäldern und ist heute in vielen europäischen Gärten eine beliebte Wahl. Dank seiner Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit ist der Portugiesische Kirschlorbeer in Deutschland und anderen mitteleuropäischen Ländern weit verbreitet.

  • Prunus maackii

    Prunus maackii (Amur-Kirsche)

    Die Prunus maackii, besser bekannt als Amur-Kirsche, stammt ursprünglich aus den kühlen Regionen Ostasiens, insbesondere aus dem Amur-Gebiet im Fernen Osten Russlands, Nordchina und Korea. Benannt nach dem russischen Naturforscher Richard Maack, wurde diese beeindruckende Baumart erstmals im 19. Jahrhundert botanisch beschrieben und hat sich seitdem zu einer beliebten Wahl für Gärten in gemäßigten Klimazonen entwickelt.

  • Prunus mahaleb

    Prunus mahaleb (Steinweichsel)

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  • Prunus padus

    Prunus padus (Gemeine Traubenkirsche)

    Die Gemeine Traubenkirsche (Prunus padus) ist ein Laubgehölz aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und gehört zur Gattung Prunus, die viele bekannte Bäume und Sträucher wie Kirschen, Pflaumen und Mandeln umfasst. Ursprünglich in Europa und Teilen Asiens heimisch, erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet von Skandinavien über Mitteleuropa bis in den Kaukasus und nach Sibirien. Sie wächst bevorzugt in feuchten Wäldern, Auen und an Bachläufen.

  • Prunus persica

    Prunus persica (Pfirsich)

    Der Pfirsichbaum, wissenschaftlich bekannt als Prunus persica, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ursprünglich stammt der Pfirsich aus China, wo er seit über 4000 Jahren kultiviert wird. Von dort aus verbreitete sich der Pfirsich nach Persien (dem heutigen Iran), was ihm seinen wissenschaftlichen Namen "persica" einbrachte, und schließlich in den Mittelmeerraum und nach Europa. Inzwischen ist der Pfirsich weltweit in gemäßigten Klimazonen zu finden und wird wegen seiner köstlichen Früchte geschätzt.

  • Prunus persica var. nucipersica

    Prunus persica var. nucipersica (Nektarine)

    Prunus persica var. nucipersica, besser bekannt als Nektarine, ist eine interessante Frucht mit einer langen Geschichte. Ursprünglich stammt die Pflanze aus China, wo sie seit über 2000 Jahren kultiviert wird. Von dort aus verbreitete sich die Nektarine über die Seidenstraße nach Persien (dem heutigen Iran) und später nach Europa. In Deutschland sind Nektarinen seit dem 17. Jahrhundert bekannt und geschätzt.

  • Prunus salicina

    Prunus salicina (Chinesische Pflaume)

    Die Chinesische Pflaume (Prunus salicina) ist eine vielseitige, dekorative und zugleich fruchttragende Gehölzart aus der Familie der Rosengewächse. Sie ist eine hervorragende Wahl für Hobbygärtner, die sowohl Zierwert als auch Ertrag in ihrem Garten schätzen.

  • Prunus sargentii

    Prunus sargentii (Berg-Kirsche)

    Die Prunus sargentii, auch bekannt als Berg-Kirsche oder Sargent-Kirsche, stammt ursprünglich aus den Bergregionen Japans und der koreanischen Halbinsel. Diese prächtige Laubbaumart gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Prunus, welche zahlreiche beliebte Obstbäume wie Kirschen, Pflaumen und Aprikosen umfasst.

  • Prunus serotina

    Prunus serotina (Spätblühende Traubenkirsche)

    Prunus serotina, auch bekannt als Spätblühende Traubenkirsche, ist ein mittelgroßer Laubbaum oder Großstrauch, der ursprünglich aus Nordamerika stammt und heute in vielen Regionen Europas, darunter auch Deutschland, heimisch geworden ist. Aufgrund ihres schnellen Wachstums, der attraktiven Blüte und der dunklen, kirschartigen Früchte wird sie gelegentlich auch in Gärten oder Parkanlagen kultiviert – wenngleich ihre invasive Tendenz zu einer gewissen Zurückhaltung bei der Pflanzung geführt hat. Dennoch bleibt sie aus gärtnerischer Sicht eine interessante und diskussionswürdige Art.

  • Prunus serrulata

    Prunus serrulata (Japanische Blütenkirsche)

    Die Prunus serrulata, bekannt als Japanische Blütenkirsche, ist ein beeindruckender Zierbaum, der seine Wurzeln in Ostasien, speziell in Japan, China und Korea hat. Diese Blütenkirsche ist ein Symbol der Schönheit und des Frühlings und wird in Japan oft mit kulturellen Festen und Traditionen in Verbindung gebracht. Die berühmten Kirschblütenfeste, auch Hanami genannt, feiern die kurzlebige, aber atemberaubende Blütezeit dieser Bäume.

  • Prunus spinosa

    Prunus spinosa (Schlehdorn)

    Der Prunus spinosa, auch bekannt als Schlehdorn oder Schwarzdorn, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ursprünglich stammt diese robuste Pflanze aus Europa und Westasien und hat sich in vielen Teilen der Welt eingebürgert. Sie ist besonders in Heckenlandschaften, Waldrändern und auf Kalksteinböden anzutreffen. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit gedeiht sie in verschiedenen Klimazonen, von milden Küstenregionen bis hin zu den raueren Bedingungen in Gebirgsregionen.

  • Prunus tomentosa

    Prunus tomentosa (Japanische Mandel-Kirsche)

    Die Prunus tomentosa, besser bekannt als Japanische Mandel-Kirsche, ist ein attraktives, vielseitig einsetzbares Ziergehölz, das sich sowohl durch seine dekorative Blütenpracht im Frühjahr als auch durch seine kleinen, süßen Früchte im Sommer auszeichnet. Sie eignet sich hervorragend für naturnahe Gärten, als Blütenstrauch im Vorgarten oder sogar in der Nähe eines Gartenteichs.

  • Prunus triloba

    Prunus triloba (Mandelbäumchen)

    Prunus triloba, auch bekannt als Mandelbäumchen, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Prunus, die auch Kirschen, Pflaumen und Mandeln umfasst. Ursprünglich stammt die Pflanze aus den gemäßigten Regionen Asiens, insbesondere China, wo sie schon lange für ihre üppige Blütenpracht kultiviert wird. In Europa und Nordamerika ist sie mittlerweile ein beliebtes Ziergehölz in Gärten und Parks.

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