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Doktorfische im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele für Acanthuridae-Arten

Doktorfische im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele für Acanthuridae-Arten)

Wissenswertes zu Acanthuridae

Herkunft

Doktorfische sind eine Familie von Meeresfischen, die wissenschaftlich Acanthuridae genannt werden. Sie sind auch als Skalpel- oder Segelflosser bekannt. Diese Familie umfasst mehr als 80 verschiedene Arten von Fischen, die in den tropischen und subtropischen Meeren weltweit vorkommen.

Doktorfische haben eine charakteristische Körperform mit einem schlanken, seitlich abgeflachten Körper und einem kleinen Maul, das an der Spitze des Kopfes sitzt. Sie zeichnen sich durch ihre auffälligen Farben und Muster aus, die je nach Art variieren können. Viele Doktorfischarten haben lebhafte Blau-, Gelb- oder Orangetöne und sind oft mit Streifen, Punkten oder anderen Mustern versehen.

Foto mit Zebrasoma flavescens - Zitronenflossen-Doktorfisch Hawaii Doktor Foto mit Paracanthurus hepatus - Paletten Doktorfisch Foto mit Paletten Doktorfisch = Paracanthurus hepatus Foto mit Naso lituratus - Kuhkopf- Doktorfisch Foto mit Zebrasoma flavescens - Zitronenflossen-Doktorfisch & Labroides Foto mit Zebrasoma xanthurus / Rotmeer Doktorfisch Foto mit Zebrasoma velifer - Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch Foto mit Paletten Doktorfisch = Paracanthurus hepatus Foto mit Zebrasoma xanthurus - Rotmeer Doktorfisch

Ein bekannter Vertreter der Doktorfische ist der Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus), der auch als "Dori" aus dem Film "Findet Nemo" bekannt ist. Dieser Fisch hat eine leuchtend blaue Farbe mit schwarzen Streifen und einen markanten gelben Schwanz. Doktorfische haben oft einen charakteristischen Skalpellstachel am Schwanzende, der ihnen den Namen "Skalpelflosser" einbrachte. Dieser Stachel wird bei Bedrohung oder zur Verteidigung eingesetzt.

Doktorfische sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Algen, die sie von Korallenriffen oder anderen Oberflächen abweiden. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Riffe, da sie dazu beitragen, das Algenwachstum in Schach zu halten und eine gesunde Umgebung für Korallen und andere Meereslebewesen aufrechtzuerhalten.

Aussehen

Doktorfische haben eine charakteristische Körperform und sind bekannt für ihre auffälligen Farben und Muster. Hier sind einige Merkmale, die typisch für Doktorfische sind:

  1. Körperform: Doktorfische haben einen seitlich abgeflachten, ovalen Körperbau. Ihr Körper ist langgestreckt und schlank.
  2. Flossen: Sie besitzen eine Rückenflosse, eine Afterflosse und meist zwei Bauchflossen. Die Rückenflosse ist normalerweise langgestreckt und erstreckt sich entlang des Rückens des Fisches. Die Afterflosse befindet sich nahe dem Schwanzende.
  3. Kopf: Der Kopf der Doktorfische ist proportional zum Körper klein. Das Maul befindet sich an der Spitze des Kopfes und ist oft klein und schmal.
  4. Farben und Muster: Doktorfische zeichnen sich durch ihre lebhaften Farben und Muster aus. Die Farben variieren je nach Art, aber sie können leuchtende Blau-, Gelb-, Orange-, Schwarz- oder Weißtöne aufweisen. Viele Acanthuridae-Arten haben Streifen, Punkte oder andere Muster auf ihrem Körper.
  5. Skalpellstachel: Ein charakteristisches Merkmal vieler Doktorfische ist ein scharfer Skalpellstachel, der am Schwanzende sitzt. Dieser Stachel wird oft zur Verteidigung eingesetzt und kann bei Bedrohung aufgestellt werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Doktorfischen gibt, und das Aussehen kann je nach Art variieren. Ein bekannter Doktorfisch ist beispielsweise der Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus), der eine leuchtend blaue Farbe mit schwarzen Streifen und einem gelben Schwanz hat. Jede Art hat ihre eigenen einzigartigen Merkmale und Farbvariationen.

Haltung

Bei der Haltung von Doktorfischen sollten einige wichtige Aspekte beachtet werden, um ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu gewährleisten. Hier sind einige Punkte, auf die geachtet werden sollte:

  1. Aquariumgröße: Doktorfische sind aktive Schwimmer und benötigen daher ausreichend Platz. Ein geräumiges Aquarium mit einer angemessenen Länge und Breite ist wichtig, um ihnen genügend Schwimmraum zu bieten. Die genaue Größe hängt von der spezifischen Art ab, aber generell sollte das Aquarium für einen Doktorfisch mindestens 800 bis 1000 Liter fassen können.
  2. Wasserqualität: Doktorfische sind empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität. Es ist wichtig, dass das Aquarium eine stabile Wasserchemie aufweist und regelmäßige Wasserwechsel durchgeführt werden. Die Parameter wie Temperatur, Salzgehalt, pH-Wert und Ammoniak- und Nitratwerte sollten regelmäßig überwacht werden.
  3. Riffstruktur und Versteckmöglichkeiten: Doktorfische mögen eine Umgebung mit vielen Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Felsspalten und Korallenstrukturen. Das Hinzufügen von Riffgestein oder Korallen in das Aquarium bietet ihnen sowohl Versteckmöglichkeiten als auch natürliche Futterquellen.
  4. Futter: Doktorfische sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Algen. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, um sicherzustellen, dass sie alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Neben Algen können sie auch mit speziellen Flocken, Pellets oder gefrorenem Futter für pflanzenfressende Fische ergänzt werden.
  5. Vergesellschaftung: Bei der Auswahl von Tankgenossen ist Vorsicht geboten. Doktorfische können territorial sein und aggressive Verhaltensweisen gegenüber anderen Fischen zeigen, insbesondere gegenüber ähnlichen Arten. Es ist wichtig, kompatible Fischarten auszuwählen, die in Bezug auf Größe, Verhalten und Ernährung gut zusammenpassen.
  6. Beobachtung und Krankheitsprävention: Regelmäßige Beobachtung der Fische ist wichtig, um mögliche Anzeichen von Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Doktorfische sind anfällig für bestimmte Krankheiten wie Ichthyophthiriose (Weißpünktchenkrankheit) oder Marine Cryptocaryonose. Eine gute Wasserqualität, angemessene Ernährung und Stressvermeidung helfen dabei, das Risiko von Krankheiten zu minimieren.

Es ist ratsam, sich vor der Anschaffung von Doktorfischen gründlich über die spezifischen Anforderungen der gewählten Art zu informieren und die Bedingungen im Aquarium entsprechend anzupassen.

Arten

Im Aquarium werden verschiedene Arten aus der Familie der Acanthuridae gehalten. Hier sind einige der beliebtesten Arten:

  1. Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus): Dieser Fisch, auch als "Dori" bekannt, ist aufgrund seines Auftritts im Film "Findet Nemo" sehr beliebt. Er hat eine leuchtend blaue Farbe mit schwarzen Streifen und einem gelben Schwanz.
  2. Gelber Doktorfisch (Zebrasoma flavescens): Dieser Doktorfisch hat eine leuchtend gelbe Farbe und einen schwarzen Schwanzstiel. Er ist für sein friedliches Temperament und seine Fähigkeit, Algen zu fressen, beliebt.
  3. Kuhkopf-Doktorfisch (Naso lituratus): Dieser Doktorfisch hat leuchtend gelbe Farben im Kopfbereich und an den Flossensäumen. Die Art gilt als anspruchsvoll zu halten.
  4. Gelbmasken-Doktorfisch (Acanthurus leucosternon): Dieser Doktorfisch hat eine blaugraue Körperfärbung mit einer auffälligen gelben Maske um die Augen. Er ist für seine Robustheit und Anpassungsfähigkeit bekannt.
  5. Achilles-Doktorfisch (Acanthurus achilles): Dieser Doktorfisch ist bekannt für seine leuchtend orange Körperfarbe, ein schwarzes Band am Schwanzstiel und einen markanten schwarzen Fleck auf der Rückenflosse. Er ist jedoch anspruchsvoll in Bezug auf Wasserqualität und Futter und wird daher eher von erfahrenen Aquarianern gehalten.

Diese sind nur einige Beispiele, und es gibt noch viele weitere Arten von Doktorfischen, die in Aquarien gehalten werden können. Es ist wichtig zu beachten, dass Doktorfische aufgrund ihrer Größe und ihres Verhaltens oft viel Platz und spezielle Bedingungen im Aquarium benötigen.

Nachzucht

Einige Arten von Doktorfischen können im Aquarium erfolgreich nachgezüchtet werden. Die Nachzucht von Doktorfischen ist jedoch eine Herausforderung und erfordert spezifisches Fachwissen sowie geeignete Bedingungen.

Einige der Doktorfischarten, die im Aquarium nachgezüchtet wurden, sind der Paletten-Doktorfisch (Paracanthurus hepatus) und der Gelbe Doktorfisch (Zebrasoma flavescens). Die Nachzucht von Doktorfischen erfordert normalerweise ein speziell eingerichtetes Zuchtbecken oder ein separates Riffaquarium, in dem optimale Bedingungen geschaffen werden können.

Um die Fortpflanzung dieser Meerwasserfische anzuregen, müssen bestimmte Faktoren wie die richtige Wasserqualität, Temperatur, Beleuchtung, Nahrung und Versteckmöglichkeiten berücksichtigt werden. Einige Arten legen schwimmende Eier ab, während andere Arten einen komplexeren Brutpflegeprozess haben, bei dem die Männchen die Eier bewachen und pflegen.

Die Nachzucht von Doktorfischen ist immer noch eine relativ seltene Praxis, aber sie gewinnt an Bedeutung. Die Nachzucht von Arten im Aquarium trägt zum Schutz wilder Populationen bei und verringert den Druck auf die natürlichen Bestände.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Nachzucht von Doktorfischen fortgeschrittene Kenntnisse in der Aquaristik erforderlich sind und nicht für Anfänger geeignet ist. Es erfordert Zeit, Geduld und Erfahrung, um erfolgreich Doktorfische im Aquarium nachzuzüchten.

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Letzte Änderung am 17.07.2023
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