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10.11.2010 von Der Schweizer

Artentafel - Metriaclima aurora

Artentafel - Metriaclima aurora

Lebensraum

Metriaclima aurora kommt urspr├╝nglich aus der Umgebung von Likoma Island und von einigen Standorten an der Mosambique???schen Ostk├╝ste, wurde aber durch den ersten Zierfisch-Exporteur (Stuart Grant) bei Thumbi West Island (in der N├Ąhe von Cape Maclear) fremdeingesetzt. Dies, um f├╝r den Export leichter zug├Ąngliche Populationen zu schaffen. M. aurora bevorzugt die seichte ??bergangszone und wagt sich nur selten in tiefere Wasserschichten.

Dem Aurora sehr ├Ąhnliche Arten, welchen arttypisch ebenfalls ein schwarzes Band auf der R├╝ckenflosse fehlt, wurden in verschiedensten Populationen an der Ostk├╝ste des Malawisees nachgewiesen.

Wassertiefe der Aurora-Habitate

Die Habitate des eigentlichen Aurora liegen in ca. 4 - 12 Meter Wassertiefe, w├Ąhrend sich diejenigen der verschiedenen Unterarten in Tiefen zwischen 15 bis 25 Metern befinden (z.Bsp. Metriaclima ???aurora lumbaulo??? bei 17 - 25 Meter).

Ern├Ąhrung

Die Hauptnahrung der verschiedenen Aurora-Arten resp. ???Unterarten besteht aus Algen (Kieselalgen), welche aus dem Aufwuchs heruas gepickt werden, was sie zu limnivoren Cichliden macht.

Verhalten

Weibchen und nicht-territoriale M├Ąnnchen streifen einzeln oder in kleineren Gruppen durch das Biotop; immer auf der Suche nach Nahrung Territoriale M├Ąnnchen graben Tunnels oder auch Nester, welche typischerweise immer an einen Stein respektive an einen Felsbrocken grenzen und verteidigen diese ziemlich bestimmt gegen Artgenossen und andere Arten. In der Regel besitzen die st├Ąrksten M├Ąnnchen diejenigen Reviere mit den gr├Âssten Aufwuchs-G├Ąrten. Arten aus der Aurora-Gruppe haben keine bestimmte Laichzeit ??? balzaktive M├Ąnnchen sind ├╝bers ganze Jahr zu beobachten.

An den Revieren der B├Âcke vorbeischwimmende Weibchen werden sofort angebalzt und versucht, in das entsprechende H├Âhlennest zu geleiten, wo dann das Paarungsritual stattfindet und abgelaicht wird.

Populationen

Die Typus-Art der Aurora-Gruppe, Metriaclima aurora lebt in mehreren Populationen an der Ostk├╝ste des Malawisees, wobei die meisten exportierten Tiere aus einer der ???k├╝nstlich angelegten Populationen??? rund um Cape Maclear stammen. Ebenfalls an verschiedensten Standorten sind die Aurora-├Ąhnlichen Arten oder Unterarten zu finden.

Nat├╝rliche Populationen der Typus-Art Metriaclima Aurora:

>> Likoma Island

>> Mara Point

>> Mbweca

>> N???kolongwe

>> Tumbi Point

K├╝nstlich eingesetzte Populationen f├╝r den Export:

>> Cape Maclear

>> Domwe Island

>> Ilala Cape

>> Otter Point

>> Thumbi West Island

Aurora-├Ąhnliche Populationen:

>> Chiloleo (Metriaclima ???aurora black tail???)

>> Chinuni (Metriaclima ???aurora chinuni???)

>> Cobwe (Metriaclima ???aurora blue???)

>> Lumbaulo (Metriaclima ???aurora lumbaulo???)

>> Lumessi (Metriaclima ???aurora yellow???)

>> Mara Point (Metriaclima ???aurora blue???)

Die verschiedenen ???Arten??? unterscheiden sich haupts├Ąchlich in der Brutf├Ąrbung der M├Ąnnchen, den K├Ârperformen (???Aurora lumbaulo??? ist z.Bsp. hochr├╝ckiger) und den Populations-Wassertiefen. Die in der europ├Ąischen Aquaristik bekannteste Art ist die Typus-Art aus einer der ???Asyl-Populationen??? rund um Cape Maclear.

Haltung im Aquarium

F├╝r die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die Nachbildung einer sedimentreicheren ??bergangszone ??? steile Felsbarrieren mit einigen H├Âhlen dazwischen im Hintergrund (R├╝ckzugsm├Âglichkeiten f├╝r schw├Ąchere Tiere) und ein von einigen verstreut liegenden grossen Steinen charakterisierter Vordergrund. Der Bodengrund sollte mit m├Âglichst feinem dunklen Sand realisiert werden. Ein solches Becken sollte so strukturiert sein, dass viele sichtgesch├╝tzte Zonen bestehen, wo territoriale B├Âcke ihre Brutreviere anlegen k├Ânnen.

Metriaclima aurora sowie die Aurora-├Ąhnlichen Arten k├Ânnen in Becken ab 400 Litern gehalten werden. Als optimal w├Ąre die Haltung kleinerer Gruppen (mindestens 3m/7w) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden.

Vergesellschaftung

S├Ąmtliche Aurora-Arten verf├╝gen ├╝ber ziemliches Temperament, sind aber dennoch als nicht allzu aggressiv anderen Arten gegen├╝ber einzustufen. Eine Vergesellschaftung dieser Arten ist problemlos m├Âglich, sofern die Ern├Ąhrungs-Anspr├╝che und das Temperament beachtet werden. Um die innerartlichen Aggressionen etwas zu d├Ąmpfen, w├Ąre eine Vergesellschaftung mit andern limnivoren Mbunas empfehlenswert.

>> Pseudotropheus-Arten (z.Bsp. Pseudotropheus saulosi)

>> Melanochromis-Arten (z.Bsp. Melanochromis johannii)

>> Maylandia-Arten

Beckenbeleuchtung

Die Beschreibung der Lichtverh├Ąltnisse und entsprechend auch die Beleuchtungsempfehlungen basieren auf der vorgestellten Typus-Art Metriaclima aurora:

Im nat├╝rlichen Habitat von M. aurora werden die Spektralfarben BLAU, GR??N und GELB noch stark reflektiert. F├╝r ORANGE beginnt bei knapp ├╝ber 10 Meter Wassertiefe und f├╝r ROT bereits ab 5 Meter die Absorptionsphase. Optimal w├Ąre also ein Lichtspektrum mit dominanten Gr├╝n- und Blau- und Gelb- und Orange- , sowie stark abgeschw├Ąchten Rot-Anteilen.

F├╝r eine naturnahe Beleuchtung eines Aurora-Beckens w├╝rden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverh├Ąltnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus

>> HAGEN Aqua GLO

>> HAGEN Power GLO

>> JBL ULTRA Solar Nature

>> OSRAM 965 Biolux

Der Schweizer

Userbild von Der SchweizerDer Schweizer ist Moderator*in von EB und stellt 3 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, S├╝damerika, Mittelamerika, Krankheiten, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Artentafel - Metriaclima aurora (Artikel 3703)