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Artentafel - Metriaclima aurora

Artentafel - Metriaclima aurora

Lebensraum

Metriaclima aurora kommt ursprünglich aus der Umgebung von Likoma Island und von einigen Standorten an der Mosambique’schen Ostküste, wurde aber durch den ersten Zierfisch-Exporteur (Stuart Grant) bei Thumbi West Island (in der Nähe von Cape Maclear) fremdeingesetzt. Dies, um für den Export leichter zugängliche Populationen zu schaffen. M. aurora bevorzugt die seichte Übergangszone und wagt sich nur selten in tiefere Wasserschichten.

Dem Aurora sehr ähnliche Arten, welchen arttypisch ebenfalls ein schwarzes Band auf der Rückenflosse fehlt, wurden in verschiedensten Populationen an der Ostküste des Malawisees nachgewiesen.

Wassertiefe der Aurora-Habitate

Die Habitate des eigentlichen Aurora liegen in ca. 4 - 12 Meter Wassertiefe, während sich diejenigen der verschiedenen Unterarten in Tiefen zwischen 15 bis 25 Metern befinden (z.Bsp. Metriaclima „aurora lumbaulo“ bei 17 - 25 Meter).

Ernährung

Die Hauptnahrung der verschiedenen Aurora-Arten resp. –Unterarten besteht aus Algen (Kieselalgen), welche aus dem Aufwuchs heruas gepickt werden, was sie zu limnivoren Cichliden macht.

Verhalten

Weibchen und nicht-territoriale Männchen streifen einzeln oder in kleineren Gruppen durch das Biotop; immer auf der Suche nach Nahrung Territoriale Männchen graben Tunnels oder auch Nester, welche typischerweise immer an einen Stein respektive an einen Felsbrocken grenzen und verteidigen diese ziemlich bestimmt gegen Artgenossen und andere Arten. In der Regel besitzen die stärksten Männchen diejenigen Reviere mit den grössten Aufwuchs-Gärten. Arten aus der Aurora-Gruppe haben keine bestimmte Laichzeit – balzaktive Männchen sind übers ganze Jahr zu beobachten.

An den Revieren der Böcke vorbeischwimmende Weibchen werden sofort angebalzt und versucht, in das entsprechende Höhlennest zu geleiten, wo dann das Paarungsritual stattfindet und abgelaicht wird.

Populationen

Die Typus-Art der Aurora-Gruppe, Metriaclima aurora lebt in mehreren Populationen an der Ostküste des Malawisees, wobei die meisten exportierten Tiere aus einer der „künstlich angelegten Populationen“ rund um Cape Maclear stammen. Ebenfalls an verschiedensten Standorten sind die Aurora-ähnlichen Arten oder Unterarten zu finden.

Natürliche Populationen der Typus-Art Metriaclima Aurora:

>> Likoma Island

>> Mara Point

>> Mbweca

>> N‘kolongwe

>> Tumbi Point

Künstlich eingesetzte Populationen für den Export:

>> Cape Maclear

>> Domwe Island

>> Ilala Cape

>> Otter Point

>> Thumbi West Island

Aurora-ähnliche Populationen:

>> Chiloleo (Metriaclima “aurora black tail”)

>> Chinuni (Metriaclima “aurora chinuni”)

>> Cobwe (Metriaclima „aurora blue“)

>> Lumbaulo (Metriaclima „aurora lumbaulo“)

>> Lumessi (Metriaclima “aurora yellow”)

>> Mara Point (Metriaclima „aurora blue“)

Die verschiedenen „Arten“ unterscheiden sich hauptsächlich in der Brutfärbung der Männchen, den Körperformen („Aurora lumbaulo“ ist z.Bsp. hochrückiger) und den Populations-Wassertiefen. Die in der europäischen Aquaristik bekannteste Art ist die Typus-Art aus einer der “Asyl-Populationen“ rund um Cape Maclear.

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die Nachbildung einer sedimentreicheren Übergangszone – steile Felsbarrieren mit einigen Höhlen dazwischen im Hintergrund (Rückzugsmöglichkeiten für schwächere Tiere) und ein von einigen verstreut liegenden grossen Steinen charakterisierter Vordergrund. Der Bodengrund sollte mit möglichst feinem dunklen Sand realisiert werden. Ein solches Becken sollte so strukturiert sein, dass viele sichtgeschützte Zonen bestehen, wo territoriale Böcke ihre Brutreviere anlegen können.

Metriaclima aurora sowie die Aurora-ähnlichen Arten können in Becken ab 400 Litern gehalten werden. Als optimal wäre die Haltung kleinerer Gruppen (mindestens 3m/7w) zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3w) gepflegt werden.

Vergesellschaftung

Sämtliche Aurora-Arten verfügen über ziemliches Temperament, sind aber dennoch als nicht allzu aggressiv anderen Arten gegenüber einzustufen. Eine Vergesellschaftung dieser Arten ist problemlos möglich, sofern die Ernährungs-Ansprüche und das Temperament beachtet werden. Um die innerartlichen Aggressionen etwas zu dämpfen, wäre eine Vergesellschaftung mit andern limnivoren Mbunas empfehlenswert.

>> Pseudotropheus-Arten (z.Bsp. Pseudotropheus saulosi)

>> Melanochromis-Arten (z.Bsp. Melanochromis johannii)

>> Maylandia-Arten

Beckenbeleuchtung

Die Beschreibung der Lichtverhältnisse und entsprechend auch die Beleuchtungsempfehlungen basieren auf der vorgestellten Typus-Art Metriaclima aurora:

Im natürlichen Habitat von M. aurora werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. Für ORANGE beginnt bei knapp über 10 Meter Wassertiefe und für ROT bereits ab 5 Meter die Absorptionsphase. Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb- und Orange- , sowie stark abgeschwächten Rot-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Aurora-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus

>> HAGEN Aqua GLO

>> HAGEN Power GLO

>> JBL ULTRA Solar Nature

>> OSRAM 965 Biolux

Titel: Artentafel - Metriaclima aurora
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