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Artentafel: Pimelodus Pictus

Artentafel: Pimelodus Pictus
Pimelodus Pictus--Engelantennenwels, Engelswels
Pimelodidae, Siluriformes

Vorkommen:
Südamerika, im System des Amazonas und Orinoco in Kolumbien, Peru, Venezuela

Natürlicher Lebensraum:
schnell fliessende Flüsse und Bäche mit sandigem Untergrund, teils mit Laubmulmschicht bedeckt und kiesigen Abschnitten durchzogen. Sauerstoffreiches schwach saures und weiches Wasser. Ausgewaschene Uferregionen teils mit dichten Pflanzenbeständen.

Merkmale:
Silbrig-weiss mit schwarzen Punkten; die Peruanische Art hat grössere Flecken, am Kopf kleiner--die Kolumbianische Art welche auch grösser wird, hat viele kleine Flecken.
Die Rückenstrahlflosse ist sehr spitz mit leichtem Gift zur Verteidigung, die Brustflossenstacheln sind ebenfalls spitz mit Widerhaken.
Drei Paar Barteln, eines davon etwa so lang wie der Körper selbst.
Mit diesen wird der mulmige Untergrund nachts nach Nahrung abgesucht.
Carnivore Ernährung, vor allem Insekten, aber teils auch pflanzliche Nahrung.
Geschlechtsunterschiede sind nur an der Genitalpappille zu Erkennen, diese ist bei männlichen Tieren oval, bei weiblichen rund.
Über das Brutverhalten gibt es keine eindeutigen Berichte, ein Bericht erzählt vom Ablaichen in dichten Pflanzenbeständen.
Jungtiere schliessen sich zu Klassenverbänden zusammen, adulte Tiere bilden kleinere Gruppen.
Überwiegend nachtaktiv.
Grösse 12-16cm; Alter etwa 10 Jahre

Mittel-Werte:
pH: 6-7
GH: 2.0-15.0
Temp.: 22-28°
(so die grössten Spannungen in der Literatur; eine GH von 3.0-8.0 bei 23-26° ist anzustreben)


Laut BMVL Gutachten und den Heidelberger Beschlüssen zum Tierschutz im Zoofachhandel gilt:
Haltung im Aquarium nur bedingt geeignet!



Ansprüche und Verhalten im Aquarium:
Haltung ab 300l (besser 500l) und 150cm Beckenlänge.
Haltung in einer Gruppe ab 5 Tieren.
Sauerstoffreiches den Werten angepasstes Wasser mit viel Strömung.
Versteckmöglichkeiten in Form von Wurzeln und Steinen, jedem Tier seine "Eigene Höhle".
Und trotzdem viel freier Schwimmraum mit Schwimmpflanzendecke o.ä. abgedunkelt.
Bodengrund Sand oder feiner abgerundeter Kies (die Meinungen über Verletzungen des Bauches bei Kies gehen auseinander--also eher Sand wählen).
Vorwiegend Lebend- und Frostfutter.
Transport nur in starren Plastiknetzen. In herkömmlichen Netzen verheddern die Barteln und spitzen Strahlflossen und führen zu Verletzungen, ebenso kann sich der Mensch an den Flossenstacheln verletzen.

Der Engelantennenwels ist nachtaktiv, kommt aber auch bei dämmrigem Licht aus seinem Versteck um den Bodengrund nach Nahrung abzusuchen. Er ist sehr schwimmfreudig und in der Gruppe kommt es zum "spielen", wobei das gesamte Beckenvolumen ausgenutzt wird. Hier ist eine Abdeckung erforderlich, zumal die Tiere auch bei der Jagd (z.B. auf Guppy-Junge) die Oberfläche durchstossen. Somit ist für eine 5er Gruppe nicht nur die Grundfläche sondern auch die Höhe wichtig. Manchmal kommt es auch zu Gemeinschaftshöhlen. Diese Reviere und Ruheplätze ändern sich auch ohne Becken-Umgestaltungen.
Zu anderen Fischen ist der Engelswels friedlich. Was in sein Maul passt wird allerdings gefessen. So kann es sein dass Neon Tetras, die nachts in Bodennähe ruhen am nächsten Tag fehlen.. Bei unzureichender Fütterung mit Lebendfutter werden in Ausnahmefällen auch mal adulte kleine Salmler o.ä. angegriffen.
Es ist zu beobachten, dass sich die Tiere den "Bauch vollschlagen" um dann Tagelang nicht zu fressen.
Durch sein aktives Schwimmverhalten vor allem nachts sollten Beifische gewählt werden, deren Nachtruhe nicht zu sehr gestört wird.
Saugschmerlen sollten wegen der Gefahr des "Haut-Abraspelns" nicht hinzugestzt werden.
Eine Vermehrung ist im Aquarium bisher noch nicht dokumentiert.
Bezüglich der Wasserwerte ist der Pimelodus Pictus sehr empfindlich. Man könnte sagen er ist ein "Zeigerfisch" für schlechte Werte. Bei schlechten Haltungsbedingungen stirbt er meist, bevor eine Gegenmassnahme ergriffen und wirken kann. Somit ist er auch sehr anfällig gegenüber Krankheiten. Hier vor allem Ichthyo.
Bei Revierstreitigkeiten ist manchmal ein stossender Grunzlaut zu hören...

Persönliche Beobachtungen :
Juli 2011
Tiere die sich vorwiegend in völlig dunklen "Höhlen" aufhalten verändern Ihre schwarzen Punkte hinzu "blasseren".
Insgesamt ändern sich die Zeichnungen vor allem im Brustflossenbereich während des Wachstums..
Ein "frisches" Angebot an Rückzugsmöglichkeiten in Form von "sanften Umgestaltungen" fördert die friedliche Aufteilung des Becken-Volumens-
Dem Interessierten sei die unbedingte "Nacht-Beobachtung" empfohlen!!
Oktober 2011
Beim erstmaligen Umsetzen in ein anderes Becken war von allen dreien beim Fang mit dem Plastiknetz ein lauter "Schnalz-Laut" zu hören
April 2012
Beispiel Lebendfütterung: Diese Raubwelse fressen schnell, was ins Maul passt und ziehen sich bis zur nächsten Attacke zurück(also nach dem "Schlucken"). D.h. der grössere und schnellere bekommt mehr ab.. Dies ist erst mit der Zeit am Wachstum wirklich erkennbar. Ein artgerechtes "Absuchen" des Untergrundes ist im AQ nur bedingt gegeben. Mückenlarven um den Jagdtrieb im "offenen" Schwimmraum anzuregen müssen nachts bei Dunkelheit/schwachem Mondlicht gegeben werden (hier stört selbst das öffnen einer Abdeckung und die scheueren/kleineren gehen leer aus). Am Besten eignen sich Mehl/Regen Würmer (nach 10minuten Pumpe aus) absinkend direkt vor die Höhlen der Einzelnen und natürlich junge Guppys o.ä. damit sie fressen wie sie wollen und nicht weil ich gerade füttere...

" Das Wohlbefinden der Fische liegt nicht unbedingt im Auge des Betrachters "

to be continued

Heiko
Artentafel: Pimelodus Pictus
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