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Lebendgebärend oder eierlegend: So funktioniert die Fortpflanzung bei Zierfischen

Lebendgebärend oder eierlegend: So funktioniert die Fortpflanzung bei Zierfischen
Lebendgebärend oder eierlegend: So funktioniert die Fortpflanzung bei Zierfischen - Foto 1

Bei Zierfischen versteht man unter "lebendgebärend" eine Fortpflanzungsart, bei der die Fische ihre Jungen lebend zur Welt bringen, im Gegensatz zur Eiablage. Anders ausgedrückt, die Jungfische entwickeln sich innerhalb des Mutterfisches und werden nicht als Eier gelegt.

Bei lebendgebärenden Zierfischen werden die befruchteten Eier im Körper des Weibchens durch eine Art Plazenta oder eine ähnliche Struktur versorgt und entwickeln sich dort zu Jungfischen. Sobald die Jungfische ausreichend entwickelt sind, werden sie vom Mutterfisch entbunden. Diese Jungfische sind bereits eigenständige Lebewesen und können sofort nach der Geburt schwimmen und sich selbständig ernähren.

Bekannte Beispiele für lebendgebärende Zierfische sind Guppys, Schwertträger, Mollys und Platys. Diese Fische sind bei Aquarienliebhabern beliebt, weil sie eine interessante Fortpflanzungsweise haben und vergleichsweise leicht zu züchten sind. Es ist jedoch wichtig, dass man die Jungfische aus dem Aquarium nimmt, da die adulten Fische sie sonst fressen könnten, und die Anzahl der Jungfische im Aquarium unkontrolliert zunehmen könnte.

"Eierlegend" ist dagegen eine Fortpflanzungsart, bei der die Fische ihre Jungen durch das Ablaichen von Eiern reproduzieren. Anders ausgedrückt, die Weibchen produzieren und legen befruchtete Eier ab, aus denen die Jungfische schlüpfen.

Im Gegensatz zu lebendgebärenden Zierfischen, bei denen die Jungfische bereits entwickelt und lebensfähig zur Welt kommen, müssen bei eierlegenden Zierfischen die befruchteten Eier nach der Ablage geschützt und inkubiert werden, bis die Jungfische schlüpfen und eigenständig schwimmen und sich ernähren können.

Die eierlegende Fortpflanzung ist bei vielen Zierfischarten weit verbreitet, darunter beliebte Arten wie die meisten Arten von Salmlern, Barben, Cichliden und vielen anderen. Aquarianer und Züchter können diese Fische durch bestimmte Bedingungen und geeignete Zuchtmethoden unterstützen, um eine erfolgreiche Fortpflanzung und die Aufzucht der Jungfische zu gewährleisten. Dazu gehören zum Beispiel das Bereitstellen von geeigneten Ablaichsubstraten, die Trennung der Elterntiere von den Eiern und Jungfischen, die Kontrolle der Wasserparameter und die Bereitstellung geeigneter Nahrung für die Jungfische nach dem Schlüpfen. Auch die bekannten Maulbrüter gehören zu den eierlegenden Fischen.

Wie funktioniert die Fortpflanzung von lebendgebärenden Zierfischen?

Die Fortpflanzung von lebendgebärenden Zierfischen unterscheidet sich grundlegend von der Fortpflanzung bei eierlegenden Fischarten. Bei lebendgebärenden Zierfischen entwickeln sich die Jungfische innerhalb des Körpers des Weibchens, bis sie vollständig entwickelt sind und lebend zur Welt gebracht werden. Hier ist der typische Fortpflanzungsablauf:

  1. Balz und Paarung: Wie bei den meisten Fischarten beginnt die Fortpflanzung mit der Balzphase. Männliche Zierfische versuchen, das Weibchen zu beeindrucken, um ihre Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Die Männchen können Farbveränderungen, Verhaltensänderungen und bestimmte Schwimm- oder Tanzmuster zeigen, um das Weibchen anzulocken.
  2. Befruchtung: Nach der Paarung setzt das Männchen Spermien frei, die das Weibchen aufnimmt, um ihre Eier zu befruchten. Anders als bei eierlegenden Fischarten, wo die Befruchtung außerhalb des Körpers stattfindet, erfolgt die Befruchtung bei lebendgebärenden Fischen innerhalb des Weibchens.
  3. Entwicklung der Jungfische: Die befruchteten Eier bleiben im Körper des Weibchens und entwickeln sich dort zu vollständigen Jungfischen. Während dieser Entwicklungsphase werden die Jungfische durch eine Plazenta oder ähnliche Strukturen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.
  4. Geburt der Jungfische: Sobald die Jungfische ausreichend entwickelt sind, werden sie vom Mutterfisch zur Welt gebracht. Dies geschieht oft in einem sicheren Versteck oder in dichtem Pflanzenbewuchs, um die Jungfische vor Räubern zu schützen.
  5. Aufzucht der Jungfische: Die frisch geborenen Jungfische sind bereits eigenständig und können sofort schwimmen und sich selbständig ernähren. Es ist jedoch wichtig, die Jungfische aus dem Aquarium zu nehmen, da die adulten Fische sie sonst fressen könnten, und die Anzahl der Jungfische im Aquarium unkontrolliert zunehmen würde.

Beliebte Beispiele für lebendgebärende Zierfische sind Guppys, Schwertträger, Mollys und Platys. Die Fortpflanzung von lebendgebärenden Zierfischen ist für Aquarienliebhaber oft faszinierend, da sie den gesamten Prozess von der Paarung über die Entwicklung der Jungfische im Mutterleib bis hin zur Geburt miterleben können.

Wie funktioniert der Fortpflanzung von Zierfischen, die eierlegend sind?

Die Fortpflanzung von eierlegenden Zierfischen ist im Vergleich zur lebendgebärenden Fortpflanzung etwas anders. Bei eierlegenden Zierfischen legt das Weibchen Eier, die dann vom Männchen befruchtet werden. Die Eier werden entweder im Aquarium oder in einem speziellen Laichsubstrat abgelegt. Der genaue Fortpflanzungsprozess kann je nach Art variieren, aber im Allgemeinen folgt er einem ähnlichen Ablauf:

  1. Balz und Laichbereitschaft: Um sich fortzupflanzen, müssen die Zierfische geschlechtsreif sein. Männchen und Weibchen zeigen oft unterschiedliche Färbungen oder Verhaltensweisen während der Balzphase, um ihre Paarungsbereitschaft zu signalisieren.
  2. Paarung: Nachdem das Weibchen signalisiert hat, dass es zur Fortpflanzung bereit ist, kommt es zur Paarung. Die Männchen haben oft spezielle Fortpflanzungsorgane, wie zum Beispiel Gonopodien bei einigen Lebendgebärenden, die sie zur Übertragung der Spermien verwenden.
  3. Eiablage: Nach der Befruchtung legt das Weibchen die befruchteten Eier entweder locker im Aquarium ab oder haftet sie an eine geeignete Oberfläche, zum Beispiel Pflanzen oder Laichmatten.
  4. Inkubation: Die befruchteten Eier werden nun von den Elterntieren oder vom Züchter gesammelt und in einem separaten Zuchtbehälter oder speziellen Laichsubstrat gehalten, um sie vor dem Fressen durch die Eltern und anderen Fischen zu schützen. Die Zeit, die benötigt wird, bis die Eier schlüpfen, hängt von der Fischart und den Umgebungsbedingungen ab.
  5. Schlüpfen der Jungfische: Nach der Inkubationszeit schlüpfen die Jungfische aus den Eiern und sind zunächst Larven. Sie ernähren sich von ihrem Dottersack, einer Nährstoffquelle, die sie aus dem Ei mitbekommen haben.
  6. Aufzucht der Jungfische: Die frisch geschlüpften Jungfische sind zunächst sehr empfindlich und müssen vor Raubfischen geschützt werden. Je nach Fischart kann es unterschiedliche Ansätze für die Aufzucht der Jungfische geben. Einige Züchter nutzen spezielle Zuchtbecken mit geeigneten Futtermitteln und optimalen Wasserbedingungen, um das Überleben und Wachstum der Jungfische zu fördern.

Der Fortpflanzungsprozess von eierlegenden Zierfischen kann eine faszinierende und lohnende Erfahrung für Züchter und Aquarienliebhaber sein, da man den gesamten Zyklus von der Eiablage bis zum Schlüpfen und Aufwachsen der Jungfische miterleben kann.

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Lebendgebärend oder eierlegend: So funktioniert die Fortpflanzung bei Zierfischen (Artikel 5789)
Veröffentlicht am von Tom

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