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Synodontis nigriventris - ein sympatischer Rückenschwimmer

Synodontis nigriventris - ein sympatischer Rückenschwimmer

Hallo ,

da ich gerade wieder mal am schreiben bin dachte ich mir ich bring euch mal den Synodontis nigriventris ein bisschen näher .

Der Rückenschwimmende Kongowels – so der Deutsche Name – für Synodontis nigriventris gehört zur Familie der Fiederbartwelse (Mochokidae) , er kommt in kleinen und größeren Flüssen sowie Sümpfen des Kongo-Regenwaldgebietes vor und lebt dort vorzugsweise an pflanzenreichen Ufern wo er Deckung und Nahrung findet.

Der Rückenschwimmende Kongowels entspricht in seinem Aussehen den anderen Arten der Gattung Synodontis. Die Männchen werden bis zu 10 cm lang ( allgemein wird die Größe mit 8 -10 cm angegeben ) ,die Weibchen sind fülliger. Der Fisch ist seitlich abgeflacht und hochrückig, wie alle anderen Welse hat er keine Schuppen. Am Maul trägt er drei Paar Barteln die als Tast,- Riechorgane dienen und auch kleinste Vibrationen im Wasser wahrnehmen können , die beiden Bartelpaare des Unterkiefers sind gefiedert. Letztere sind für die gesamte Gattung Synodontis typisch und haben ihr den Namen Fiederbartwelse eingebracht. Arttypisch ist der geringe Abstand der Augen und deren Größe , da Synodontis alle Dämmerrungs,-bzw. Nachtaktiv sind können sie mit ihnen auch das letzte verbleibende Licht nutzen und sehen trotzdem noch sehr gut , sollte es mal völlig dunkel sein helfen ihnen die Barteln Nahrung zu finden und sich im Gewirr der Pflanzen zurecht zu finden , auch der dunkle bis schwarze Bauch ist Arttypisch, der dieser Art auch den wissenschaftlichen Namen nigriventris (= „schwarzbäuchig“) einbrachte. Die restliche Körperfärbung ist hellgrau bis cremefarben mit deutlichen, dunkelbraunen bis schwarzen Flecken, die auch in Bändern zusammenstehen können.

Die Flossen der Fische sind in der Grundfärbung farblos und mit schwarzen Tupfen bedeckt. Die Rückenflosse (Dorsale) und die Brustflosse (Pectorale) besitzen jeweils einen kräftigen und als Dorn ausgebildeten Hartstrahl , dieser Dorn wird aufgestellt falls der Fisch mal als Beute eines Jägers endet , dieser wird dann seine liebe Mühe haben ihn zu verspeisen und lässt ihn meisten wieder los . Einige Synodontisarten können sogar Töne von sich geben , meistens wenn man sie aus dem Wasser hebt . Der Dorn der Rückenflosse ist bei dieser Art, anders als bei anderen Arten der Gattung, an der Vorderseite glatt und ungezähnt, es folgen sieben Weichstrahlen, die Afterflosse (Anale) besteht aus vier ungeteilten und vier bis sieben geteilten Weichstrahlen. Auch die große, lange Fettflosse ist auffallend.

Der Rückenschwimmende Kongowels ist im gesamten Flusssystem des Kongobeckens verbreitet. Die tropischen Gewässer sind strukturreich und beschattet und haben eine Temperatur um 25 °C bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0.

Seinen Trivialnamen verdankt diese Art der Angewohnheit, meistens mit dem Bauch nach oben zu schwimmen. Die Pigmentierung ist diesem Verhalten angepasst und die Bauchseite ist dunkler als der Rücken , und dient der Tarnung. Dadurch können sie von potentiellen Fressfeinden wie Vögeln, größeren Fischen und Säugetieren gegen den Gewässerboden, bzw. gegen die Wasseroberfläche, schwieriger entdeckt werden. Neben der Art S. nigriventris, die das Rückenschwimmen exzessiv ausübt, sind in der Gattung Synodontis auch noch einige andere Arten bekannt, die zeitweise in Rückenlage schwimmen, wie z. B. Synodontis eupterus.

Die Nahrung besteht aus Kleinkrebsen und auch pflanzlichem Material. Die Kongowelse nehmen jedoch auch die vom Uferbewuchs ins Wasser fallenden Insekten gerne als Nahrung auf. Die Nahrungsaufnahme erfolgt im Regelfall ebenfalls rückenschwimmend. Die Fische schwimmen dann entweder direkt unterhalb der Wasseroberfläche oder weiden den Algenbewuchs der Blattunterseiten von Wasserpflanzen ab, eine Nahrungsaufnahme vom Boden ist selten, aber ebenfalls möglich.

Die Eiablage erfolgt an besonders geschützten, dunklen Stellen des Gewässers, wo die bis zu 450 Eier an Substrat aufgeklebt werden. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Jungfische, den Dottersack verlieren die Jungfische nach etwa vier Tagen. Die ersten Wochen schwimmen sie noch in der für die meisten Welse üblichen Lage und erst nach etwa sieben Wochen gehen sie in die arttypische Rückenlage über.

Der Rückenschwimmende Kongowels ist ein häufig in Aquarien gehaltener Fisch, der vor allem aufgrund seiner für Welse ungewöhnlichen Schwimmweise für Aquarianer interessant ist. Im Regelfall wird er als anspruchslose und einfach zu haltende Art beschrieben, der auch in Aquarien gezüchtet werden kann. Dabei wird allerdings beschrieben, dass Nachzuchten selten sind und meistens eher zufällig erfolgen. Andere Quellen kennzeichnen den Rückenschwimmenden Kongowels als anfällig gegenüber schlechten Wasserwerten und für die Weißpüncktchenkrankheit (Ichthyophthirius multifiliis)

Zur Vergesellschaftung eignen sich afrikanische Salmler, Buntbarsche der Gattung Nano- chromis oder andere friedliche Arten. Beim Einfangen dieser Tiere muss beachtet werden, dass sie an der Rückenflosse und an den Brustflossen die schon erwähnten aufstellbaren spitzen Stacheln (als Dorne ausgebildete Hartstrahlen) besitzen, die ein Einfangen mit dem Netz nicht gerade erleichtern.

Bei der Nahrungsaufnahme wird Lebendfutter bevorzugt , aber oft auch auf dem Wasser treibendes Frost- und Flockenfutter genommen wenn auch nur zögerlich.

Bild von Zaire http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode.

LG

Detlef

P.S. Ein Beitrag von African-guru.de einzig für unsere Partnerseite einrichtungsbeispiele.de

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