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Blogartikel 'Neues Projekt: Sandcichliden-Becken'

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Neues Projekt: Sandcichliden-Becken

 

Hallo EB

Endlich ist es soweit! Ich konnte mein neues Becken-Projekt starten. Nach langen Meinungsverschiedenheiten mit meiner Familie musste ich zwar das seit einem Jahr bereit stehende Glas für das Riesenbecken (3, 8 Meter Kantenlänge verkaufen, konnte nun aber ein neues 840-Liter-AQ bestellen:

Nachdem das neue Becken als Spezialanfertigung in Auftrag gegeben wurde, durfte ich mich nun während den nächsten 2 Wochen in Geduld üben. Aber die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.

Kurz zum neuen Becken:

~~ Masse: 200 x 70 x 60 = 840 Liter

~~ Blenden und Möbel in Ahorn-Dekor

~~ auf der linken Seite mit Schwarzglas eingebauter 3-Kammer-Biofilter-System

~~ Masse Biofilter-System: 15x70x60 = 63 Liter

~~ Das Wasser wird über ein Ansauggitter im hinteren Bereich in den Filter geleitet und

über ein PVC-Rohr durch die Trennscheibe 5cm hinter der Frontscheibe ins Becken

zurück befördert

~~ In der Vorbereitungsphase stand vor allem das Studium und die Materialbeschaffung für

den Eigenbau der Rückwand im Vodergrund. Ich habe mich für eine Basis aus Styropor

entschieden, welches mit Portland-Zement (CEM II) überzogen wurde.

Im Rückwand-Look wurden zwei/drei grosse Felsen erarbeitet, welche dann auf dem

Beckenboden und als Überhang verklebt werden.

Als Inspiration für die Gestaltung der Rück- und Seitenwände, den Überhängen und den frei liegenden Felsen, wurden Naturaufnahmen aus dem See verwendet.

Im oberen Bereich der Rückwand wurden zwei Aussparungen vorbereitet, welche jeweils eine Tunze Nanostream Strömungspumpe 6055 (über Multicontroller regelbar) aufnehmen können. Da die Biofilterpumpe auf lediglich 1500 Liter/h gedrosselt werden wird (das Wasser sollte immer möglichst langsam durch ein Biofiltersystem hindurch rieseln), werden die vier versteckten Strömungspumpen für die gewünschte Strömung, und dank des Tunze Multicontroller 7096 auch für tolle Wellen, sowie Ebbe und Flut Simulationen (ist auch im Binnenmeer Malawisee ein Thema) sorgen.

Ich werde die einzelnen Schritte im Projekt selbstverständlich in meinem Profil festhalten und Euch an der Gestalung des neuen Aquariums teilhaben lassen!

*

29.04.2010

Das neue Becken ist endlich da!

4-Kammer-Biofilter-System mit Schwarzglas eingebaut und verklebt.

Am Wochenende beginnen wir mit der Gestaltung des Styropor-Reliefs

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30.04.2010

Bezüglich der Farbgebung und der darauffolgenden Versiegelung habe ich mich neu orientiert. Nach Rückfragen bei zwei zoologischen Gärten habe ich mich mit Swiss-Composite Group unterhalten und mich nun folgendermassen entschieden:

- Farbgebung: Acryl-Harz-Lack (härtester Einkomponenten-Harz)

- Finish / Versiegelung: R&G Epoxydharz Typ L (+ Härter L)

Epoxyd-Harze sind absolut Lösungsmittelfrei und wurden im Aquarienbau für Grossaquarien viele Male erfolgreich eingesetzt.

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02.05.2010

- Styropor für Seiten- und Rückwände zugeschnitten und mehrschichtig verklebt

- Arbeitsbeginn Relief für Filterverkleidung (Seitenwand links)

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03.05.2010

- Relief Seitenwand (links) und Modul 1 Rückwand erstellt

80% der gesichteten Unterwasser-Aufnahmen vom Malawi-See zeigen eher gerundete denn kantige Felsformationen, was wohl auf die ständige relativ starke Wasserumspülung zurückzuführen ist. Wir versuchen nun also, dieses Jahrtausende alte Werk der Natur nachzuempfinden...

Die Strukturen der bereits erstellten Styropor-Modelle sind noch im Rohformat, und werden erst nach dem Modelieren aller Module den Feinschliff erhalten.

Zwischen dem Seitenwand- und dem ersten RW-Modul von vorne verdeckt, der Filtereinlauf über die gesamte Beckenhöhe. Oben im RW-Modul 1 die erste grobe Aussparung für Strömungspumpe 1.

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04.05.2010

- Relief Rückwandmodul + Eck-Modul rechts modelliert.

Leider ein absolutes NO-GO :-( Die Struktur der heute erstellten Module ist viel zu feingliedrig - Ziel wäre es, analog der linken Module, grosse Felsen zu gestalten. Wie dem so ist....Module werden ab heute Abend nochmals neu gemacht.

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06.05.2010

- Relief Rückwandmodul 2 + alleinstehender Felsen ansatzweise modelliert.

- Beginn der detailiierten Ausarbeitung der bereits erstellten Module.

Bei den Detailarbeiten muss nun darauf geachtet werden, dass alle zu definierenden Unebenheiten, Risse, Spalten etc. um 10-15% überdimensioniert werden, um den Effekt durch die Schichten Portlandzement nicht wieder zu verlieren.

Heute Abend werden wir das rechte Seitenwandmodul in Angriff nehmen und dann hoffentlich während des Weekends zum Abschluss der Styroporarbeiten kommen. Wenn alles klappt, sollten wir bereits nächste Woche mit zementieren beginnen können.

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08.05.2010

- Sämtliche SW- und RW-Module sowie die beiden freistehenden Felsen fertig in Styropor

ausgearbeitet.

- Portlandzement (CEM II) mit Sand/Splitt-Mischung und Wasser gemixt (Verhältnis (1:4:0, 5))

- "SW-Modul links" sowie "RW-Modul links" mit erster Schicht zementiert.

Ich habe mich entschieden, den Portlandzement direkt mit einem Sand-Splitt-Gemisch anzurühren. Das ergibt gleich eine natürliche nicht allzu feine Oberfläche, was auch positiv auf die Haftfähigkeit der nächsten Schicht wirken wird.

Es war eine ziemliche Herausforderung, den Zement auch an überhängenden Stellen vernünftig anzubringen. Nachdem der Zement aber bereits zu trocknen begann, war auch diese Herausforderung zu meistern.

Nach ca. 1 Stunde Trockenzeit wurden die Vertiefungen, Narben und Risse nachgezogen und der überschüssige Zement abgestreigt. So stellten wir sicher, dass die Detailformen im Styropor erhalten blieben.

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09.05.2010

- Zementierung in der Endphase. Dank eines kleinen Maurer-Tricks konnten wir mit nur 2 Schichten Zement zum Endergebnis kommen. Das hat den Vorteil, dass einerseits Gewicht gespart und anderseits dann auch weniger Wasser verdrängt werden wird.

Die Oberfläche der Module ist nun eher als grobkörnig zu bezeichnen. Mit einer "feinen" Zementmischung wurden abschliessend einige Bereiche der Module überstrichen. Auf diese Weise kriegt das gesamte Konstrukt einne heterogenen Gesamteindruck (teilweise glatte, teilweise grobkörnige Oberflächeneigenschaften).

Anmerkung am Rande für Nachbauer: Es ist zu empfehlen, für die Zementarbeiten immer Handschuhe (Gummi aus der Apotheke) zu tragen. Zement ist sehr basisch und wirkt dem entsprechend auf die Haut. Es ist also definitiv nicht angenehm, keine Haut mehr auf den Fingerkuppen zu haben :-(

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10.05.2010

Die gesamte Oberfläche wurde im Laufe des Abends etwas angeschliffen (Schleiffaufsatz Bohrmaschine). Dies einerseits, um mögliche Kanten zu brechen und andererseits, um "Feinstrukturen" etwas klarer hervorzuheben. Als abschliessende Vorbereitung für die Malerarbeiten haben wir das ganze konstrukt mit Druckluft von Staub- und losen Zement-Partikeln befreit.

Einer der beiden "freien" Felsen musste als Versuchsobjekt für die Farbwahl herhalten. Wir haben uns nun für 5 Grundfarben entschieden, mit welchen wir arbeiten:

- cremeweiss

- schwarz

- moosgrün

- rostrot

- terracota (Sandsteinlook anhand eines Tipps von Chamäleon)

Die Felsen werden nun (siehe Pix) in einem dunklen Grauton mit etwas Grünanteil (unterstreicht den Eindruck des Bewuchses durch Algen) bemalt. Einbuchtungen, Unebenheiten und Schattenzonen werden mit grossem Schwarzanteil hervorgehoben, was den 3D-Effekt maximiert. Durch eine äusserst geringe Mischung mit Rostrot erscheinen die Felsen nochmals etwas natürlicher.

Den Bildern zu entnehmen ist, dass wir das Gestein eher dunkel halten werden. Dies, weil wir versuchen, im Becken eine Wassertiefe von > 15 Meter zu simulieren und soweit unten nur noch wenig helle Farbanteile reflektiert werden.

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11.05.2010

Im Laufe des morgens hat meine Frau die kompletten beiden RW-Module mit den grau-grün-schwarzen Grundtönen bemalt. Gemeinsam mittel Schwammtechnik wurden dann heute Abend die Terracota-Töne aufgetragen (Mischfarbe Terracota + Moosgrün) und den Felsen einen tollen Sandstein.Look verpasst!

Et voilà! Es ist vollbrachgt! Unsere Module sind fertig gestellt und müssen lediglich noch mit Epoxyd-Harz versiegelt werden.

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12.05.2010

Sämtliche Module wurden heute Abend mit Total 2 Kilogramm Epoxyd-Harz L + Härter L überzogen (Mischverhältnis Harz/Härter = 100:40) und versiegelt. Morgen Abend kann es dann nun wohl endlich mit der Installation losgehen :-)

Fotos werden morgen nach erfolgter Montage im Becken folgen, da wir heute keinen neuen gemacht haben. Bilder der Module mit aufgetragenem Harz würde sich nicht wesentlich von den bereits eingestellten unterscheiden.

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13.05.2010

Das Epoxyf-Harz ist erstaunlich schnell getrocknet - zwar noch nicht völlig ausgehärtet, aber doch so, dass mit der Installation begonnen werden konnte. Doch dann der grosse SCHOCK!!! Die beiden RW-Module passten wegen dämlichen 2 Millimetern nicht unter den hinteren Längs-Steg :-( Also, Schleifmaschine wieder hervorgeholt und oben satte 4 mm runtergeschliffen... Jetzt sah die Sache doch schon wieder ganz anders aus :-)

Die 4 Module wurde mittels schöner Silikonnähten (oben und seitlich) verklebt. Die beiden frei liegenden Steine wurden auf lange Plexiglasscheiben verklebt (Aquarien-Silikon), welche dann mit jeweils zwei kleinen Silikon-Punkten auf die Bodenschiebe geklebt wurden.

Die Befestigung des Plexiglases auf der Bodenscheibe ist lediglich vorübergehend - während der Wässerungszeit. Danach werden die künstlichen Steine durch das Gewicht des Sandes auf den Plexiglasscheiben am Boden gehalten. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die beiden Felsen zu einem späteren Zeitpunkt fast frei neu positioniert werden können, ohne Riesen-Bastelei :-)

Abschliessend wurde das Filterelement und ein Teil der rechten Seitenscheibe mittels Selbstklebefolie (Ahorn Dekor) schön verklebt, um die eher unschönen Teile unseres Beckens zu kaschieren.

Jetzt bleibt lediglich noch 24 Stunden in Gedukld zu üben, dann können wir endlich mit wässern beginnen :-)

Die Wässerungs-Phase wird rund 4-6 Wochen dauern (alle 2 Tage 100% Wasserwechsel), bevor dann das effektive Einfahren begonnen werden kann.

Et voilà, wir haben fertig :-)

><(((°> 3 neue Pix: - Das Endprodukt

PS: die Beleuchtung wurde lediglich zu Demotstrationszwecken für die Fotos so hell gewählt, damit Ihr auch schön die Details erkennen könnt :-)

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14.05.2010

Heute wurde das Becken das erste Mal mal befüllt - und sofort wieder eintleert. Eigentlich als Spülgabng zu bezeichnen :-) Die zweite Befüllung werde ich nun während zweiser Tage im Bekcne belassen. Mittels einer "alten" Strömungspumpe sorge ich für starke Bewegung des Wassers, was dem Herausspülen von Schmutz- und sonstigen Partikeln entgegenkommen sollte.

Fotos gibts heute noch keine, da das ganze noch ein wenig unansehnlich wäre - leichte Schaumbildung, gerunge Trübung des Wassers, etc.

Hoffe, Euch morgen wieder mit Bildern beglücken zu können...

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15.05.2010

So, das Becken ist mittlerweile seit 24 Stunden geflutet. Das heutige Augenmerk liegt komplett auf der Qualitätskontrolle. Jede sichtbare Silikonnaht wurde auf Schwachstellen geprüft. Vor dem ersten Befüllen habe ich die Distanzen zwischen zwei Orientierungspunkten der bedein RW-Module und den dfrei liegenden Steinen millimeter genau gemessen. Jetzt nach 24 Stunden unter Wasser habe ich dieselbe Messung nochmals durchgeführt. Allfällige Abweichungen hätten auf eine Verschiebung durch den enormen Auftrieb des Styropors und somit ebenfalls auf Schwachstellen der Silikonnähtre hingewiesen - aber wie erhofft, alles in Bester Ordnung :-)

Das Wasser wirkt durch die Schwebeteilchen etc. immer noch etwas milchig, trotzdem reichts für erste Pix im gefluteten Zustand.

Jetzt steht der zweite volle Wasserwechsel bevor...

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18.05.2010

Leider hat sich nun doch noch ein Problem eingeschlichen! Auf den Partien mit glatter Oberfläche hat das Epoxyd-Harz nicht länger als 48 Stunden gehaftet und sich dann zu lösen begonnen. Nun gut, das Becken wurde am Sonntag bereits wieder trockengelegt und mittels Dauer-Heissuft getrocknet. Wo nötig haben wir mit Farbe etwas nachgebessert und später dann die Oberflächen mittels Stahlwolle etwas aufgeraut.

Gestern Abend konnte ich dann nochmals 2 kg Epoxyd-Harz auftragen und gehe nun davon aus, dass die Schichten nun überall einwandfrei sind.

Die grosse Herausforderung war, das ganze Re-Makeing im Becken drin umzusertzen, da der Aufwand einer Demontage sämtlicher Module vier zu gross gewesen wäre.

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19.05.2010

Gemäss Hersteller des Epoxyd-Harzes, würde dieses innert 24 Stunden aushärten. Während weiterer 7 Tagen würde aber das Material dessen chemische Eigenschaften noch marginal verändern. Es wird deshalb empfohlen, eine Trockenzeit von 48 Stunden abzuwarten, bevor das mit Epoxyd-Harz beahndelte Produkt gewässert würde - danach sei absolute Sicherheit für Tiere u nd Pflanzen gewährleistet.

Also, heute Abend, nach genau 48 Stunden, habe ich sämtliche RW- und SW-Module mittels AQ-Schlauch stark abgespritzt. Die nassen Module wurden während ca. 2 Stunden so belassen, bevor ich dann mit einem weissen Putzlappen die gesamte Oberfläche abgerieben habe, um feststellen zu können, ob irgendwo noch "undichte" Stellen vorhanden sind, welche dann auch abfärben müssten. Glücklicherweise alles in Ordnung und so konnte ich das Becken nun endlich befüllen.

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20.05.2010

Heute Abend stand bereits wieder ein 100%-Wasserwechsel an. Nachdem das Becken völlig entleert war, habe ich wiederum mit einem weissen Lappen die Seiten- und Rückwandmodule abgerieben, um festzustellen, ob irgendwelche Farbstoffe abfärben würden. Aber so wies aussieht, ist die Epoxyd-Haut nun effektiv einwandfrei :-)

Nachdem nun die letzten Zweifel beseitigt wurden, kann nun die Wässerungs-Phase in aller Ruhe abgewartet werden.

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21.05.2010

Während des heutigen 100%-Wasserwechsels und des bereits fest dazugehörenden Qualitychecks, konnte ich mich erneut überzeugen, dass nun sämtliche Module definitiv versiegelt sind.

Zudem habe ich heute bereits den von mir bestellten Flusssand in einem schönen natürlichen dunklen braun erhalten (80 kg). Diese natürliche dunkle Farbe wird das Licht von oben ziemlich gut absorbieren und dem Gefühl für Tiefe (15 - 45 Meter unter der Wasseroberfläche) entgegekommen.

Des weiteren habe ich mich nochmals eingehend mit dem Thema Lichtwellen befasst und bin zum Schluss gekommen, dass eine Kombination zweier T5-Röhren in Natural-Green und Sunset-Red eines namhaften Schweizer Herstellers ein natürlicheres Bild ergeben, als eine Kombination mit Marin-Blues.

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23.05.2010

Nachdem heute keinerlei Fremdstoffe (Giftstoffe) festgestellt werden konnten, habe ich einerseits den Bodengrund eingebracht (kann im worst-case nochmals gewechselt werden) und eine alte 2000-Liter-Pumpe im Filter in Betrieb genommen. Die Pumpe wird in der Wässerungsphase lediglich dazu genutzt, um das Wasser in Bewegung zu halten (ähnlich dem Spülgang einer Waschmaschine) und, um den eingebauten Kohlefilter zu betreiben. Über die Kohle soll nun während den nächsten Wochen auch noch der allerletzte Rest Schadstoffe eliminiert werden.

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24.05.2010

Einige robuste Anubias und Cryptocorynen aus dem bisherigen Becken in den Neubau gepflanzt, um die Kohlefilterung beim Entzug der Schadstoffe etwas zu unterstützen .

Die Entwicklung der paar Pflanzen während den nächsten Wochen wird ebenfalls eine Art Indikator für die Qualität des Wassers sein. Sollten sich die Blätter verfärben, oder die Pflanzen sonst irgendwie dahintümpeln, wäre dies ein Zeichen dafür, dass doch noch nicht alles im Lot sein könnte.

Die folgenden Tage werden voll und ganz der Technik gewidmet sein. Neben der Beschaffung der nötigen Tunzen (Strömungspumpen) werde ich die Verrohrung (PVC) des Filterauslasses in Angriff nehmen. Ebenfalls werde ich den Lichteinfall wieder mittels beklebter Plexiglas-Scheiben kontrollieren.

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25.05.2010

- 100% Wasserwechsel

- Wasserwerte gemessen (pH 7.2 / KH 3 / GH 4 / NO2 0 / NO3 0)

Die Wasserwerte bewegen sich bereits auf einem sauberen Niveau. Da die Filterung noch nicht effektiv in Bertrieb ist (keine aufhärtenden resp. ansäuernden Filtermedien) bewegen sich der pH und die KH noch auf Leitungswasser-Niveau.

Gestern abend habe ich nun die erste Strömungspumpe (Tunze Nanostream 6055) in Betrieb genommen, um die Wasseroberfläche stark zu bewegen. Mal schauen, wie stark sich der pH einzig durch die Oberflächenbewegung (Gasaustausch) beeinflussen lässt :-)

Abschluss Aussen-Dekorationsarbeiten: Keisblende in Ahorn-Dekor verklebt.

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26.05.2010

- 2. Tunze Nanostream 6055 Strömungspumpe im dafür vorbereiteten Schacht installiert und in Betrieb genommen. Das Becken wird nun mit max. rund 10000 Liter/h durchströmt. Aktuell habe ich die Pumpenleistungen auf total ca. 7000 Liter/h runter geregelt.

- 2 Plexiglasscheiben à 100x25 mit schwarzer Folie beklebt und aus den Folien den Grundriss der Rückwand-Module heraus geschnitten. Auf diese Weise fällt kein direktes Licht mehr auf die Felsformationen, was den Dämmer-Effekt massiv verstärkt.

Die Beleuchtungszenarien stehen inzwischen:

- Szenario 1: Tageslicht / dunkler Grundton, von einzelnen in die Tiefe dringenden Sonnenstrahlen durchbrochen (siehe Pix)

- Szenario 2: Randstunden + Dämmerung / keine direkte Lichteinstrahlung mehr. Licht fällt nur noch indirekt ins Becken (siehe Pix)

@Flo:

Bessere Fotos werden folgen, sobald ich die Spiegelreflex aus meinem Office ausleihen kann :-)

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27.05.2010

- 5 Liter Wasser aus dem neuen Becken in Kanister abgefüllt und im toxikologischen Institut Zürich auf allfällige Giftstoffe prüfen lassen. Das Ergebnis war 1A: KEINE SCHÄDLICHEN FREMDSTOFFE :-) Kostenpunkt dieser ausführlichen Analyse war CHF 120 (= ca. € 80)

Anscheinend habe ich das Epoxyd-Harz wirklich 100% dicht aufgetragen, wodurch absolut keine Stoffe im Wasser freigesetzt werden können "HEUREKA!!!"

Basierend auf diesen Testresultaten habe ich mich entschieden, die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen. Einerseits habe ich den Bio-Filter mit klein gewürfelten Filtermatten, 1 kg Zeolith, 1kg Kalksteinsplit, 500g Kohle und neuer Filterwatte ausgestattet. Und andererseits konnte die erste Ladung Valisneria gigantea (22 Bund) abgeholt und eingepflanzt werden.

Morgen erwartet mich eine weitere Lieferung von rund 20 Valisnerien, was meinen Bepflanzungsplan vervollständigen wird.

><(((°> 5 neue Pix:

1. beklebte Plexiglasblende für die Abdunklung der Rückwand-Module

2.+3. Erste Bepflanzungsphase während Tageslicht-Szernario

4.+5. Erste Bepflanzungsphase während Dämmerungs-/Abend-Szenario

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30.05.2010

Gestern habe ich die Bepflanzung korrigiert und kompletiert. Die Cryptocorynen sind weg, dafür posiert da nun eine toller Wald Vallisneria nana, was einen unglaublich schönen Kontrast zu den beiden anderen grossblättrigen Vallisnerien-Arten gibt.

Die beiden grossen Gigantea- und Americana-Wälder wurden nochmals um je 5 Pflanzen aufgestockt.

Nachdem nun sämtliche Testresultate so ausgesprochen positiv ausgefallen sind und bestens eingefahrenes Biosfilter-Material eingesetzt werden konnte, konnte ich der Versuchung nicht mehr widerstehen: eine Gruppe junger Guppies (5 Stück), sollten seit gestern Nachmittag zum Abschlusstest ins Becken. Diese kleinen Fische sollten einen letzten Anhaltspunkt darüber geben, ob das neuen Becken bereits fischgerecht sei.

Nach nunmehr 24 Stunden, die Guppies waren nach wie vor äussserst aktiv und verfressen, habe ich den Schritt gewagt und die 3 Fryeris umgesetzt - natürlich war das innert kürzester Zeit das Ende der Guppies :-)

Inzwischen schwimmen alle meine Tiere (mit Ausnahme der Synodontis) im neuen Tank und fühlen sich puddelwohl.

Neue Fotos werde ich heute gegen Abend einstellen und somit den Projekt-Blog dann schliessen könen.

Die gesamte Entwicklung zum Nachbau genaustens in Wort und Bild dokumentiert, wird demnächst auf www.malawi-guru.de nachzulesen sein. Und, ich hoffe, Euch das Neue bis spätestens morgen in meinem neuen Profil genauer vorstellen zu könnebn :-)

lG Silvan

 
Neues Projekt: Sandcichliden-Becken
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Blogartikel 'Blog 3180: Neues Projekt: Sandcichliden-Becken' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Der Schweizer am 30.05.2010 um 14:58 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 28.05.2010 um 16:49 von Der Schweizer
Hi Simon

Danke für Dein Feedback. Wo Du recht hast, hast Du recht :-) Ich bin mir überhaupt noch nicht so sicher, ob die Anubien überhaupt im Tank bleiben.... ich tendiere eigentlich eher dazu, mich auf Valisnerien zu beschränken.
Hmm, werde mir da übers Weekend nochmals Gedanken machen

lG Silvan
 
 

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