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Rosa centifolia im Garten pflanzen

Einrichtungsbeispiele mit Hundertblättrige Rose

Lesezeit: ca. 5 Minuten
Rosa centifolia im Garten pflanzen (Einrichtungsbeispiele mit Hundertblättrige Rose)
Rosa centifolia (Hundertblättrige Rose)

Wissenswertes zu Rosa centifolia (Hundertblättrige Rose)

Rosa centifolia – Die Hundertblättrige Rose im Garten

Die Rosa centifolia, auch bekannt als Hundertblättrige Rose, Provence-Rose oder Kohlrose, gehört zu den klassischen und besonders duftintensiven Rosenarten. Sie ist ein Highlight in historischen Gärten und lässt sich auch in modernen Gartenanlagen wunderbar integrieren.

Herkunft und Geschichte

Die Hundertblättrige Rose stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Westeuropa. Ihre Entstehung geht vermutlich auf Kreuzungen verschiedener Damaszenerrosen und Gallischen Rosen im 16. Jahrhundert zurück. Bereits im Frankreich des 17. Jahrhunderts war die Rosa centifolia sehr beliebt – insbesondere in der Region um Grasse, wo sie bis heute für die Parfumherstellung kultiviert wird. Wegen ihres extrem intensiven, süßlichen Duftes ist sie ein fester Bestandteil klassischer Rosengärten und hat als Symbol für Romantik und Luxus einen besonderen Stellenwert.

Botanische Einordnung: Gattung und Familie

  • Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
  • Gattung: Rosa
  • Art: Rosa centifolia

Damit gehört die Hundertblättrige Rose zur großen und vielfältigen Familie der Rosengewächse.

Beschreibung und Aussehen

Die Rosa centifolia ist eine sommerblühende, laubabwerfende Strauchrose, die je nach Standort und Pflege zwischen 1,2 und 2 Metern hoch werden kann. Ihre Triebe sind leicht bogig überhängend und mit kräftigen Stacheln besetzt.

Die Blätter sind gefiedert, mittel- bis dunkelgrün und matt. Besonders charakteristisch sind die üppig gefüllten, kugeligen Blüten mit oft mehr als 100 Blütenblättern – daher der Name „Hundertblättrige Rose“.

Die Blüten erscheinen von Juni bis Juli und verströmen einen intensiven, süßlich-würzigen Duft, der in der Parfumindustrie bis heute hochgeschätzt ist. Nach der Blüte bildet die Pflanze kleine Hagebutten aus, die oft weniger auffällig sind als bei Wildrosenarten.

Haltungshinweise und Standort

Die Rosa centifolia bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, idealerweise windgeschützt. Sie gedeiht am besten auf tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Böden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie die Wurzelgesundheit beeinträchtigt.

Diese Rose ist frosthart, benötigt jedoch bei sehr strengen Wintern einen leichten Winterschutz, vor allem in rauen Regionen. Ein jährlicher Rückschnitt nach der Blüte hilft, die Pflanze vital zu halten und das Blütenwachstum zu fördern.

Pflanzung am Gartenteich

Die Hundertblättrige Rose lässt sich hervorragend in der Nähe eines Gartenteichs pflanzen, sofern der Standort ausreichend sonnig ist und der Boden nicht dauerhaft zu nass ist. Empfehlenswert ist ein Abstand von mindestens 80–100 cm zum Uferbereich, damit die Wurzeln nicht ständig im Wasser stehen. Eine Kombination mit Stauden oder Ziergräsern kann ein harmonisches Gesamtbild erzeugen.

Giftigkeit

Die Rosa centifolia gilt für Menschen und Tiere als nicht giftig. Ihre Hagebutten können wie bei anderen Rosenarten sogar in kleinen Mengen als Nahrung für Vögel dienen. Dennoch sollten Haustierbesitzer darauf achten, dass ihre Tiere nicht an den stacheligen Trieben hängenbleiben.

Vermehrung und Zucht

Die Hundertblättrige Rose wird hauptsächlich durch Absenker, Stecklinge oder Veredelung vermehrt. Samenanzucht ist möglich, jedoch sehr zeitaufwendig und führt oft zu variablen Ergebnissen. Im Fachhandel sind häufig bereits veredelte Pflanzen erhältlich, die sich durch bessere Wuchs- und Blühkraft auszeichnen.

Für Züchter ist Rosa centifolia eine wertvolle Basis, um neue Duftrosen mit nostalgischem Charme zu entwickeln.

Krankheiten und Schädlinge

Wie viele alte Rosenarten ist Rosa centifolia relativ robust, jedoch nicht völlig immun gegen typische Rosenkrankheiten:

  • Mehltau: Besonders bei feucht-warmem Wetter kann sich ein weißlicher Belag auf Blättern bilden.
  • Sternrußtau: Führt zu schwarzen Flecken und Blattfall.
  • Rosenrost: Orangerote Pusteln auf der Blattunterseite.
  • Blattläuse und Rosenzikaden: Saugschädlinge, die Triebe schwächen können.

Vorbeugend hilft ein sonniger, luftiger Standort, ein ausgewogenes Düngemanagement sowie das Entfernen von befallenem Laub im Herbst.

Alternative Bezeichnungen

  • Hundertblättrige Rose
  • Provence-Rose
  • Kohlrose
  • Rosa centifolia
  • Cabbage Rose (englisch)

Diese verschiedenen Bezeichnungen werden oft synonym verwendet und können je nach Region oder historischem Kontext variieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie groß wird Rosa centifolia?

Je nach Standort und Pflege erreicht sie eine Höhe von 1,2 bis 2 Metern und eine Breite von bis zu 1,5 Metern.

Wie oft blüht die Hundertblättrige Rose?

Sie blüht einmal pro Saison, meist im Juni bis Juli. Allerdings sind die Blüten besonders üppig und duftintensiv.

Ist Rosa centifolia winterhart?

Ja, sie ist grundsätzlich winterhart, sollte aber in rauen Klimazonen einen leichten Winterschutz erhalten.

Kann man Rosa centifolia im Kübel halten?

Prinzipiell ja, jedoch benötigt sie ein sehr großes Gefäß und regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung. Ein Standort im Gartenboden ist langfristig aber günstiger.

Braucht Rosa centifolia viel Pflege?

Nein. Abgesehen vom jährlichen Rückschnitt und gelegentlichem Düngen ist sie relativ pflegeleicht.

Fazit

Die Rosa centifolia (Hundertblättrige Rose) ist eine der schönsten historischen Rosenarten, die mit ihrem intensiven Duft und nostalgischen Charme begeistert. Sie eignet sich hervorragend für romantische Gärten, Rosenbeete und auch für Standorte in der Nähe von Gartenteichen, solange der Boden nicht zu nass ist. Ihre Pflege ist unkompliziert, sie ist nicht giftig und bietet zudem durch ihre Hagebutten einen Mehrwert für Vögel. Mit der richtigen Standortwahl und etwas Pflegeaufwand bleibt sie viele Jahre ein verlässlicher Blütenspender und Duftgarant im Garten.

Verwandte Arten

  • Rosa agrestis

    Rosa agrestis (Ackerrose)

    Die Rosa agrestis, im Deutschen auch als Ackerrose bekannt, ist eine eher seltene und wenig beachtete Wildrose, die in Mitteleuropa heimisch ist. Als zarte Schwester der bekannteren Hundsrose (Rosa canina) wird sie oft übersehen, obwohl sie gerade für naturnahe Gärten und ökologisch wertvolle Pflanzungen von großer Bedeutung ist. Ihre zarten Blüten, ihre Anspruchslosigkeit und ihre hohe ökologische Wertigkeit machen sie zu einer interessanten Wahl – insbesondere für Naturfreunde, die Insekten und Vögeln einen wertvollen Lebensraum bieten möchten.

  • Rosa arvensis

    Rosa arvensis (Feldrose)

    Die Feldrose, wissenschaftlich als Rosa arvensis bezeichnet, gehört zu den heimischen Wildrosen Europas und zählt zu den besonders naturnahen Rosenarten für Gärten und Landschaften. Mit ihren schlichten weißen Blüten, ihrem rankenden Wuchs und ihrer hohen ökologischen Bedeutung erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit bei Gartenliebhabern, die Wert auf Natürlichkeit, Artenvielfalt und robuste Pflanzen legen.

  • Rosa banksiae

    Rosa banksiae (Banks Rose)

    Die Rosa banksiae, auch bekannt als Banks-Rose oder Lady Banks’ Rose, gehört zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) und zur Gattung Rosa. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus China, insbesondere aus den Regionen Sichuan, Yunnan und Guizhou, wo sie in subtropischen Höhenlagen wild wächst. Nach Europa gelangte sie im 19. Jahrhundert über botanische Sammler und entwickelte sich schnell zu einer beliebten Kletter- und Ramblerrose für Parks und größere Gärten.

  • Rosa canina

    Rosa canina (Hundsrose)

    Die Rosa canina, auch bekannt als Hundsrose, gehört zu den schönsten und vielseitigsten Wildrosenarten, die sich hervorragend für naturnahe Gärten eignet. Diese robuste Pflanze ist nicht nur ein Highlight für jeden Garten, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für viele Insekten und Tiere. Ihre dekorativen Hagebutten und zarten Blüten machen sie sowohl optisch ansprechend als auch ökologisch wertvoll.

  • Rosa climber

    Rosa climber (Kletterrose)

    Die Kletterrose gehört zu den eindrucksvollsten Zierpflanzen im Garten. Mit ihren langen, biegsamen Trieben, ihrer üppigen Blütenfülle und ihrem oft intensiven Duft verwandelt sie Zäune, Hauswände, Pergolen und Rosenbögen in romantische Blickfänge. Kaum eine andere Gartenpflanze verbindet klassische Eleganz mit natürlicher Wuchskraft so harmonisch wie die Kletterrose. Sie eignet sich sowohl für kleine Stadtgärten als auch für weitläufige Anlagen und kann je nach Sorte dezent oder spektakulär wirken.

  • Rosa corymbifera

    Rosa corymbifera (Heckenrose)

    Rosa corymbifera, auch bekannt als Heckenrose, gehört zu den robusten und pflegeleichten Wildrosen, die sich hervorragend für naturnahe Gärten und als ökologisch wertvolle Hecke eignen.

  • Rosa gallica

    Rosa gallica (Essigrose)

    Die Rosa gallica, auch Essigrose oder Apothekerrose genannt, zählt zu den ältesten kultivierten Rosenarten Europas. Sie verzaubert mit ihrem historischen Charme, intensiven Duft und ihrer außergewöhnlichen Robustheit.

  • Rosa glauca

    Rosa glauca (Hechtrose)

    Die Rosa glauca, im Deutschen auch Hechtrose genannt, ist eine außergewöhnliche Wildrose, die mit ihrem bläulich-grünen Laub, zarten rosa Blüten und dekorativen Hagebutten zu den besonderen Blickfängen im Natur- und Ziergarten zählt. Sie ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie Bienen, Hummeln und Vögeln Nahrung bietet.

  • Rosa micrantha

    Rosa micrantha (Kleinblütige Rose)

    Die Rosa micrantha, im Deutschen als Kleinblütige Rose bekannt, ist eine eher wenig beachtete, aber durchaus interessante Wildrose, die durch ihre zierlichen Blüten, ihre natürliche Ausstrahlung und ihre ökologische Bedeutung viele Vorteile für naturnahe Gärten mit sich bringt. In dieser umfassenden Beschreibung erfährst du alles Wissenswerte über die Herkunft, botanische Einordnung, Aussehen, Pflege und mehr – ideal für Gartenbesitzer, die ihren Außenbereich mit einer anspruchslosen, aber charmanten Rosensorte bereichern wollen.

  • Rosa pendulina

    Rosa pendulina (Alpenrose)

    Rosa pendulina, die Alpenrose, gehört zu den ursprünglichsten und zugleich elegantesten Wildrosen Europas. Mit ihren leuchtend rosafarbenen Blüten, den dekorativen roten Hagebutten und ihrem natürlichen Wuchs ist sie eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten. Im Gegensatz zu vielen modernen Zuchtrosen zeichnet sich die Alpenrose durch ihre Robustheit, Winterhärte und Anpassungsfähigkeit aus. Besonders Gartenbesitzer, die Wert auf heimische oder standortgerechte Pflanzen legen, schätzen diese Wildrose wegen ihrer ökologischen Bedeutung und ihres vergleichsweise geringen Pflegeaufwands.

  • Rosa rubiginosa

    Rosa rubiginosa (Wein-Rose)

    Die Wein-Rose (Rosa rubiginosa) ist eine heimische Wildrose aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und gehört zur Gattung Rosa. Sie ist in Europa, Nordafrika und Westasien weit verbreitet und wächst bevorzugt an Waldrändern, Hecken und auf trockenen Wiesen. Aufgrund ihrer Robustheit und ihres duftenden Laubs ist sie eine beliebte Pflanze für naturnahe Gärten.

  • Rosa rugosa

    Rosa rugosa (Kartoffelrose)

    Die Rosa rugosa, allgemein bekannt als Kartoffelrose oder Apfelrose, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine robuste, pflegeleichte Pflanze, die vor allem für ihre winterharte Natur und ihre attraktiven Blüten geschätzt wird. Sie wird gerne als Heckenpflanze oder zur Begrünung von Küsten- und Dünenlandschaften genutzt, findet aber auch in privaten Gärten immer mehr Anklang.

  • Rosa spinosissima

    Rosa spinosissima (Bibernellrose)

    Rosa spinosissima, im Deutschen auch Bibernellrose genannt, gehört zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) und zur Gattung Rosa. Die Art ist eine der ältesten und ursprünglichsten Wildrosen Europas. Sie ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens verbreitet.

  • Rosa stylosa

    Rosa stylosa (Griffel-Rose)

    Die Griffel-Rose (Rosa stylosa) ist eine weniger bekannte, aber sehr interessante Art der Wildrosen, die vor allem Naturgärtner und Teichbesitzer begeistert. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Rosa, die weltweit zahlreiche Arten und Sorten umfasst. Rosa stylosa gilt als unkompliziert, ökologisch wertvoll und als attraktive Ergänzung zu naturnah gestalteten Gärten.

  • Rosa villosa

    Rosa villosa (Apfelrose)

    Die Apfelrose (Rosa villosa), auch als Flaumige Rose oder Apfelduftrose bekannt, ist eine wunderschöne und pflegeleichte Wildrosenart, die sich hervorragend für naturnahe Gärten eignet. Durch ihre Robustheit und ihre schönen Blüten ist die Apfelrose eine beliebte Zierpflanze, die zudem einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt im Garten leistet.

  • Rosa wichuraiana

    Rosa wichuraiana (Halbimmergrüne Kletterrose)

    Rosa wichuraiana, auch bekannt als die Wichura-Rose, stammt ursprünglich aus Ostasien, genauer gesagt aus China und Japan. Diese robuste Gartenpflanze gehört zur Gattung Rosa innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), zu der auch viele andere beliebte Gartenblumen gehören.

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