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Hogna radiata im Terrarium halten

Die Schwarzbäuchige Tarantel als Haustier

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Hogna radiata im Terrarium halten (Die Schwarzbäuchige Tarantel als Haustier)
Hogna radiata (Schwarzbäuchige Tarantel) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Gég Je suis l'auteur., Gérard JOYON UNE HOGNA RADIATA R, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Hogna radiata (Schwarzbäuchige Tarantel)

Herkunft und Verbreitung

Die Hogna radiata, auch bekannt als Schwarzbäuchige Tarantel, gehört zur Familie der Wolfsspinnen (Lycosidae) und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Diese beeindruckende Spinne ist vor allem in Südeuropa, Nordafrika und Teilen Asiens verbreitet. Ihr bevorzugter Lebensraum sind trockene, warme Gebiete wie Wiesen, Felder und steinige Hänge.

Gattung und Familie

Die Gattung Hogna gehört zur Familie der Wolfsspinnen (Lycosidae), die für ihre ausgezeichneten Jagdfähigkeiten und ihre schnelle Fortbewegung bekannt sind. Innerhalb der Gattung Hogna gibt es zahlreiche Arten, die weltweit verbreitet sind, wobei Hogna radiata eine der bekanntesten ist.

Beschreibung und Aussehen

Hogna radiata ist eine mittelgroße Spinne mit einer Körperlänge von etwa 18-25 mm, wobei die Weibchen in der Regel größer sind als die Männchen. Ihr Körper ist in Brauntönen gehalten, wobei das charakteristische Merkmal dieser Art die hellen, strahlenförmigen Streifen auf dem Hinterleib sind, die ihr den Namen Schwarzbäuchige Tarantel verleihen. Diese Streifen setzen sich auf dem Prosoma (Vorderkörper) fort und verleihen der Spinne ein auffälliges und zugleich tarnendes Aussehen.

Haltungshinweise

Terrarium

Hogna radiata lässt sich relativ einfach in einem Terrarium halten. Ein mittelgroßes Terrarium (30x30x30 cm) reicht für ein einzelnes Exemplar aus. Wichtig ist, dass das Terrarium gut belüftet ist und eine geeignete Bodengrundmischung aus Sand, Erde und kleinen Steinen enthält, die eine natürliche Umgebung simuliert.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die ideale Temperatur für Hogna radiata liegt zwischen 22 und 28 Grad Celsius, mit einer leichten Abkühlung in der Nacht. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50 und 60 Prozent liegen, wobei gelegentliches Besprühen des Terrariums ausreicht, um diese Werte zu halten.

Verstecke und Dekoration

Das Terrarium sollte mit verschiedenen Versteckmöglichkeiten wie Korkrinden, Steinen und Pflanzen ausgestattet sein. Diese Verstecke bieten der Spinne Schutz und fördern ihr natürliches Verhalten.

Ernährung

Hogna radiata ist ein aktiver Jäger und ernährt sich hauptsächlich von lebenden Insekten wie Heimchen, Grillen und Schaben. Es ist wichtig, regelmäßig frisches Wasser im Terrarium bereitzustellen, da die Spinne ihren Flüssigkeitsbedarf nicht ausschließlich über ihre Nahrung decken kann.

Vermehrung und Zucht

Die Zucht von Hogna radiata ist relativ unkompliziert, erfordert jedoch einige Grundkenntnisse und Geduld. Die Paarung erfolgt in der Regel im Frühling oder Sommer. Nach der Paarung legt das Weibchen einen Kokon mit Eiern, den es bis zum Schlüpfen der Jungtiere mit sich herumträgt. Die Jungspinnen werden nach dem Schlüpfen noch eine Zeit lang vom Weibchen beschützt, bevor sie sich selbstständig machen.

Mögliche Krankheiten

Hogna radiata ist eine robuste Art, kann jedoch anfällig für Parasiten wie Milben sein. Eine regelmäßige Reinigung des Terrariums und die Kontrolle der Spinne auf Anzeichen von Krankheiten sind wichtig, um ihre Gesundheit zu gewährleisten. Zu den häufigsten Gesundheitsproblemen zählen Dehydrierung und Häutungsprobleme, die durch eine unzureichende Luftfeuchtigkeit verursacht werden können.

Alternative Bezeichnungen

Neben dem wissenschaftlichen Namen Hogna radiata ist diese Spinne auch unter folgenden Bezeichnungen bekannt:

  • Schwarzbäuchige Tarantel
  • Strahlenspinne
  • Mittelmeer-Wolfsspinne
  • Radiate Wolf Spider (englisch)

Fazit

Hogna radiata ist eine faszinierende und relativ pflegeleichte Spinne, die sich hervorragend für Einsteiger in die Spinnenhaltung eignet. Mit ihrer beeindruckenden Erscheinung und ihrem interessanten Verhalten ist sie ein echter Hingucker in jedem Terrarium. Bei artgerechter Haltung und Pflege kann diese Spinne mehrere Jahre alt werden und dem Halter viel Freude bereiten.

Verwandte Arten

  • Hogna carolinensis

    Hogna carolinensis (Carolina-Wolfspinne)

    Die Carolina-Wolfspinne (Hogna carolinensis) ist eine beeindruckende Spinnenart aus der Familie der Wolfsspinnen (Lycosidae). Sie gehört zur Gattung Hogna, einer der größten und bekanntesten Gruppen innerhalb der Wolfsspinnen. Diese Spinnen sind besonders für ihre aktive Jagdweise und ihre kräftigen Beine bekannt, mit denen sie ihre Beute geschickt überwältigen.

  • Hogna ingens

    Hogna ingens (Riesenwolfspinne)

    Hogna ingens, bekannt als Riesenwolfspinne, stammt von der portugiesischen Insel Madeira. Genauer gesagt, ist sie auf der kleinen und abgelegenen Insel Deserta Grande zu finden. Diese seltene Art ist endemisch, das heißt, sie kommt ausschließlich in dieser speziellen Region vor. Die isolierte Lage und die einzigartigen klimatischen Bedingungen der Insel haben zur Entwicklung dieser bemerkenswerten Spinnenart beigetragen.

  • Hogna schmitzi

    Hogna schmitzi (Porto Santo-Tarantel)

    Die Porto-Santo-Tarantel, wissenschaftlich als Hogna schmitzi bekannt, gehört zu den faszinierendsten Wolfsspinnenarten Europas. Sie ist endemisch auf der kleinen portugiesischen Insel Porto Santo, die zum Madeira-Archipel gehört. Diese Art zeichnet sich durch ihre eindrucksvolle Größe, ihre markante Färbung und ihr lebhaftes Verhalten aus. Für Spinnenliebhaber und Terrarianer ist sie ein außergewöhnliches, aber auch anspruchsvolles Tier, das einen tieferen Einblick in das faszinierende Verhalten von Wolfsspinnen erlaubt.

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