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Bagrus meridionalis im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Kampangos

Bagrus meridionalis im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Kampangos)
Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Dendrometer, Kampango-1-2, CC BY 4.0

Wissenswertes zu Bagrus meridionalis

Herkunft und Verbreitung

Der Wels Bagrus meridionalis, allgemein bekannt als Kampango, ist ein faszinierender Süßwasserfisch, der in den klaren, tiefen Gewässern des Malawisees in Ostafrika beheimatet ist. Diese Art ist endemisch in diesem See und kommt nirgendwo sonst auf der Welt in freier Wildbahn vor. Der Malawisee ist bekannt für seine beeindruckende Artenvielfalt, insbesondere unter den Buntbarschen, doch auch der Kampango hat sich einen festen Platz in den Herzen vieler Aquarianer erobert.

Gattung und Familie

Bagrus meridionalis gehört zur Familie der Bagridae, die auch als Welsartige bekannt ist. Innerhalb dieser Familie ist er Teil der Gattung Bagrus. Die Bagridae-Familie umfasst zahlreiche Welsarten, die in Afrika weit verbreitet sind. Der Kampango ist eine der bekanntesten Arten innerhalb dieser Gattung und zeichnet sich durch seine beeindruckende Größe und sein interessantes Verhalten aus.

Beschreibung und Aussehen

Der Kampango ist ein großer Wels, der in der Natur Längen von bis zu 100 Zentimetern erreichen kann. In Aquarien bleibt er in der Regel etwas kleiner, kann aber immer noch eine beachtliche Größe von 60 bis 80 Zentimetern erreichen. Er hat einen langgestreckten, kräftigen Körper, der ihm ein majestätisches Erscheinungsbild verleiht. Die Haut des Kampango ist glatt und schuppenlos, was ihm das typische Aussehen eines Welses verleiht.

Farblich variiert der Kampango von dunklen Brauntönen bis hin zu tiefem Schwarz, oft mit einem marmorierten Muster, das ihm eine einzigartige Erscheinung verleiht. Seine großen, breiten Brustflossen und die langen, dünnen Barteln an der Schnauze sind charakteristische Merkmale, die ihm helfen, Nahrung zu finden und sich in seinem Habitat zurechtzufinden.

Haltungshinweise

Die Haltung von Bagrus meridionalis im Aquarium stellt einige Herausforderungen dar, da dieser Fisch eine beträchtliche Größe erreicht und dementsprechend viel Platz benötigt. Ein großes Aquarium mit einem Fassungsvermögen von mindestens 3500 Litern und einer Kantenlänge am 4 m ist erforderlich, um diesen Fisch artgerecht zu halten. Es ist wichtig, das Aquarium mit robusten Pflanzen, Steinen und Verstecken auszustatten, um dem Kampango ausreichend Rückzugsorte zu bieten.

Der Kampango bevorzugt eine Wassertemperatur zwischen 24 und 26 Grad Celsius und einen pH-Wert im Bereich von 7,5 bis 8,5. Die Gesamthärte sollte zwischen 5 und 15°dGH liegen. Eine gute Wasserqualität ist unerlässlich, daher sollte eine leistungsfähige Filteranlage vorhanden sein, um die Wasserparameter stabil zu halten. Regelmäßige Wasserwechsel sind ebenfalls wichtig, um die Ansammlung von Schadstoffen zu vermeiden.

Giftigkeit

Bagrus meridionalis ist für Menschen nicht giftig. Dennoch sollte man bei der Handhabung von Welsen immer vorsichtig sein, da ihre Stacheln an den Flossen Verletzungen verursachen können. Diese Stacheln sind nicht giftig, können aber schmerzhaft sein, wenn man sich daran sticht. Es ist daher ratsam, den Fisch nur mit geeigneten Werkzeugen oder Handschuhen zu handhaben.

Vermehrung und Zucht

Die Zucht von Bagrus meridionalis in Gefangenschaft ist eine Herausforderung und wird nur selten erfolgreich durchgeführt. In der Natur laichen diese Fische in tiefen, felsigen Bereichen des Sees. Sie legen ihre Eier in Höhlen oder Spalten, wo das Männchen sie bewacht, bis die Jungfische schlüpfen.

Um die Zucht im Aquarium zu versuchen, sollte man ein großes, gut strukturiertes Becken mit vielen Versteckmöglichkeiten bieten. Das Paarungsverhalten kann aggressiv sein, daher ist es wichtig, genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten bereitzustellen, um Verletzungen zu vermeiden. Es ist auch hilfreich, die Wasserparameter an die natürlichen Bedingungen des Malawisees anzupassen, um die Laichbereitschaft zu fördern.

Mögliche Krankheiten

Wie alle Fische kann auch der Kampango von verschiedenen Krankheiten betroffen sein. Häufige Probleme sind Parasitenbefall, bakterielle Infektionen und Pilzkrankheiten. Eine gute Wasserqualität und eine ausgewogene Ernährung sind entscheidend, um das Immunsystem des Fisches zu stärken und Krankheiten vorzubeugen.

Regelmäßige Wasserwechsel und eine sorgfältige Überwachung der Wasserparameter helfen, Stress und Krankheitserreger im Aquarium zu minimieren. Bei Anzeichen von Krankheit sollte man schnell handeln und gegebenenfalls einen Tierarzt oder einen erfahrenen Aquarianer zu Rate ziehen.

Alternative Bezeichnungen

Bagrus meridionalis ist unter verschiedenen Namen bekannt. Der gebräuchlichste Name ist Kampango oder Kampoyo, doch in wissenschaftlichen Kreisen wird er oft einfach als "Malawisee-Wels" bezeichnet. In einigen Regionen Afrikas ist er auch unter den Namen "Ngara" oder "Nsomba" bekannt. Diese unterschiedlichen Bezeichnungen spiegeln die Vielfalt der Kulturen wider, die in der Region um den Malawisee leben und den Fisch seit Jahrhunderten schätzen.

Fazit

Der Kampango ist ein beeindruckender Fisch, der das Herz eines jeden Aquarianers höherschlagen lässt. Seine majestätische Erscheinung und sein interessantes Verhalten machen ihn zu einem faszinierenden Bewohner jedes großen Aquariums. Trotz seiner anspruchsvollen Haltung bietet er ein lohnendes Hobby für erfahrene Aquarianer, die bereit sind, ihm die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit zu widmen. Mit der richtigen Vorbereitung und Sorgfalt kann Bagrus meridionalis eine echte Bereicherung für jedes Großaquarium sein.

Haltungsbedingungen

Um Bagrus meridionalis (Kampango) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 24° bis 26°C
  • pH-Wert: 7.5 bis 8.5
  • Gesamthärte: 5° bis 15° dGH
  • Mindestaquariengröße: 3500 Liter

Änderungen vorschlagen

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Letzte Änderung am 29.06.2024
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