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Artentafel - Metriaclima zebra

Artentafel - Metriaclima zebra

Lebensraum

Metriaclima zebra kommt nur im sehr klaren Wassers das seichten sedimentfreien Felsbiotops vor. Die Art ist grundsätzlich sehr ans Substrat gebunden und verlässt dieses nur zur Planktonblüte, um sich in grossen Gruppen, von diesem zu ernähren.

Wassertiefe der Zebra-Habitate

Die Habitate des Zebra liegen in Wassertiefen zwischen 5 und 10 Metern.

Ernährung

Die Hauptnahrung von M. zebra besteht aus Algen (Kieselalgen, welche aus dem Aufwuchs heraus gepickt werden, was sie zu limnivoren Cichliden macht. Metriaclima zebra ist aber, wie alle anderen Arten des Zebra-Komplexes, kein sehr spezialisierter Aufwuchsfresser: weder durchkämmt er den Aufwuchs mit offenem Maul, noch rupft er ganze Algenbüschel aus dem Aufwuchs, wie das die wirklichen Nahrungsspezialisten tun.

Während der Planktonblüte entfernt sich M. zebra vom Substrat und macht sich in grossen Gruppen über den Plankton im Überfluss her.

Der Zebra-Komplex

Die Angehörigen des Zebra-Komplexes, welche das sedimentfreie Felsbiotop bevölkern lassen sich in 3 Gruppen einteilen:

1. Klassischer Zebra

kommt nur in klarem Wasser an den sedimentfreien Felsküsten vor

die Arten M. zebra, M. mbenjii, M. sp. "zebra blue" und M. sp. "zebra slim" zählen zu dieser Gruppe

2. Cobalt Zebras

leben ebenfalls an den sedimentfreien Felsküsten, allerdings in weniger klarem Wasser

die Arten M. callainos, M. estherae und M. sp. "estherar blueface" zählen zu dieser Gruppe

3. Grosse Zebras

kommen vorwiegend an nährstoffreichen langezogenen Felsküsten vor

die Arten M. fainzilberi, M. xanstomachus und M. sp. "zebra chilumba" zählen zu dieser dritten Gruppe

Besonderheiten der Zebra-Komplexes

Wie bei allen Arten der Zebra-Gruppe ist auch beim klassischen BB-Zebra Metriaclima zebra der Polychromatismus weit verbreitet. Die Männchen tragen schwarze Bänder auf blauem Körper. Die „normale“ Farbe der Weibchen ist (unbekannterweise beige bis braun. Wie gesagt, bei dieser Art ist Polychromatismus weit verbreitet und eine Mehrheit der in der Aquaristik gepflegten Weibchen sind O- oder OB-Morphe..

In der heutigen Aquaristik werden eigentlich immer vorwiegend „normale“ Männchen mit O-oder OB-Weibchen gepflegt.

Verhalten

Weibchen und nicht-territoriale Männchen streifen meist in grösseren Gruppen durch das Biotop; immer am Aufwuchs pickend. Territoriale Männchen besetzen kleine Höhlen, oder Mulden, welche typischerweise immer an einen Felsen angelehnt sind und verteidigen diese ziemlich sehr aggressiv gegen Artgenossen und auch gegenüber anderen Arten. Keine der Arten aus der Zebra-Gruppe hat eine bestimmte Laichzeit – balzaktive Männchen sind übers ganze Jahr zu beobachten.

Die territorialen resp. paarungswilligen Böcke balzen Weibchen ausserhalb Ihres Brutreviers an und versuchen, solche in das entsprechende Revier zu geleiten, wo dann das Paarungsritual stattfindet und abgelaicht wird.

Während der Planktonblüte löst sich M. zebra vom Substrat und bildet im freien Wasser grosse Gruppen, um gemeinsam vom im Überfluss vorhandenen Plankton zu fressen.

Populationen

Metrialima zebra ist eine der wenigen Mbuna-Arten, die fast um den ganzen See herum vorkommt.

>> Boadzulu Island

>> Charlie

>> Chemwezi

>> Chiloelo

>> Chilucha Reef

>> Chimwalani Reef

>> Chinuni

>> Chiofu Bay

>> Chiwindi

>> Chizumulu Island North

>> Chuanga

>> Cobue

>> Cocodile Rocks

>> Hai Reef

>> Jalo Reef

>> Kande Island

>> Kawanga

>> Kirondo

>> Likoma Island

>> Linganjala

>> Liuli

>> Liwelork

>> Londo

>> Lumbaulo

>> Lumessi North

>> Lumessi South

>> Lundu

>> Lutara

>> Luwala Reef

>> Luwino

>> Makanjila Point

>> Makokola

>> Makonde

>> Mara Point

>> Masinje

>> Mazinzi Reef

>> Mbweca

>> Membe island

>> Meponda

>> Metangula

>> Minos Reef

>> Mpanga Rocks

>> Nakantenga Island

>> Nakantenga Reef

>> Narungu

>> Ndumbi

>> Nkanda

>> Nkhata Bay

>> Nkhudzi

>> Nkhungu Reef

>> Nkhungu Point

>> N'kolongwe

>> Otter Point

>> Pombo Rocks

>> Same Bay/Chizumulu Island

>> Taiwan Reef

>> Thumbi Point

>> Thumbi West Island

>> Thundu

>> Tsano

>> Tumbi Point

>> Undu Point

>> Undu Reef

Die meisten für den Export bestimmten Metriaclima zebra stammen aus den auf der Artentafel bezeichneten Populationen.

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium empfiehlt sich die Nachbildung einer sedimentfreien Felszone – steile Felsbarrieren mit vielen Höhlen dazwischen im Hintergrund (Rückzugsmöglichkeiten für schwächere Tiere. Auch der Vordergrund sollte durch viele Sichtschutzbarrieren unterteilt werden.

Metriaclima zebra kann in Becken ab 400 Litern mit einer Mindestkantenlänge von 140 Zentimetern gehalten werden. Als optimal wäre die Haltung grösserer Gruppen (mindestens 3m/9w zu bezeichnen. Die Art kann aber auch in Harems (mind. 1m/3-4w gepflegt werden.

Vergesellschaftung

M. zebra ist ein sehr temperamentvoller Fisch, welcher innerartlich wie auch gegenüber anderen Arten sehr ruppig werden kann. Eine Vergesellschaftung dieser Arten ist aber dennoch problemlos möglich, sofern die Ernährungs-Ansprüche und das Temperament beachtet werden. Um die innerartlichen Aggressionen etwas zu dämpfen, wäre eine Vergesellschaftung mit andern robusten limnivoren Mbunas sogar sehr empfehlenswert.

>> Cynotilapia afra

>> Labidochromis caeruleus

>> Melanochromis Cyaneorhabdos

>> Pseudotropheus socolofi

>> Pseudotropheus sp. „elongantus mpanga"

Beckenbeleuchtung

Im natürlichen Habitat von M. zebra werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. Für ORANGE beginnt erst bei knapp über 10 Meter Wassertiefe und für ROT aber bereits ab 5 Meter die Absorptionsphase. Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb- und Orange- , sowie stark abgeschwächten Rot-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Zebra-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee" empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus

>> HAGEN Aqua GLO

>> HAGEN Power GLO

>> JBL ULTRA Solar Nature

>> OSRAM 965 Biolux

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