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Artentafel Spatelwels (Sorubim lima)

Artentafel Spatelwels (Sorubim lima)

Dies ist der Klassiker schlechthin unter den sogenannten "Raubwelsen". Er war einer der Ersten, der vor ca. 30 Jahren in unseren heimischen Aquarien Einzug hielt. Die Ersteinführung nach Deutschland geschah allerdings schon viel früher, im Jahre 1929 (durch die Firma Scholze & Pötschke). Meist findet man bei den Händlern Jungtiere, mit einer Länge von ca. 10cm, wo Sie noch recht putzig aussehen.

Aber bitte Vorsicht: Man sollte sich davon nicht täuschen lassen, denn diese Welse können auch im heimischen Aquarium wirklich sehr groß werden, ausserdem ist er im Vergleich zu anderen Raubwelsen sehr schwimmaktiv.

Name: Spatelwels, Gemeiner Spatelwels

Wissenschaftlicher Name: Sorubim lima (Bloch & Schneider, 1801)

Synonyme, auch alte: Platystoma lima (Bloch & Schneider, 1801) , Platystoma luceri (Weyenbergh, 1877), Silurus lima (Bloch & Schneider, 1801), Silurus gerupensis (Natterer, 1858), Sorubim infraoculare (Spix, 1829), Sorubim latirostris (Miranda Ribeiro, 1920)

Stamm: Chordata (Chordatiere)

Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)

Reihe: Osteichthyes (Knochenfische)

Klasse: Actinopterygii (Strahlenflosser)

Teilklasse: Teleostei (Echte Knochenfische)

Überordnung: Ostariophysi

Ordnung: Siluriformes (Welsartige)

Familie: Pimelodidae (Antennenwelse)

Unterfamilie: Pimelodinae

Gattung: Sorubim

Art: lima

Herkunft: Der Sorubim lima ist in Südamerika sehr weit verbreitet, von östlich der Anden, im Amazonas, in Brasilien, Ecuador, Peru und Bolivien, Orinoco, Paraná und Parnaíba System, ist aber auch bis nach Argentinien hinein verbreitet, praktisch lebt er in allen großen Flußsystemen Südamerikas.

Größe: In der Natur bis zu 60cm, im Aquarium aber "meistens" kleiner bleibend, um 30-35cm.

Aus eigener Erfahrung: Es gibt aber auch Beispiele wo dieser Wels, selbst im heimischen Aquarium, doch plötzlich "etwas" grösser wurde. Also lieber mit ca. 45-50cm Endlänge rechnen, dann erlebt man auch keine bösen Überraschungen.

Beschreibung: Der Spatelwels bekommt seinen Namen von der Form seines Kopfes, welche wie ein Spatel geformt ist. Der Kopf ist stark zusammengepresst und ca. 3 mal länger, wie breit. Auf der Oberseite ist das Tier hellbraun bis gelb gefärbt mit einigen schwarzen Punkten. In der Mitte hat er als Einziger aller Raubwelse unverkennbar einen schwarzen Längsstreifen, der bis durch die Schwanzflosse geht, auf der Unterseite ist die Färbung weiss, genauso wie die Schwanzflosse (im unteren Drittel). Der Sorubim lima besitzt 3 unterschiedlich lange Paare Barteln, mit welche er auch seine Beute erfühlt

Geschlechtsunterschied: Keine bekannten, aber die Weibchen sollen etwas grösser werden.

Nachzucht: Noch keine Nachzucht im Aquarium gelungen, was wohl durch die Laichwanderung dieser Tiere in der Natur zu erklären ist. Eine Vermehrung im Aquarium ohne Hormonbehandlung dürfte aber wohl kaum gelingen.

Lebenserwartung: 5 - 8 Jahre

Futter: Der Sorubim lima ist ein sog. Lauerjäger (oder auch: Piscivor: Fischfresser, dies stammt vom dem lat. pisces: Fische und vorare: verschlingen, gierig fressen).

Das bedeutet, dass Er seine Nahrung am liebsten in Gestalt kleinerer Fische im Vorbeischwimmen erbeutet, aber möglichst nicht mit Guppies füttern, da der Guppy eine evtl. vorhandene Tuperkulose auf die Räuber übertragen könnte. Dieser Wels kann auch sehr gut mit Fischfilet oder Stinten oder auch anderen grösseren Frost- und Lenbendfuttern gefüttert werden, nimmt aber eigentlich auch jede andere Art von Futter, wie z.B. grosses Flockenfutter, Pellets und Sticks zu sich, was Ihn wiederum zu Allesfresser werden lässt. Wie bei den Raubwelsen allg. üblich ist auch sein Motto: "Alles was ins Maul passt ist auch Futter"

Beckenlänge: Wenigstens 200x80x60cm, besser aber ab 300cm.

Beckenbereich: Alle Bereiche

Haltung: Diese Welse benötigen ein sehr grosses Aquarium mit viel freiem Schwimmraum. Ausserdem benötigt er Unterstände in allen Wasserbereichen, am besten aus Wurzelholz, welches zum Teil auch senkrecht im Wasser stehen sollte, sodass die Tiere sich auch wie in freier Natur senkrecht (Kopf meist nach unten) an Gegenständen aufhalten können. Außerdem wäre eine Bepflanzung und ein Schwimmpflanzenteppich ,sowie eine nicht zu helle Beleuchtung sehr von Vorteil. Als Bodengrund sollte ein feiner Kies von 1-2mm, besser aber Sand gewählt werden. Das Aquarium sollte wie schon gesagt viele Verstecke aus Holz oder auch Steinen und Höhlen besitzen, die geräumig genug sind, eine Gruppe dieser Tiere aufzunehmen. Wegen der starken Nachtaktivität sollte evtl. für eine nächtliche Beleuchtung gesorgt werden, damit die Tiere nicht so oft mit Ihren langen Barteln die Ruhe der anderen Beckenbewohner stört.

Sozialverhalten: Der S. lima ist ein sehr geselliger, sozialer Fisch, deshalb sollte man Ihn nie einzeln halten, sondern wenigstens in einer Gruppe zu Dritt, besser noch zu Fünft. Er ist auch sehr friedlich zu anderen Beckenbewohnen, solange sie nicht in sein Beuteschema passen. Hochrückige Fische werden kaum beachtet, die Länge der Mitbewohner sollte in etwa 1/2 der Länge des S. limas entsprechen. Er kann sehr gut mit ruhigen, grossen südamerikanischen Cichlidenarten, grossen Salmern, Arowanas und anderen grossen Raub- und L-Welsen vergesellschaftet werden. Die Tiere sind sehr nachtaktiv, den Tag über verbringen Sie meistens gemeinsam als Gruppe in Ihren Verstecken, weshalb Diese auch nicht zu klein ausfallen sollten.

Wasserwerte:

Temperaturen: 23-30 °C

pH-Wert: 6,5 - 7,8

Karbonathärte: 3 - 12° dKH

Gesamthärte: - 20 ° dGH

Besonderheiten: In regelmäßigen Abständen häuten sich die Tiere, wenn Ihnen ihre Haut zu klein wird. Oft passiert Dieses auch nach starken Schwankungen der Wasserwerte, oder durch Umsetzen der Tiere in ein anderes Aquarium. Dabei löst sich die Haut meist vom hinteren Körper her ab und bleibt dann kurzfristig am Kopf hängen, bevor sie komplett ablöst. Diese abgelöste Haut wird meistens vom Tier selbst aufgefressen.

Schutzstatus: Nicht geschützt

Schwierigkeit: Nicht für Anfänger geeignet

Infos zu den Updates:

01.10.2011: Fehler ausgemerzt.

28.05.2012: Ein Foto hochgeladen.

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