Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Fressen Schnecken gesunde Aquarienpflanzen?

Lesezeit: ca. 9 Minuten
Fressen Schnecken gesunde Aquarienpflanzen?
Fressen Schnecken gesunde Aquarienpflanzen? - Foto 1

Welche Arten Pflanzen schädigen können und welche harmlos sind

Schnecken gehören in vielen Aquarien ganz selbstverständlich zum Besatz. Während einige Aquarianer sie gezielt einsetzen, um Algen und Futterreste zu beseitigen, betrachten andere sie eher skeptisch und stellen sich die Frage: Fressen Schnecken eigentlich gesunde Aquarienpflanzen oder kümmern sie sich überwiegend um abgestorbene Pflanzenteile, Algen und organisches Material?

Dabei kommt es auf die Schneckenart an. Viele der typischen Aquarienschnecken sind ausgesprochen nützliche Bewohner, die sich hauptsächlich von Aufwuchs, Biofilmen, Algen und abgestorbenen Pflanzenresten ernähren. Andere Arten können dagegen durchaus gesunde Wasserpflanzen anfressen oder sogar ganze Pflanzenbestände schädigen.

Fressen Schnecken gesunde Aquarienpflanzen?

Die meisten Schnecken, die regelmäßig in Aquarien gehalten werden, ernähren sich nicht bevorzugt von gesunden Wasserpflanzen. Ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Algenaufwuchs, Bakterienrasen, Biofilmen, Futterresten und abgestorbenem organischem Material.

Dabei übernehmen sie eine wichtige Aufgabe im Aquarium: Sie verwerten organische Rückstände und helfen dabei, Oberflächen von Aufwuchs zu befreien. Besonders auf Scheiben, Dekorationen, Wurzeln und älteren Pflanzenblättern finden sie reichlich Nahrung.

Gesunde und kräftige Wasserpflanzen werden von diesen Arten normalerweise verschont. Allerdings bedeutet das nicht, dass jede Schnecke grundsätzlich pflanzenverträglich ist.

Einige größere Schneckenarten sind ausgesprochene Pflanzenfresser. Andere können zumindest weiche oder geschwächte Pflanzenteile beschädigen. Außerdem kann es vorkommen, dass eigentlich harmlose Schnecken an Pflanzen gehen, wenn das Nahrungsangebot im Aquarium knapp wird.

Welche Aquarienschnecken fressen keine gesunden Pflanzen?

Blasenschnecken

Blasenschnecken gehören zu den häufigsten Schnecken in Süßwasseraquarien. Oft gelangen sie unbemerkt mit neuen Pflanzen ins Aquarium und vermehren sich bei reichlichem Nahrungsangebot schnell.

Ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Algenbelägen, Biofilmen, Futterresten und abgestorbenen Pflanzenteilen. Gesunde Wasserpflanzen werden normalerweise nicht angegriffen.

Blasenschnecken sind daher keine Gefahr für einen gesunden Pflanzenbestand. Wenn sie in großer Zahl auftreten, ist das meist ein Hinweis auf ein reichliches Nahrungsangebot, beispielsweise durch zu viel Futter oder viele organische Rückstände.

Posthornschnecken

Auch Posthornschnecken (Planorbidae) sind beliebte und weitgehend pflanzenverträgliche Aquarienbewohner.

Sie weiden mit ihrer Raspelzunge Algenaufwuchs und Biofilme von verschiedenen Oberflächen ab. Außerdem fressen sie Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile.

Gesunde, kräftige Wasserpflanzen stehen normalerweise nicht auf ihrem Speiseplan. Weiche, bereits geschädigte oder absterbende Blätter können dagegen durchaus angefressen werden.

Posthornschnecken sind somit auch für gut bepflanzte Aquarien geeignet und leisten einen nützlichen Beitrag zur Verwertung organischer Rückstände.

Turmdeckelschnecken

Turmdeckelschnecken (Melanoides tuberculata) leben überwiegend im Bodengrund und sind dort ständig auf Nahrungssuche.

Sie ernähren sich von organischen Ablagerungen, Futterresten, abgestorbenem Pflanzenmaterial und Mikroorganismen. Beim Durchwühlen des Bodengrunds tragen sie außerdem dazu bei, organisches Material zu verteilen und den Bodengrund zu lockern.

Gesunde Aquarienpflanzen werden von ihnen nicht gezielt gefressen. Auch die Wurzeln kräftiger Pflanzen bleiben normalerweise unbehelligt.

Turmdeckelschnecken sind deshalb eine gute Ergänzung für viele Gesellschafts- und Pflanzenaquarien.

Rennschnecken

Rennschnecken (Neritidae) sind hervorragende Algenfresser und ernähren sich überwiegend von Algenbelägen und Biofilmen.

Sie raspeln Aufwuchs von Scheiben, Steinen, Wurzeln und anderen Oberflächen ab. Gesunde Wasserpflanzen interessieren sie normalerweise nicht.

Allerdings sollte man wissen, dass Rennschnecken je nach Art und Nahrungsangebot einen erheblichen Bedarf an natürlichem Aufwuchs haben. In sehr sauberen Aquarien kann es deshalb schwierig werden, sie ausreichend zu ernähren.

Für die Bepflanzung des Aquariums stellen sie normalerweise keine Gefahr dar.

Geweihschnecken

Geweihschnecken (Clithon-Arten) sind ebenfalls spezialisierte Aufwuchsfresser.

Sie ernähren sich hauptsächlich von Algen und Biofilmen, die sie mit ihrer Raspelzunge von Oberflächen aufnehmen. Gesunde Aquarienpflanzen werden nicht gefressen.

Durch ihre geringe Größe und ihre intensive Nahrungssuche sind sie besonders für kleinere Aquarien interessant, sofern genügend natürlicher Aufwuchs vorhanden ist.

Napfschnecken

Napfschnecken, die im Aquarium häufig als kleine, flache Schnecken auftreten, ernähren sich ebenfalls überwiegend von Algenaufwuchs und Biofilmen.

Sie sitzen gerne auf Scheiben, Blättern, Steinen oder Dekorationen und raspeln dort den vorhandenen Belag ab.

Gesunde Pflanzen werden normalerweise nicht beschädigt. Allerdings können sie sich auch auf Pflanzenblättern aufhalten, ohne diese tatsächlich zu fressen.

Welche Schnecken können gesunde Aquarienpflanzen schädigen?

Nicht alle Schnecken sind harmlose Aufwuchsfresser. Einige Arten ernähren sich überwiegend pflanzlich und können bei entsprechender Haltung erhebliche Schäden an der Aquarienbepflanzung verursachen. Besonders bei größeren Schneckenarten sollte man deshalb genauer hinschauen.

Paradiesschnecken

Paradiesschnecken (Marisa cornuarietis) gehören zu den Arten, bei denen Vorsicht geboten ist. Sie ernähren sich nicht ausschließlich von Algen und abgestorbenem Material, sondern fressen auch lebende Wasserpflanzen. Dabei können sie Blätter und weiche Pflanzenteile regelrecht abweiden.

In einem dicht bepflanzten Aquarium können sie innerhalb kurzer Zeit deutliche Fraßschäden verursachen. Besonders feinfiedrige und weichblättrige Pflanzen sind gefährdet.

Wer Wert auf eine üppige Unterwasserbepflanzung legt, sollte auf diese Schneckenart besser verzichten.

Apfelschnecken

Bei Apfelschnecken muss zwischen verschiedenen Arten unterschieden werden. Nicht jede Apfelschnecke ist automatisch ein Pflanzenfresser.

Besonders problematisch sind pflanzenfressende Arten wie Pomacea canaliculata und Pomacea maculata. Sie können große Mengen lebender Wasserpflanzen fressen und innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden anrichten.

Andere Arten, beispielsweise die im Aquarium bekannte Pomacea diffusa (häufig als Braune oder Gelbe Apfelschnecke beziehungsweise Mystery Snail bezeichnet), ernähren sich dagegen überwiegend von abgestorbenem Material, Aufwuchs und Futterresten. Gesunde Pflanzen werden von ihnen normalerweise verschont. Die genaue Artbestimmung ist daher besonders wichtig.

Hinzu kommt: Für die Haltung und Einfuhr bestimmter Pomacea-Arten gelten innerhalb der Europäischen Union besondere rechtliche Einschränkungen. Vor dem Kauf sollte man sich deshalb unbedingt über die jeweilige Art und die geltenden Vorschriften informieren.

Sumpfdeckelschnecken und andere größere Arten

Bei Sumpfdeckelschnecken (Viviparidae) handelt es sich überwiegend um Aufwuchs- und Detritusfresser. Sie gelten normalerweise nicht als problematische Pflanzenfresser.

Dennoch können einzelne Arten oder Exemplare bei ungünstiger Ernährung auch weiche Pflanzenteile aufnehmen. Häufiger handelt es sich dabei allerdings um bereits geschädigtes oder absterbendes Pflanzenmaterial.

Die Bezeichnung allein ist deshalb kein zuverlässiger Hinweis auf die Ernährungsweise. Entscheidend ist die konkrete Art.

Warum fressen Schnecken manchmal trotzdem Wasserpflanzen?

Selbst bei überwiegend pflanzenverträglichen Schnecken kann es gelegentlich zu Fraßspuren an Wasserpflanzen kommen. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen:

Abgestorbene oder geschwächte Blätter: Pflanzenblätter, die bereits abgestorben sind oder sich im Zersetzungsprozess befinden, werden von vielen Schnecken gerne gefressen. Sie lassen sich leichter abraspeln und stellen eine gut verfügbare Nahrungsquelle dar.

Nährstoffmangel bei den Pflanzen: Wenn Pflanzen aufgrund eines Nährstoffmangels geschwächt sind, können ihre Blätter beschädigt werden oder absterben. Schnecken nutzen diese Stellen anschließend als Nahrungsquelle. Besonders häufig werden solche Schäden fälschlicherweise als gezielter Fraß an gesunden Pflanzen interpretiert.

Zu wenig alternatives Futter: Fehlt es an Algenaufwuchs, Biofilmen und anderen Nahrungsquellen, können manche Schnecken verstärkt nach alternativer Nahrung suchen. Bei pflanzenfressenden Arten verstärkt sich dadurch das Problem zusätzlich.

Mechanische Vorschädigungen: Bereits eingerissene, beschädigte oder angefaulte Blätter werden häufig von Schnecken abgeweidet. Die Tiere beseitigen dabei oft lediglich Pflanzenmaterial, das ohnehin nicht mehr gesund ist.

Wie lässt sich verhindern, dass Schnecken Aquarienpflanzen beschädigen?

Wer Schnecken und gesunde Wasserpflanzen gemeinsam halten möchte, sollte bereits bei der Auswahl der Arten auf die richtige Ernährung achten. Für ein bepflanztes Aquarium eignen sich insbesondere Blasen-, Posthorn-, Turmdeckel-, Renn- und Geweihschnecken. Bei ihnen steht die Aufnahme von Aufwuchs, Algen und organischen Rückständen im Vordergrund.

Ausreichend Nahrung anbieten: Aufwuchs, geeignete Schneckenfuttertabletten und pflanzliche Futtermittel können bei Bedarf die Ernährung ergänzen.

Pflanzen gesund halten: Eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen, ausreichend Licht und geeignete Wasserbedingungen fördern kräftige Pflanzen, die weniger anfällig für Schäden sind.

Futtermenge kontrollieren: Zu viele Futterreste begünstigen eine starke Schneckenvermehrung. Eine angepasste Fütterung hält das Gleichgewicht im Aquarium stabil.

Neue Pflanzen kontrollieren: Schnecken und ihre Gelege können mit neuen Wasserpflanzen eingeschleppt werden. Wer bestimmte Arten vermeiden möchte, sollte neue Pflanzen entsprechend kontrollieren.

Fazit: Die meisten Aquarienschnecken sind keine Pflanzenfresser

Die Sorge, dass Schnecken grundsätzlich gesunde Aquarienpflanzen fressen, ist unbegründet. Die meisten verbreiteten Aquarienschnecken ernähren sich hauptsächlich von Algenaufwuchs, Biofilmen, Futterresten und abgestorbenem Pflanzenmaterial.

Blasen-, Posthorn-, Turmdeckel-, Renn- und Geweihschnecken gelten deshalb als weitgehend unproblematische Bewohner bepflanzter Aquarien.

Anders sieht es bei echten Pflanzenfressern wie der Paradiesschnecke (Marisa cornuarietis) und bestimmten Apfelschneckenarten aus. Sie können gesunde Wasserpflanzen erheblich schädigen und sind für ein klassisches Pflanzenaquarium nur bedingt oder gar nicht geeignet.

Wer die Ernährungsweise der jeweiligen Schneckenart kennt, kann problemlos Schnecken und üppige Wasserpflanzen miteinander kombinieren. In vielen Aquarien sind die kleinen Weichtiere sogar ausgesprochen nützliche Helfer.

Häufig gestellte Fragen 

Fressen Posthornschnecken gesunde Aquarienpflanzen?

Nein, Posthornschnecken ernähren sich überwiegend von Algenaufwuchs, Biofilmen, Futterresten und abgestorbenen Pflanzenteilen. Gesunde und kräftige Wasserpflanzen werden normalerweise nicht angefressen.

Fressen Blasenschnecken gesunde Pflanzen?

Blasenschnecken gelten als weitgehend pflanzenverträglich. Sie ernähren sich hauptsächlich von Algen, Biofilmen und organischen Rückständen. Geschwächte oder bereits abgestorbene Blätter können sie jedoch abraspeln.

Welche Schnecken fressen keine gesunden Wasserpflanzen?

Zu den überwiegend pflanzenverträglichen Aquarienschnecken gehören Blasenschnecken, Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken, Rennschnecken, Geweihschnecken und Napfschnecken.

Welche Schnecken fressen gesunde Aquarienpflanzen?

Besonders Paradiesschnecken (Marisa cornuarietis) und bestimmte Apfelschneckenarten wie Pomacea canaliculata und Pomacea maculata können gesunde Wasserpflanzen fressen und erhebliche Schäden verursachen.

Fressen Turmdeckelschnecken die Wurzeln von Aquarienpflanzen?

Nein, Turmdeckelschnecken ernähren sich hauptsächlich von organischem Material, Futterresten und Mikroorganismen im Bodengrund. Gesunde Pflanzenwurzeln werden normalerweise nicht angegriffen.

Warum haben meine Aquarienpflanzen Löcher, obwohl ich nur harmlose Schnecken halte?

Löcher in Pflanzenblättern können durch Nährstoffmangel, ungünstige Wasserbedingungen oder abgestorbene Blattbereiche entstehen. Schnecken nutzen solche vorgeschädigten Stellen häufig als Nahrungsquelle. Sie sind deshalb nicht zwangsläufig die Ursache der Schäden.

Sind Schnecken im Pflanzenaquarium sinnvoll?

Ja, viele Schneckenarten sind eine sinnvolle Ergänzung. Sie fressen Algenaufwuchs, Biofilme und abgestorbene Pflanzenteile und tragen damit zum Abbau organischer Rückstände bei. Wichtig ist lediglich, eine geeignete Art auszuwählen.

Sind viele Schnecken im Aquarium ein Zeichen für schlechte Wasserqualität?

Nicht unbedingt. Eine starke Schneckenvermehrung deutet häufig auf ein reichliches Nahrungsangebot hin, beispielsweise durch viele Futterreste, abgestorbene Pflanzen oder Algenaufwuchs. Die Schnecken selbst verursachen nicht automatisch eine schlechte Wasserqualität.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Autor*in: Tom

Userbild von Tom
Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Fressen Schnecken gesunde Aquarienpflanzen? (Artikel 8453)

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Aquarium im Kindergarten: Natur erleben, Verantwortung lernen und Kinder begeistern

Aquarium im Kindergarten: Natur erleben, Verantwortung lernen und Kinder begeistern

Allgemeine Tipps & Tricks

Ein Aquarium im Kindergarten verbindet Naturerlebnis, Bildung und Verantwortung und kann Kindern täglich faszinierende Einblicke hautnah bieten. Fische, Pflanzen und Schnecken ziehen Kinder fast automatisch in ihren Bann. Gerade im Kindergarten kann ein gut geplantes Aquarium deshalb weit mehr sein als Dekoration: Es wird zu einem lebendigen Lernort, an dem Kinder Natur beobachten, Zusammenhänge verstehen und Verantwortung erleben.

Zierfische für ein kleines Aquarium mit 54 Litern

Zierfische für ein kleines Aquarium mit 54 Litern

Arten

Ein Aquarium mit einem Fassungsvermögen von 54 Litern gilt als ein sogenanntes "Nano-Aquarium" und erfreut sich großer Beliebtheit bei Anfängern und erfahrenen Aquarianern gleichermaßen. Der geringe Platzbedarf und die relative Einfachheit in der Handhabung machen es zu einer attraktiven Wahl für diejenigen, die die Faszination der Aquaristik erleben möchten. Doch gerade bei kleineren Aquarien ist die Auswahl der passenden Zierfische entscheidend, da nicht jede Art in einem solchen Umfeld gehalten werden kann. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen detaillierten Überblick über die besten Zierfische für ein 54-Liter-Aquarium und worauf Sie bei der Haltung achten müssen.

Perfekte Fische für das Garnelenaquarium - ein umfassender Leitfaden für dauerhaftes Gleichgewicht

Perfekte Fische für das Garnelenaquarium - ein umfassender Leitfaden für dauerhaftes Gleichgewicht

Wirbellose

Garnelenaquarien haben sich in den letzten Jahren von einer Nische zu einem festen Bestandteil der Aquaristik entwickelt. Ob farbenprächtige Zwerggarnelen, natürliche Aquascapes oder minimalistische Becken mit Moosen und Aufsitzpflanzen – Garnelen faszinieren durch ihr Verhalten, ihre Farbenvielfalt und ihre Rolle als nützliche Resteverwerter. Früher oder später kommt bei vielen Aquarianern jedoch der Wunsch auf, das Garnelenbecken mit Fischen zu ergänzen. Genau an diesem Punkt beginnt eine der größten Herausforderungen in der Süßwasseraquaristik: Welche Fische eignen sich wirklich für ein Garnelenaquarium?

Beim Tümpeln immer wieder im Kescher: Der Wasserfloh

Beim Tümpeln immer wieder im Kescher: Der Wasserfloh

Futter

Ein Wasserfloh ist ein kleines wirbelloses Lebewesen, das zur Gruppe der Krebstiere (Crustacea) gehört und hauptsächlich in stehenden Gewässern wie Seen und Teichen zu finden ist. Wasserflöhe sind etwa 0,2 bis 5 mm groß und haben einen ovalen, transparenten Körper, der von einer harten, durchsichtigen Hülle (Panzer) umgeben ist. Sie besitzen zwei Antennen und mehrere Beinpaare, mit denen sie sich im Wasser fortbewegen.

Bartalgen im Aquarium: Ursachen, Erkennung und wirksame Maßnahmen gegen hartnäckige Algen

Bartalgen im Aquarium: Ursachen, Erkennung und wirksame Maßnahmen gegen hartnäckige Algen

Allgemeine Tipps & Tricks

Bartalgen gehören zu den Algenproblemen, die Aquarianer besonders schnell frustrieren. Sie verschwinden selten von allein, haften fest an Dekoration, Technik und Pflanzen und wirken durch ihre dunklen Büschel oft wie ein Zeichen für schlechte Pflege. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Bartalgen entstehen auch in gepflegten Aquarien, wenn Licht, Nährstoffe, Kohlendioxid, Strömung und Pflanzenwachstum nicht sauber zusammenspielen.

Seltene Salmler aus Südamerika: Echte Raritäten

Seltene Salmler aus Südamerika: Echte Raritäten

Arten

Seltene Salmler aus Südamerika faszinieren mit ungewöhnlichen Farben, spannendem Verhalten und echtem Raritätenstatus im anspruchsvollen Aquarium. Wer bei südamerikanischen Salmlern nur an Neonsalmler, Rotkopfsalmler oder Trauermantelsalmler denkt, sieht lediglich einen kleinen Ausschnitt einer enorm vielfältigen Fischgruppe. Flüsse, Schwarzwasserbäche, Waldtümpel und Überschwemmungsgebiete vom Amazonasbecken bis zum Guayana-Schild beherbergen zahlreiche Arten, die im normalen Zoofachhandel kaum auftauchen. Manche werden nur sporadisch importiert, andere sind aufgrund kleiner Verbreitungsgebiete, schwieriger Zucht oder geringer Nachfrage selbst bei spezialisierten Händlern selten.