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Blogartikel 'Artentafel - Copadichromis cyclicos' von Der Schweizer

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Artentafel - Copadichromis cyclicos

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Lebensraum

Copadichromis cyclicos lebt vorwiegend im sehr seichten Wasser über Sandboden. Einige Populationen, oder eben Angehörige des Eucinostomus-Komplexes (siehe dazu auch Punkt „Besonderheiten“), werden aber auch im Felsbiotop beobachtet, wobei sich auch bei solchen Populationen die Männchen meist über Sand aufhalten.


Wassertiefe der Cyclicos-Habitate

C. cyclicos lebt bevorzugt im Niedrigwasser in Tiefen zwischen rund 5 und 10 Meter.


Ernährung

Copadichromis cyclicos zählt zu den karnivoren Cichliden. Er ernährt sich hauptsächlich im offenen Wasser von Zoo- und Phytoplankton. Auch Wirbellose und andere Kleinstlebewesen gehören zum Speiseplan, da Plankton nicht das ganze Jahr über an allen Orten in ausreichenden Mengen vorhanden ist.


Besonderheiten

Copadichromis cyclicos gehört dem Eucinostomus-Komplex an – eine Gruppe ähnlicher Utakas, welche vorwiegend im Niedrigwasser über Sand vorkommen. Da die Angehörigen dieser Gruppe, für Copadichromis untypisch, Laichgruben auf reinem Sand bauen, und auch anatomisch (Grundfarbmuster) von den meisten Copadichromis-Arten abweichen, wurden sie bereits einmal in die Gattung Nyassachromis umgeteilt und vor einigen Jahren doch vorläufig wieder Copadichromis zugeordnet.

Aufgrund fehlender wissenschaftlicher Untersuchungsmöglichkeiten ist es bisher nicht gelungen, die verschiedenen Populationen eucinostomus-ähnlicher Arten exakt der einen oder anderen Art zuzuordnen. Deshalb werden die meisten solcher „Populationen“ aktuell unter dem Namen Copadichromis cyclicos geführt.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als gefährdet eingestuft.


Verhalten

Die Individuen von Copadichromis cyclicos und / oder ähnlichen, dem Eucinostomus-Komplex angehöriger Arten, leben meist in sehr dichten Populationen, respektive in sehr grossen Schulen.

Die territorialen Männchen erstellen ihre meist sehr hohen Sandburgen in grossen Brutarenen (Koloniebrüter). Aufgrund des, durch die grosse Populationsdichte bedingten, starken Konkurrenzkampfes, werden die revierhaltenden Männchen daran gehindert, ihre Burgen zu verlassen. Selbst wenn sich Weibchen dem Laichkegel nähern, wagt sich der Bock tagsüber nicht über den Kraterrand hinaus, um diese anzubalzen.

Die Cyclicos-Männchen verlassen aber, wie fast alle Sandcichliden, ihre Burgen bei Nacht, um sich in Schulen der Nahrungssuche zu widmen, weshalb die Reviere jeden morgen neu erkämpft werden müssen. Territoriale Böcke, welche auf dem dicht „besiedelten“ Sandgrund keinen Platz mehr in der Kolonie finden, tragen teilweise kiloweise Sand zu einem Fels hoch und bauen dort ihre Laichplattform.

Die Weibchen und juvenilen Böcke schwimmen meist in unmittelbarer Umgebung solcher Brutarenen, was ihnen grössere Wanderungen zwischen Brut- und Fressgründen erspart. Maulbrütende Weibchen hingegen sondern sich oft etwas von ihren grossen Schulen ab und versuchen, sich im Sandbiotop so gut als möglich zurückzuziehen.


Populationen

Copadichromis cyclicos, respektive die eucinostomus-ähnlinen Arten, ist / sind wohl seeweit verbreitet.

Aktuell gilt ein besonderes Augenmerk auf folgende, gesicherte Populationen:

>> Mdoka
>> Msuli Point
>> Nankhumba Peninsula
>> Otter Point


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer grossen Sandfläche an, welche durch sehr wenige grössere Felsbrocken unterbrochen wird. Der Bepflanzung eines Cyclicos-Beckens ist nichts entgegenzusetzen, da im natürlichen Lebensraum der Art vereinzelt Valisnerien und Hornkraut gedeihen. Es sollte aber auf jeden Fall darauf geachtet werden, viele offene Sandflächen zu belassen, welche von den Tieren als Brutarenen genutzt werden.

C. cyclicos kann in Becken ab 400 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 140 Zentimeter gewährleistet wird. Aufgrund des natürlichen Verhaltens ist es empfehlenswert, diese Art immer in kleinsten Gruppen (z.Bsp. 3m/5w) zu pflegen. In der aber ebenfalls möglichen Haremshaltung sollte jeweils 1 Bock mit mindestens 2-3 Weibchen gepflegt werden.


Vergesellschaftung

Vergesellschaftet werden sollte grundsätzlich nur mit nicht allzu aggressiven Arten. Arten der folgenden Gattungen währen eine ideale Wahl:

Utakas / Sandcichliden:
>> Aulonocaras-Arten (Sand-Aulonocaras)
>> Lethrinops-Arten
>> Nyassachromis-Arten
>> Copadichromis-Arten
>> Protomelas-Arten

Ebenfalls wäre es möglich, Copadichromis cyclicos mit einigen ruhigen Räubern der Sandzone zu vergesellschaften.

Räuber:
>> einige Buccochromis-Arten
>> Taeniochromis-Arten
>> Mylochromis-Arten


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von C. cyclicos werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. Für ORANGE beginnt erst bei knapp über 10 Meter Wassertiefe und für ROT aber bereits ab 5 Meter die Absorptionsphase.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb- und Orange-, sowie stark abgeschwächten Rot-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Cyclicos-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee" empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
>> OSRAM 965 Biolux
 
Artentafel - Copadichromis cyclicos
 
Blogartikel 'Blog 3915: Artentafel - Copadichromis cyclicos' aus der Kategorie: "Ichthyologie" zuletzt bearbeitet von Der Schweizer am 18.01.2011 um 18:46 Uhr
 
 
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