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Blogartikel 'Zeolith Methode im Test'

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Aquarianer seit: 
2008


Zeolith Methode im Test von JuWa

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Die Zeolith-Methode anzuwenden, um ein Meerwasserbecken nährstoffarm zu fahren, für mich besonders PO4-arm, kam für mich nach langem hin und her in Frage. Einiges habe ich über diese Methode gelesen, auch in Verbindung mit Bakterien und Nahrung. Ein bekannter hat mich angesprochen, ob ich sein neues Zeolith ausprobieren möchte und er gab mir eine 1000 ml Probepackung. Diese lag nun 4 Monate im Schrank bevor ich durch Zufall erneut darauf gestoßen bin. Auslöser ist ein zu hoher Phosphat-Wert, welchen ich nicht unter 0, 05 mg/l bekomme. Zumindest konnte ich diesen innerhalb von 2 Monaten mit Diakat von Peter Gilbers von 0, 5 herunter bekommen.

Anwendung:

Die Anwendung scheint einfach zu sein. Auf meine Beckengröße sind es 1500ml zum optimalen Nährstoffentzug. Zudosierung soll in Teilschritten erfolgen (2-3) und der Wechsel ebenfalls.

Tag 1 (17.06.2011) :

500 ml des Zeoliths habe ich in einen Damenstrumpf verfrachtet und den Strumpf an einer strömungsstärkeren Stelle platziert. Die Strömung darf nicht so stark sein, dass Abrieb an den Steinen entsteht, sollte aber auch nicht an einer strömungsarmen Stelle plaziert werden, um einen Optimalen Entzug zu gewährleisten, also schlicht die höchstmögliche Effektivität zu erreichen. An diesem Tag habe ich den PO4 Wert gemessen, dieser lag bei 0, 05 mg/l. Dieser Wert ist, so hoffe ich, für das schlechte Wachstum

meiner Steinkorallen verantwortlich.

Tag 4 (20.06.2011) :

Am Polypenbild hat sich nichts geändert, die Fotos auf meiner Seite entstanden auch heute. Werder eine verbesserung noch eine Verschlechterung. Meistens reagieren Steinkorallen mit leichtem aublassen bevor diese dann richtig zur Geltung kommen. Dann bin ich mal gespannt.

Tag 5 (21.06.2011) :

Der PO4 Wert lag gestern Abend bei 0, 05 mg/l, also keinerlei Verbesserung. Die Tage werden es zeigen.

Tag 7 (23.06.2011) :

Heute eine erneute Messung des Phosphats durchgeführt. ganz 0, 05 mg/l sind es nicht, eine minimale Erhellung der Probe ist zu sehen. Abere diese ist minimal und die Anzeige bei dem Tropic Marin Test ist leider in diesem Bereich sehr ungünstig gestaffelt [ 0, 01 - 0, 05 - ....].

Spiele mit dem Gedanken einen Hanna Phosphate Checker zu bestellen. Bei Amazon kostet dieser mit 25 Reagenzien 69, 00 EUR, was für mein Budged deutlich zu viel ist. Ein Versand aus den Staaten kommt da schon eher in Frage. Durch den schwachen Dollar-Kurs lohnen sich Importe definiv, da diese dort zusätzlich noch gefertigt werden und man in Deutschland den Importeur bezahlt. In der Bucht (.com) kostet solch ein Test mit Versand und 25 Reagenzien ca. 43 EUR und für 50 hat man dann 75 Reagenzien zum testen.

Die Korallen dienen nun als Indikator zum Nährstoffgehalt und dessen Menge im Wasser. Natürlich werde ich trotz dem die Messungen mit Tropic Marin durchführen.

Das Gewebe meiner Seriatopora caliendrum ist von einem gelblichen braun ins helle gelb-weiß gewechselt. Eierschalenfarben entsprechen diesem Ton, oder Champagnerfarbe aufgehellt.

Die Äußeren Ringe und damit das Gewebe der Acantastrea ist sehr stark aufgehellt. VOn einem gräulichen blau ins grau-weiße.

Tag 12 (28.06.2011)

Leider ist im Becken nichts passiert habe den letzten PO4 Test aufgebraucht und wie befürchtet hat sich nichts an der Ablesbarkeit bzw. Deutlichkeit der Messfarbe getan. Da ich sowieso Wassertests für Calcium und Magnesium gebraucht habe, habe ich mir gleich mal einen neuen PO4 Test mitbestellt. Ich hoffe dieser wird diese Woche kommen, damit ich gegenmessen kann. Angeblich kann man mit dem Salifert kleinere Werte erfassen (zumindest mit dem Neuesesten). DIese Erfahrung werde ich natürlich weiter geben. Der Po4 Test zeigt im Moment 0, 05 bzw etwas heller, also eher im 0, 04 er Bereich. Die übrigen Wasserwerte werden mit Balling stabil gehalten.

Ergebnis: 08.10.2011

Nach mittlerweile fast 4 Monaten kann ich nun ein Fazit ziehen:

-> die Zeolith Methode ist sehr effektiv, um die Nährstoffe aus dem Wasser zu bekommen. Nu geht es verdammt schnell, denn schon nach ca 2 Monaten habe ich keine Nährstoffe mehr messen können. So musste ich die Fütterung verdoppeln und den Abschäumer zeitweise abstellen, damit überhaupt etwas zu messen ist (gemessen mit drei unterschiedlichen Tests). Mittlerweile habe ich den Wechselzyklus des Zeoliths auf 1, 5 Monate verlängert um Nährstoffwerte kurz überhalb des n.N.B. zu haben.

Diese Methode ist sehr empfehlenswert.

Überigens, das Zeolith stammt von dieser Adresse (www.ricordea-bay.de), die Produktlinie nennt sich Fatty Zeo-Stone. Inhaber ist der Michael. Sehr gut und vor allem sehr sehr günstig.

 
Zeolith Methode im Test
Zeolith Methode im Test
Zeolith Methode im Test
Zeolith Methode im Test
 
Blogartikel 'Blog 4230: Zeolith Methode im Test' aus der Kategorie: "Methoden zum Nährstoffentzug" zuletzt bearbeitet von JuWa am 27.11.2013 um 20:39 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 30.11.2013 um 11:51 von The_Lizardking
Du könntest den Aufbau der Bakterien durch Zugabe von Kohlenstoffverbindungen beschleunigen. Hier eignet sich besonders die Verwendung von Methanol, da es eine sehr einfache Kohlestoffverbindung ist und von den Bakterien leicht gespalten werden kann. Wodka enthält eine recht feine Menge an Methanol aber auch Ethanol wird von den Bakterien gerne verwendet. Im Süßwasser gibt es versuche mit Holz in Reaktoren, was ebenfalls sehr gut funktioniert um als natürliche Kohlenstoffquelle hier angeführt zus ein.

Damit wäre es wesentlich schneller gegangen - in deinem Test ist nun die Grenze an dem was das Zeolith leistet und dem was das Becken selbst leistet schon etwas verschwommen. Aber es ist trotzdem ein schönes Beispiel wie es funktionieren kann... ich bleibe trotzdem ein Freund von der Wodkamethode,... wenn der Wodka richtig eingestellt ist funkt das super und ich gebe das Methanol direkt ins Becken und nicht ins Filterbecken, somit reinigt sich das Becken nach einiger Zeit auch auch ohne Filterbecken quasi von selbst.

Gerade beim Meerwasser durch seine sehr aggressive Umgebung stellt sich dieser Effekt nach 1 - 2 Jahren meistens ohnehin von selbst ein. Der Ideale Weg wäre ein Becken über einen langen Zeitraum ganz langsam einzurichten - aber wer will den schon so lange warten :-)

Danke fürs Feedback, guter Blog!!
 
 

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