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Tigerpythonterrarium 39635 von Helga Kury

einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Userbild von Helga Kury
Neues Terrarium für Tigerpython `Baby`

Beschreibung des Terrariums

Läuft seit:
2019
Grösse:
330x200x260cm = 17160 Liter
Letztes Update:
14.05.2019
Besonderheiten:
Das halbe Zimmer wird zum "Terrarium" mit ca. 6 Quadratmetern...
Fichten-Vierkantholz ohne Astlöcher wurde für den Rahmen verwendet, der mit Fichten-Dreischicht-Platten verkleidet ist.
Am Boden befindet sich (bald) ein "Plastik-Boden" (PVC), der den Parkettboden darunter schützen soll. Der Boden wird auf ca. 50cm in die Höhe an der Wand angemacht und stellt so eine "auslaufsichere" Wanne dar.

Schon in den letzten zwei Jahren (vor dem Neubau des "Terrariums") war das Netz (Ladegutsicherungs-Netz für LKW`s) im Einsatz. Ich finde es eine gute Variante, da so die Luft am besten zirkulieren kann und die Maschen des Netzes sind auch eng genug, damit das Tier sich nicht verletzen kann!

ÜBRIGENS: Durch einen großen Wasserschaden (von der darüber liegenden Wohnung) mussten wir das "Terrarium" komplett neu bauen...
Ansicht vom `Terrarium` außen mit Netz...
Ansicht vom `Terrarium` außen...
Ansicht vom `Terrarium` innen...
Blick zum ersten Fenster, das in das Terrarium geht... Das zweite Fenster ist außerhalb
Die Türe für das Terrarium...
Zimmertür zum Terrarium... Das Poster zeigt den Python und mich - wir waren vor

Dekoration

Bodengrund:
Mit dem Bodengrund ist das so eine Sache...
Ich habe mich schon vor langer Zeit aus diversen Gründen gegen Erde entschieden. In einem kleinen Terrarium hat man die Bodenchemie besser im Auge, doch bei einem so großen Terrarium kann es zum Problem werden...

Ich verwende Zeitungspapier-Schnitzel, da es u.a. leichter zu reinigen ist und ich den Python schon seit 22 Jahren sehr erfolgreich so halte. Meine Recherchen vom natürlichen Habitat dieser Schlangen zeigten mir, dass die Tiere in Höhlen leben. Manchmal teilen sie diese Höhlen auch mit Stachelschweinen. Die Schlangen kommen auch in großen Höhlen mit Fledermäusen vor, wo am Bodengrund sehr viel Fledermauskot liegt.
Ich werden auch zukünftig Zeitungspapier-Schnitzel verwenden, die sich mit den flüssigen Ausscheidungen der Schlange verkleben und die ich bei Bedarf entfernen kann.

Nach so vielen Jahren gründlicher Beobachtungen und Erfahrungen bin ich der Meinung, dass die Tiere ihre flüssigen Ausscheidungen manchmal zu benötigen scheinen - so auch z.B. bei der Häutung. Ich habe beobachtet, dass sich die Schlange eine Art Häutungs-Platz mit den Ausscheidungen herrichtet. Sie legt sich in die Ausscheidungen und die Häutung hat ihr noch niemals Probleme bereitet. Auch bei ihrer Länge von 5m häutet sich das Tier toll.
Die Kotballen werden allerdings alsbald entfernt.
Terrariumbepflanzung:
Momentan keine, diese würden zerstört werden... Im Zimmer, außerhalb vom Terrarium werden jedoch Pflanzen stehen.
Und im Wasserbecken habe ich manchmal Anubien oder Hornkraut drin... Und Wasserlinsen schleichen sich "von alleine" ein... ;-)
Weitere Einrichtung: 
Eine Höhle ist für das Tier wichtig, wo es sich sicher fühlen kann. Dort habe ich auch die Heizmatte in Verwendung. Es gibt noch "Felsen", Steine und einen Holzstamm... Im Sommer wird es oft wärmer und der Python sucht Abkühlung. Hierzu habe ich früher ein altes, leeres Aquarium verwendet, in das sich das Tier gerne zurückzog. Ich muss noch überlegen, was es diesmal wird und was "Baby" bevorzugt... Dazu teste ich einiges aus. Vielleicht Marmor-Platten? Mal sehen :-)

Terrarien-Technik

Beleuchtung:
Eine UV-Beleuchtung ist bei der Haltung von einem Tigerpython nicht unbedingt notwendig, was ich bisher gelesen habe. Doch seit dem Jahr 2017 habe ich zeitweilen eine Lampe mit UV-B-Bestrahlung im Einsatz. Ansonsten scheint am Morgen die Sonne in den Raum und es befindet sich ein Fenster im "Terrarium", weshalb Tageslicht Verwendung findet und eine zusätzliche Beleuchtung nicht notwendig ist...
Filtertechnik:
Früher hatte ich im Wasser-Becken eine Filterung - meist zwei kleine Eheimfilter im Einsatz.
Das Tier hat aber eine eigene, "flache Wasserwanne" (Blumenuntersetzer für Pflanzenkästen), die immer wieder (bei Bedarf - z.B. 2-3 Tage nach der Fütterung) mit frischem Wasser gefüllt wird. So kann die Schlange wählen, ob sie "Altwasser" oder frisches Wasser trinken möchte.
Weitere Technik:
Ich habe immer eine zweite Heizmatte zur Vorsorge im Haus!! Wichtig!
Festmachen des Netzes...
Druckluft-Kompressor um das Netz zu befestigen...
Die Türe wird durch drei Riegel sicher verschlossen. Ein Vorhängeschloss kommt
Das Holz wurde einmal komplett mit Bodenlack auf Wasserbasis gestrichen, abgezogen

Besatz

Ein weiblicher Tigerpython - mit ziemlicher Sicherheit ein Mix zwischen dem hellen und dem dunklen Tigerpython. Das Verbreitungsgebiet des Python molurus bivittatus (Dunkler Tigerpython) und des Python molurus molurus (Heller Tigerpython) überschneidet sich an mehreren Stellen, weshalb auch in ihrer Heimat "Mischlinge" vorkommen.
Ich finde mein Tier besonders schön gezeichnet. Leider weiß ich nicht, woher es stammt. Cites gab es vor 1997 noch keine. Ich habe jedoch seit kurzer Zeit einen Anhaltspunkt und eventuell einen Kontakt wo ich hoffe, genaueres zu erfahren...
Einfach ein wunderschönes Tier! Tigerpython Gillian, die ich allerdings schon lange
So sieht die Haut nach einer Häutung aus - in einem Stück gehäutet...
Mein Lieblingsbild von `Baby` - es entstand 2002/2003...

Haltungsparameter

Temperatur:
Das Tier benötigt kühlere Stellen und warme Stellen. Die Zimmertemperatur liegt meist bei 22-24 Grad C. Ich verwende darum nur eine Heizmatten (40 Watt). Das Tier legt sich nach dem Fressen zur Verdauung mit dem ganzen Körper auf die Heizmatte. Ich habe auch beobachten können, dass es sich nach zwei bis drei Tagen genau mit der Region des Körpers, wo es die Wärme benötigt, auf die Matte legt und die anderen Regionen lieber nicht wärmen möchte und diese so neben der Heizmatte liegen...
Temperaturen von 28 Grad C scheint "Baby" nicht zu mögen und sucht vor allem im Sommer kühlere Stellen auf.

Winterzeit:
Im Winter hält die Schlange eine Art Winterruhe. Es gibt dann oft 3-4 Monate nichts zu fressen und die Schlange zieht sich zurück und ist nur manchmal auf der Heizmatte zu sehen. Vor allem in jüngeren Jahren, bis sie ca. 18-20 jahre alt war, war das eigentlich jedes Jahr so.
Seit das Tier aber 5m hat, kam es im Winter manchmal vorkommen, dass sie eine Fress-Pause von nur 2-3 Monaten hält. Im Herbst 2019 wird das Tier 25 Jahre alt.

Luftfeuchtigkeit:
Mit dem großen Wasserbecken und auch, weil sich noch andere Terrarien im selben Raum befinden, ist die Luftfeuchtigkeit kein Problem. Bisher konnten wir das Zimmer immer gut regeln. Zu feucht hat es das Tier nicht gerne und zu trocken natürlich auch nicht.
Die Luftfeuchtigkeit steigt in der Nacht an.
Die Prozente der Luftfeuchtigkeit werden noch kommen, wenn das Ganze einige Zeit gelaufen ist...
Nur im Jänner muss ich darauf achten, dass es nicht zu trocken wird!

Futter

Das Tier hat in seinem Leben schon viele verschiedene Arten an Tieren gefressen. Von Hamstern, Ratten, Meerschweinchen, Degu, Enten bis Hühner und Kaninchen war viel dabei...
Tot frisst sie nicht. Ich habe es mal mit zwei Ratten versucht, die ich vorher getötet hatte. - Keine Chance. Dies habe ich auch bei der zuständigen Stelle (man muss alle Reptilien und Amphibien anmelden) gemeldet, da es ein Gesetz gibt, das das Verfüttern von lebenden Wirbeltieren (mit Ausnahmen) verbietet.

Seit einigen Jahren, seitdem das Tier so groß ist, erhält "Baby" allerdings nur mehr Hühner und Kaninchen. ABER! Die Tiere hole ich von zwei Bauernhöfen, wo die Hühner im Freien gehalten werden (im Obstgarten) und die Kaninchen täglich frisches Grünfutter erhalten. Das ist sehr wichtig!!

Vitamine oder Mineralstoffe bekommt der Tigerpython keine und diese sind auch nicht notwendig, wenn das Futter gut ernährt wurde!

Sonstiges

Ganz Wichtig!!
Desinfektionsmittel haben nur im Krankenhaus oder in der Arztpraxis etwas zu suchen.
In der Tierhaltung und auch im Wohnraum von Menschen haben diese Mittel nichts verloren. Sie stören das natürliche Gleichgewicht der Bakterien und fördern auf lange Sicht gesehen die Bildung neuer, resistenter Bakterien und anderer Keime...

Wenn man schon mal etwas desinfizieren möchte, dann rate ich zu Hitze (Gegenstände abkochen) und wenn das nicht möglich sein sollte, dann zu einem 70%igen Ethylalkohol-Gemisch. Man erhält z.B. in der Apotheke 96%igen Alkohol, den man mit Wasser zu einem Gemisch von 70% strecken kann. (Nicht trinken - Erblindungsgefahr! - immer sicher Verwahren!!) BITTE SELBST GENAU INFORMIEREN!! Ich übernehme keine Gewähr und möchte hier nur Denk-Anstöße geben.

Infos zu den Updates

Manches wird noch geändert werden!!! Wir befinden uns noch im Bau - ein herzlicher Dank geht an Peter (der die Trennwand gebaut hat) und an Magdalena, meine beiden Freunde und Kollegen aus dem Verein "Aquarienfreunde Tirol 1990". Herzlichen Dank auch an meinen Bruder Walter und meine Eltern, die stets da sind, wenn man sie braucht und schon so lange so ein großes Tier in ihrer Nähe dulden. Und ja, wir haben auch tolle Nachbarn - Vielen Dank!

Hier findet man noch einen Artikel zum Tigerpython!
https://www.einrichtungsbeispiele.de/artikel/erfahrungen-mit-einem-tigerpython-in-22-jahren_aid5350.html

User-Kommentare

Tom am 14.05.2019 um 23:03 Uhr
Hallo Helga,
das ist schon ein Wahnsinns-Tier. Auch das Alter ist schon ein Grund, dass man sich mehr als gut überlegen sollte, sich so eine Schlange zuzulegen.
Auch das Poster ist saucool ;-)
Grüße, Tom.
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In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Helga Kury das Terrarium'Tigerpythonterrarium 39635' vor. Das Thema 'Waldterrarium' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
Online seit dem 07.05.2019
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