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Channa bleheri im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Regenbogen-Schlangenkopf

Lesezeit: ca. 12 Minuten
Channa bleheri im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Regenbogen-Schlangenkopf)
Channa bleheri (Regenbogen-Schlangenkopf) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Mar11, Channa Bleheri juvenile, CC BY-SA 4.0

Haltungsempfehlungen

Um Channa bleheri (Regenbogen-Schlangenkopf) möglichst artgerecht zu halten, empfehlen wir nachfolgende Bedingungen zu schaffen. Vor allem bei der Angabe zur Mindestgröße bitten wir zu beachten, dass die optimalen Verhältnisse unter Umständen erst in wesentlich größeren Aquarien hergestellt werden können.

  • Wassertemperatur: 22° bis 26°C
  • pH-Wert: 6.0 bis 7.5
  • Gesamthärte: 3° bis 15° dGH
  • Mindestaquariengröße: 200 Liter

Wissenswertes zu Channa bleheri (Regenbogen-Schlangenkopf)

Channa bleheri, der Regenbogen-Schlangenkopf, gehört zu den farbenprächtigsten und zugleich interessantesten Vertretern der Schlangenkopffische. Die vergleichsweise kompakte Art verbindet ein außergewöhnliches Erscheinungsbild mit einem ausgeprägten Sozial- und Brutpflegeverhalten. Damit ist sie vor allem für erfahrene Aquarianer interessant, die ihre Fische nicht nur betrachten, sondern deren natürliche Verhaltensweisen beobachten möchten.

Trotz seiner überschaubaren Körpergröße ist Channa bleheri kein gewöhnlicher Gesellschaftsfisch. Die Tiere sind räuberisch, territorial und können insbesondere während der Paarbildung und Fortpflanzung sehr bestimmt auftreten. Gleichzeitig benötigen sie einen jahreszeitlich abgestimmten Temperaturverlauf und ein Aquarium, das Rückzugsmöglichkeiten, Deckung und eine absolut ausbruchssichere Abdeckung bietet.

Wer diese Besonderheiten berücksichtigt, erhält mit dem Regenbogen-Schlangenkopf jedoch einen faszinierenden Pflegling, der durch Farben, Charakter und ein erstaunlich differenziertes Verhalten überzeugt.

Die wichtigsten Fakten zu Channa bleheri

Merkmal Angabe
Wissenschaftlicher Name Channa bleheri
Deutscher Name Regenbogen-Schlangenkopf
Familie Channidae
Gattung Channa
Herkunft Nordostindien
Region Assam und angrenzende Gebiete
Lebensweise räuberischer Süßwasserfisch
Körperlänge meist etwa 15 bis 20 cm
Sozialverhalten paarbildend, territorial
Ernährung carnivor
Besonderheit atmosphärische Luftatmung
Fortpflanzung Brutpflege mit Bewachung der Eier und Jungfische
Lebenserwartung bei guter Haltung mehrere Jahre
Schwierigkeitsgrad mittel bis anspruchsvoll

Herkunft und natürlicher Lebensraum

Channa bleheri stammt aus dem nordöstlichen Indien und ist insbesondere mit Gewässern der Region Assam verbunden. Das Verbreitungsgebiet liegt in einer klimatisch stark durch Jahreszeiten und Monsunperioden beeinflussten Landschaft. Dadurch unterscheiden sich die natürlichen Bedingungen deutlich von denen klassischer tropischer Aquarienfische, die ganzjährig nahezu konstante Temperaturen bevorzugen.

Im natürlichen Lebensraum werden kleinere Fließgewässer, Überschwemmungsbereiche, Seitenarme und dicht bewachsene Gewässerabschnitte genutzt. Typisch sind Bereiche mit reichlich Struktur durch Pflanzen, Wurzeln, Äste und Falllaub. Solche Habitate bieten Deckung und gleichzeitig gute Möglichkeiten zur Jagd.

Von besonderer Bedeutung ist der jahreszeitliche Temperaturwechsel. Regenbogen-Schlangenköpfe sind keine ausgesprochenen Warmwasserfische. In der kühleren Jahreszeit sinken die Temperaturen deutlich ab. Dieser Rhythmus sollte auch im Aquarium berücksichtigt werden, weil eine dauerhafte Haltung bei hohen Temperaturen langfristig ungünstig sein kann.

Gattung und Familie

Channa bleheri gehört zur Familie Channidae, den Schlangenkopffischen, und innerhalb dieser zur Gattung Channa. Diese umfasst zahlreiche asiatische Arten, deren Größe vom vergleichsweise kleinen Zwergschlangenkopf bis zu sehr großen Raubfischen reicht.

Charakteristisch ist der langgestreckte Körper mit breitem Kopf und großem Maul. Eine Besonderheit der Familie besteht in einem zusätzlichen Atemorgan, mit dessen Hilfe atmosphärische Luft genutzt werden kann. Die Fische müssen deshalb regelmäßig an die Wasseroberfläche schwimmen.

Diese Fähigkeit ermöglicht Schlangenkopffischen das Überleben in sauerstoffarmen Gewässern. Im Aquarium bedeutet sie jedoch nicht, dass Wasserqualität oder Sauerstoffversorgung vernachlässigt werden dürfen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Tiere jederzeit problemlos die Wasseroberfläche erreichen können.

Beschreibung und Aussehen

Der deutsche Name Regenbogen-Schlangenkopf deutet bereits auf die auffällige Farbgebung hin. Channa bleheri zeigt abhängig von Alter, Stimmung und Kondition unterschiedliche Kombinationen aus Blau-, Grün-, Orange-, Rot- und Brauntönen.

Besonders markant sind die farbigen Flossen. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse können intensive orangefarbene bis rötliche Bereiche mit dunklen Zeichnungselementen zeigen. Der Körper besitzt häufig einen blaugrünen oder metallisch schimmernden Grundton mit unregelmäßigen dunkleren Bereichen.

Der Kopf ist breit und abgeflacht, das Maul groß und deutlich auf eine räuberische Ernährungsweise ausgelegt. Rücken- und Afterflosse erstrecken sich über einen beträchtlichen Teil des langgestreckten Körpers.

Mit meist ungefähr 15 bis 20 Zentimetern Gesamtlänge zählt Channa bleheri zu den kleineren Schlangenkopffischen. Seine Endgröße darf allerdings nicht dazu verleiten, die Ansprüche an Platz und Strukturierung zu unterschätzen.

Verhalten und Sozialstruktur

Regenbogen-Schlangenköpfe zeigen ein wesentlich komplexeres Verhalten, als es ihr zunächst ruhig wirkendes Auftreten vermuten lässt. Sie verbringen viel Zeit zwischen Pflanzen, Wurzeln oder anderen Deckungsmöglichkeiten und können anschließend sehr zielgerichtet auf Beutetiere reagieren.

Innerartlich hängt die Verträglichkeit stark von Alter, Geschlecht, individueller Persönlichkeit und Paarbildung ab. Jungtiere können häufig zunächst in einer Gruppe aufgezogen werden. Mit zunehmender Geschlechtsreife entwickeln sich jedoch Hierarchien und Paarbindungen. Tiere, die keinen geeigneten Partner finden, können dann massiv bedrängt werden.

Für dauerhaft gehaltene erwachsene Tiere ist deshalb die paarweise Pflege eine besonders interessante Möglichkeit. Auch bei harmonierenden Paaren können zeitweise Spannungen auftreten.

Gegenüber kleineren Fischen ist Channa bleheri als Räuber einzuschätzen. Alles, was als Beute angesehen und überwältigt werden kann, ist grundsätzlich gefährdet.

Das richtige Aquarium

Für ein ausgewachsenes Paar sollte ein Aquarium mit mindestens etwa 100 bis 120 Zentimetern Kantenlänge vorgesehen werden. Ein Volumen ab ungefähr 200 Litern bietet eine sinnvolle Ausgangsbasis, wobei eine größere Grundfläche deutliche Vorteile bietet. Bei der Gruppenaufzucht muss entsprechend mehr Platz vorhanden sein.

Entscheidend ist eine abwechslungsreiche Struktur. Wurzeln, Äste, robuste Pflanzen, Schwimmpflanzen und dunklere Rückzugsbereiche unterbrechen Sichtachsen und reduzieren Stress. Auch Laub auf dem Boden kann eine naturnahe Gestaltung unterstützen.

Freie Bereiche zum Schwimmen sollten trotzdem erhalten bleiben. Besonders wichtig ist eine ruhige Wasseroberfläche mit gut erreichbaren Stellen zum Luftschöpfen.

Das Aquarium muss vollständig und sicher abgedeckt sein. Schlangenkopffische sind ausgesprochen geschickte Ausbruchskünstler und können überraschend kleine Öffnungen nutzen. Kabeldurchführungen und Aussparungen sollten deshalb zuverlässig verschlossen werden.

Experten-Tipp: Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung sollte immer ein ausreichend großer Luftraum vorhanden sein. Dadurch können die Tiere bequem atmosphärische Luft aufnehmen, ohne sich beim Auftauchen an einer unmittelbar über dem Wasser liegenden Abdeckung zu verletzen.

Wasserwerte und Temperatur

Channa bleheri lässt sich bei leicht saurem bis neutralem Wasser gut pflegen. Ein pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,5 ist für die Haltung geeignet. Weiches bis mittelhartes Wasser mit ungefähr 3 bis 15 °dGH entspricht den Ansprüchen der Art gut.

Besonders wichtig ist die Temperatur. Während der aktiveren warmen Phase sind etwa 22 bis 26 °C geeignet. Dauerhaft sollten die Tiere jedoch nicht bei hohen tropischen Temperaturen gehalten werden.

Eine kühlere Winterphase von ungefähr 15 bis 18 °C kann über mehrere Wochen bis Monate durchgeführt werden. Dabei wird gleichzeitig sparsamer gefüttert. Eine solche saisonale Haltung kommt dem natürlichen Jahresrhythmus näher und kann sich günstig auf Kondition, Stoffwechsel und Fortpflanzungsverhalten auswirken.

Plötzliche Temperaturstürze sollten vermieden werden. Die Absenkung und spätere Erwärmung erfolgen schrittweise.

Filterung und Wasserpflege

Trotz ihrer Fähigkeit zur Luftatmung benötigen Regenbogen-Schlangenköpfe sauberes und biologisch stabiles Wasser. Ein zuverlässiger Filter sollte organische Belastungen abbauen, ohne eine unnötig starke Strömung zu erzeugen.

Regelmäßige Teilwasserwechsel gehören zur Grundpflege. Besonders nach reichlicher Fütterung mit tierischer Nahrung können sich Belastungen schnell erhöhen. Futterreste sollten daher nicht längere Zeit im Aquarium verbleiben.

Eine leichte Braunfärbung durch natürliche Huminstoffe aus Holz und Laub ist dagegen unproblematisch und kann zu einer naturnahen Umgebung beitragen.

Ernährung und Fütterung

Channa bleheri ernährt sich carnivor. Im Aquarium eignet sich abwechslungsreiches tierisches Futter. Je nach Größe der Tiere können beispielsweise Regenwürmer, Insektenlarven, Krebstiere, Muschelfleisch und geeignetes Frostfutter angeboten werden.

Viele Exemplare akzeptieren nach Eingewöhnung auch hochwertige fleischhaltige Pellets oder andere geeignete Fertigfuttersorten. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist einer dauerhaften Fütterung mit nur einer Futtersorte vorzuziehen.

Lebende Futterfische sind für eine artgerechte Ernährung nicht erforderlich und bergen zusätzliche Risiken hinsichtlich Krankheitserregern und Parasiten. Auch Fleisch von Säugetieren sollte nicht regelmäßig verfüttert werden.

Ausgewachsene Regenbogen-Schlangenköpfe müssen nicht täglich große Futtermengen erhalten. Überfütterung führt leicht zu Verfettung und unnötiger Wasserbelastung.

Vergesellschaftung

Für Channa bleheri empfiehlt sich häufig ein Artbecken. Dadurch können Verhalten, Paarbildung und Fortpflanzung besonders gut beobachtet werden.

Eine Vergesellschaftung ist zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Kleine Fische können als Nahrung enden, während hektische oder aggressive größere Arten die Regenbogen-Schlangenköpfe stressen können.

Auch vermeintlich erfolgreiche Gemeinschaftshaltungen garantieren keine dauerhafte Harmonie. Mit zunehmender Geschlechtsreife oder während der Fortpflanzungszeit kann sich das Verhalten deutlich verändern. Wer langfristig möglichst stabile Bedingungen schaffen möchte, ist daher mit einem gut strukturierten Artbecken meist besser beraten.

Giftigkeit

Channa bleheri gilt nicht als giftiger Aquarienfisch. Von den Tieren geht keine Giftwirkung aus, wie sie beispielsweise von bestimmten gifttragenden Meeresfischen bekannt ist.

Das kräftige Maul eines größeren Exemplars sollte dennoch respektiert werden. Beim Hantieren im Aquarium empfiehlt sich ein ruhiger Umgang. Das Einfangen mit ungeeigneten Netzen kann problematisch sein, da sich die Fische verletzen können.

Für Menschen besteht bei sachgerechter Haltung normalerweise keine besondere Gefahr.

Vermehrung und Zucht

Die Nachzucht von Channa bleheri gehört zu den besonders spannenden Aspekten der Haltung. Voraussetzung ist zunächst ein harmonierendes Paar. Eine erzwungene Zusammenstellung zweier erwachsener Tiere ist problematisch, weil fehlende gegenseitige Akzeptanz zu heftigen Auseinandersetzungen führen kann.

Günstiger ist es, mehrere Jungtiere gemeinsam aufzuziehen und eine natürliche Paarbildung abzuwarten. Sobald sich ein Paar deutlich gefunden hat, müssen überzählige Tiere gegebenenfalls entfernt werden.

Der jahreszeitliche Temperaturverlauf kann für die Fortpflanzungsbereitschaft eine wichtige Rolle spielen. Nach einer kühleren Ruhephase werden Temperatur und Fütterungsintensität langsam erhöht.

Die Eltern zeigen ausgeprägte Brutpflege und bewachen Eier beziehungsweise Jungfische. Nach dem Schlupf bleiben die Jungtiere zunächst eng im Bereich der Eltern.

Experten-Tipp: Ein bereits harmonierendes Zuchtpaar sollte während der Fortpflanzungsphase möglichst wenig gestört werden. Häufiges Umgestalten, unnötiges Einfangen oder plötzlich stark veränderte Lichtverhältnisse können die Paarharmonie beeinträchtigen und Brutpflegeverhalten unterbrechen.

Die Jungfische benötigen nach dem Aufzehren ihrer ersten Reserven entsprechend kleines, proteinreiches Futter. Mit zunehmender Größe können größere Futterorganismen angeboten werden. Regelmäßige Wasserwechsel und sorgfältige Hygiene sind während der Aufzucht besonders wichtig.

Mögliche Krankheiten

Channa bleheri gilt bei passenden Bedingungen als vergleichsweise robust. Erkrankungen entstehen häufig im Zusammenhang mit ungeeigneten Temperaturen, dauerhaft schlechter Wasserqualität, Stress oder Verletzungen.

Bakterielle Infektionen können sich durch Hautveränderungen, Rötungen, offene Stellen oder ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit bemerkbar machen. Haut- und Kiemenparasiten sind ebenfalls möglich, insbesondere nach dem Einsetzen neuer Fische oder ungeprüften Lebendfutters.

Pilzartige Beläge treten häufig sekundär an verletzten Hautstellen auf. Auch mechanische Verletzungen durch Auseinandersetzungen zwischen unverträglichen Tieren sind bei Schlangenkopffischen ernst zu nehmen.

Eine sorgfältige Beobachtung ist deshalb besonders wichtig. Veränderte Färbung, ungewöhnliche Atmung, Futterverweigerung oder dauerhaftes Verstecken können erste Hinweise auf Probleme darstellen.

Alternative Bezeichnungen

Im deutschen Sprachraum wird Channa bleheri überwiegend als Regenbogen-Schlangenkopf oder Regenbogenschlangenkopf bezeichnet. Gelegentlich findet sich auch die allgemeinere Bezeichnung Zwergschlangenkopf.

Im internationalen Handel ist die englische Bezeichnung Rainbow Snakehead verbreitet. Für eine eindeutige Bestimmung sollte grundsätzlich der wissenschaftliche Name Channa bleheri verwendet werden, da Handelsnamen nicht immer zuverlässig einer einzigen Art zugeordnet sind.

Häufig gestellte Fragen zu Channa bleheri

Wie groß wird Channa bleheri?

Regenbogen-Schlangenköpfe erreichen gewöhnlich etwa 15 bis 20 Zentimeter Gesamtlänge. Damit gehören sie zu den kleineren Vertretern der Familie Channidae.

Welche Aquariengröße benötigt ein Regenbogen-Schlangenkopf?

Für ein ausgewachsenes Paar sollte mindestens ein Aquarium mit ungefähr 100 bis 120 Zentimetern Kantenlänge und etwa 200 Litern Volumen vorgesehen werden. Eine größere Grundfläche verbessert die Möglichkeiten zur Strukturierung und Revierbildung.

Kann Channa bleheri im Gesellschaftsaquarium gehalten werden?

Eine Vergesellschaftung ist nur eingeschränkt empfehlenswert. Kleinere Fische können gefressen werden, während ungeeignete größere Arten Stress verursachen. Ein Artbecken ist für die dauerhafte Haltung meist die sicherere Variante.

Muss Channa bleheri im Winter kühler gehalten werden?

Eine ausgeprägte kühlere Phase ist empfehlenswert. Temperaturen von ungefähr 15 bis 18 °C während einer mehrwöchigen Winterruhe entsprechen dem natürlichen saisonalen Rhythmus besser als eine ganzjährige Haltung bei tropischen Temperaturen.

Kann Channa bleheri aus dem Aquarium springen?

Ja. Regenbogen-Schlangenköpfe können ausgesprochen geschickt springen und auch kleine Öffnungen finden. Das Aquarium muss daher lückenlos und stabil abgedeckt werden.

Benötigt Channa bleheri Zugang zur Wasseroberfläche?

Unbedingt. Schlangenkopffische besitzen ein zusätzliches Atemorgan und nehmen regelmäßig atmosphärische Luft auf. Die Wasseroberfläche muss deshalb jederzeit frei erreichbar sein.

Was frisst der Regenbogen-Schlangenkopf?

Geeignet sind verschiedene tierische Futtermittel wie Regenwürmer, Krebstiere, Insektenlarven, Muschelfleisch und Frostfutter. Viele Tiere lassen sich zusätzlich an hochwertiges fleischhaltiges Fertigfutter gewöhnen.

Ist Channa bleheri für Anfänger geeignet?

Für komplette Aquaristik-Einsteiger ist die Art nur eingeschränkt geeignet. Erfahrung mit Wasserpflege, Fischverhalten, Fütterung und dem Management territorialer Arten erleichtert eine erfolgreiche Haltung erheblich.

Fazit

Channa bleheri ist ein außergewöhnlicher Schlangenkopffisch für Aquarianer, die sich intensiv mit dem natürlichen Verhalten ihrer Pfleglinge beschäftigen möchten. Seine leuchtende Färbung, die charakteristische Gestalt und vor allem das komplexe Sozial- und Brutpflegeverhalten machen den Regenbogen-Schlangenkopf zu einem faszinierenden Bewohner eines spezialisierten Süßwasseraquariums.

Eine erfolgreiche Haltung basiert auf mehreren Faktoren. Das Aquarium muss geräumig, stark strukturiert und absolut ausbruchssicher sein. Geeignete Wasserwerte, eine abwechslungsreiche carnivore Ernährung und eine eher ruhige Umgebung sind ebenso wichtig wie der jahreszeitliche Temperaturverlauf mit einer deutlich kühleren Phase.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Sozialverhalten. Erwachsene Tiere sollten nicht wahllos zusammengesetzt werden. Eine natürliche Paarbildung aus einer Gruppe heranwachsender Tiere bietet häufig die besten Voraussetzungen für eine langfristig harmonische Haltung und eine mögliche Nachzucht.

Wer Channa bleheri nicht wie einen gewöhnlichen tropischen Gesellschaftsfisch behandelt, sondern seine biologischen Besonderheiten berücksichtigt, kann über viele Jahre einen eindrucksvollen Raubfisch pflegen, der weit mehr zu bieten hat als seine namensgebende Farbenpracht.

Videos

Video Channa Bleheri andere Beleuchtung von Harald Kästner (j3G_udDvGW4)

Verwandte Arten

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    Channa marulioides (Emperor Snakeheads)

    Bei Channa marulioides (Emperor Snakehead) handelt es sich um einen Schlangenkopffisch, der ursprünglich aus Ostasien stammt und dort in Thailand, Indonesien und Malaysia zu finden ist. Er lebt in langsam fließenden oder stehenden Flüssen, Seen, Teichen, überschwemmten Waldgebieten und Reisfeldern.

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    Channa melasoma (Schwarzer Schlangenkopffisch)

    Bei Channa melasoma (Schwarzer Schlangenkopffisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Schlangenkopffische (Channidae), der ursprünglich aus Asien stammt. Dort ist der nachaktive Räuber in Thailand, Indonesien, Malaysia, den Philippinen und Singapur zu finden. Er bewohnt langsam fließende Regenwaldbäche.

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    Channa micropeltes (Goldlinienschlangenkopffisch)

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    Bei Channa pleurophthalma (Augenfleck-Schlangenkopffisch) handelt es sich um einen Schlangenkopffisch, der ursprünglich aus Ostasien stammt und dort auf einige indonesischen Inseln zu finden ist. Er lebt in Weiß- und Schwarzwasserflüssen.

  • Channa pseudomarulia

    Channa pseudomarulia

    Channa pseudomarulia handelt es sich um einen Schlangenkopffisch, der in Südasien zu finden ist. Bei Channa pseudomarulia handelt es sich um eine ausgesprochen aggressive und angriffslustige Art, die für Anfänger weniger gut geeignet ist.

  • Channa punctata

    Channa punctata (Punktierter Schlangenkopffisch)

    Bei Channa punctata (Punktierter Schlangenkopffisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Schlangenkopffische (Channidae), der ursprünglich aus Asien stammt. Dort ist er in Afghanistan, Pakistan, Indien, Sri Lanka, Nepal, Bangladesch, Myanmar und China zu finden. Er bewohnt Teiche, Sümpfe, Gräben und Brackwasserzonen.

  • Channa sp. Laos Fireback

    Channa sp. Laos Fireback (Laotischer Feuer-Rücken-Schlangenkopf)

    Der Channa sp. “Laos Fireback” ist ein beeindruckender Vertreter der Schlangenkopffische (Gattung Channa), der in den letzten Jahren zunehmend in der Aquaristik Beachtung gefunden hat. Mit seiner intensiven Färbung, seinem faszinierenden Verhalten und seiner Robustheit begeistert er Liebhaber exotischer Raubfische weltweit. Diese Art, die bisher noch nicht wissenschaftlich beschrieben ist, stammt aus Laos und wird häufig unter verschiedenen Handelsnamen geführt.

  • Channa sp. Redfin

    Channa sp. Redfin

    Bei Channa sp. Redfin handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Schlangenkopffische (Channidae), der ursprünglich aus Asien stammt. Dort ist der Räuber in langsam fließenden oder stehenden Gewässer in Myanmar zu finden.

  • Channa stewartii

    Channa stewartii (Goldener Schlangenkopffisch)

    Bei Channa stewartii (Goldener Schlangenkopffisch) handelt es sich um einen Süßwasserfisch aus der Familie der Schlangenkopffische (Channidae), der ursprünglich aus Asien stammt. Dort ist der Räuber i östlichen Himalaya (Indien und Nepal) zu finden.

  • Channa striata

    Channa striata (Quergestreifter Schlangenkopffisch)

    Bei Channa striata (Quergestreifter Schlangenkopffisch) handelt es sich um einen Schlangenkopffisch, der ursprünglich aus Südostasien stammt und dort von Indien über Thailand bis Südchina zu finden ist.

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