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08.08.2025 von Tom

Das sind die 10 beliebtesten Zierfische

Das sind die 10 beliebtesten Zierfische
Das sind die 10 beliebtesten Zierfische - Foto 1

Die Welt der Zierfische ist so vielfältig wie faszinierend. Ob bunt, elegant oder schlicht – Aquarienbewohner sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern können auch für ein lebendiges und beruhigendes Ambiente im Wohnzimmer sorgen. Weltweit gibt es tausende Arten von Süß- und Salzwasserfischen, doch einige Arten haben sich in der Aquaristik besonders durchgesetzt.

In diesem Artikel stellen wir dir die beliebtesten Zierfische vor, die sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Aquarianer eignen. Wir gehen auf ihre besonderen Eigenschaften, Haltungsbedingungen, Vergesellschaftungsmöglichkeiten und typische Fehler ein, die man vermeiden sollte. Ziel ist es, dir nicht nur eine Liste schöner Arten zu geben, sondern dir fundiertes Wissen zu vermitteln, damit dein Aquarium ein harmonisches Zuhause für seine Bewohner wird.

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Das sind die 10 beliebtesten Zierfische - Foto 2

Guppy (Poecilia reticulata) – Der farbenfrohe Klassiker

Herkunft und Verbreitung

Der Guppy stammt ursprünglich aus Südamerika, insbesondere aus den Regionen rund um Venezuela, Brasilien und Trinidad. Heute ist er weltweit in Aquarien zu finden und zählt zu den beliebtesten Zierfischen überhaupt.

Aussehen

Guppys sind bekannt für ihre leuchtenden Farben und auffälligen Schwanzflossen. Es gibt unzählige Zuchtformen in verschiedenen Farbschlägen wie Rot, Blau, Gelb oder Mosaikmuster.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 54 Liter für eine kleine Gruppe
  • Wasserwerte: Temperatur 18–28 °C, pH 6,8–8,0
  • Ernährung: Allesfresser – Flockenfutter, Lebend- und Frostfutter
  • Besonderheiten: Sehr vermehrungsfreudig – Nachwuchs ist praktisch garantiert

Warum so beliebt?

Guppys sind robust, pflegeleicht und lebhaft. Ihre Farbenpracht macht sie zu einem Blickfang in jedem Aquarium. Zudem eignen sie sich perfekt für Anfänger.

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Neonfisch (Paracheirodon innesi) – Der leuchtende Schwarmfisch

Herkunft

Der Neonfisch stammt aus den klaren, weichen Gewässern Südamerikas, vor allem aus dem Amazonasgebiet.

Aussehen

Sein markanter, leuchtend blauer Streifen und der rote Hinterleib machen ihn unverwechselbar. Besonders im Schwarm entfalten Neons ihre volle Wirkung.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 120 Liter für einen Schwarm von 10–15 Tieren
  • Wasserwerte: Temperatur 22–26 °C, weiches, leicht saures Wasser
  • Ernährung: Feines Trockenfutter, Artemia, Cyclops
  • Besonderheiten: Fühlen sich nur im Schwarm wohl

Warum so beliebt?

Neonfische bringen mit ihrem Farbenspiel Leben ins Aquarium und sind friedlich gegenüber anderen Arten. Sie passen hervorragend in bepflanzte Gesellschaftsbecken.

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Skalare (Pterophyllum scalare) – Die majestätischen Segelflosser

Herkunft

Skalare stammen aus den langsamen Flüssen und Überschwemmungsgebieten des Amazonas und Orinoko.

Aussehen

Ihre hohe, seitlich abgeflachte Körperform und die langen Flossen wirken fast wie Segel. Farblich gibt es Skalare von Silber mit schwarzen Streifen bis zu komplett schwarzen oder goldenen Varianten.

Haltung

  • Aquariengröße: Mindestens 400 Liter
  • Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 5,5–7
  • Ernährung: Lebend- und Frostfutter, Flockenfutter
  • Besonderheiten: Territorial während der Brutzeit

Warum so beliebt?

Skalare sind elegante Erscheinungen, die majestätisch durchs Wasser gleiten. Sie eignen sich für größere Schaubecken und harmonieren gut mit friedlichen Fischen ähnlicher Größe.

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Betta splendens (Kampffisch) – Der Solokünstler

Herkunft

Betta splendens stammen aus den Reisfeldern und Gewässern Südostasiens.

Aussehen

Bekannt für ihre prächtigen, langen Flossen und kräftigen Farben. Es gibt unzählige Zuchtformen von Halfmoon bis Crowntail.

Haltung

  • Aquariengröße: Ca. 30 Liter für ein Einzeltier
  • Wasserwerte: Temperatur 24–30 °C, pH 6,0–7,5
  • Ernährung: Proteinreich – Artemia, Mückenlarven
  • Besonderheiten: Männchen sollten nicht zusammengehalten werden

Warum so beliebt?

Kampffische sind charismatische Einzelgänger mit einer beeindruckenden Farbpalette. Sie sind perfekt für kleine Aquarien geeignet, sofern man ihre speziellen Bedürfnisse beachtet.

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Platy (Xiphophorus maculatus) – Der unkomplizierte Allrounder

Herkunft

Platys stammen aus Mittelamerika, vor allem aus Mexiko und Guatemala.

Aussehen

Klein, bunt und variabel – von einfarbig Rot bis gescheckt ist alles dabei.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 112 Liter
  • Wasserwerte: Temperatur 18–25 °C, pH 7,0–8,0
  • Ernährung: Allesfresser
  • Besonderheiten: Sehr friedlich, ideal für Anfänger

Warum so beliebt?

Platys sind robust, vermehrungsfreudig und anpassungsfähig – eine tolle Wahl für Gesellschaftsbecken.

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Molly (Poecilia sphenops) – Der vielseitige Lebendgebärende

Herkunft

Mollys stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika.

Aussehen

Schlanker Körper, oft in Schwarz, Silber oder Gold. Auch Dalmatiner-Varianten sind beliebt.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 100 Liter
  • Wasserwerte: Temperatur 25–28 °C, pH 7,0–8
  • Ernährung: Auch Algenfresser – gerne pflanzliche Kost
  • Besonderheiten: Liebt leicht salzhaltiges Wasser

Warum so beliebt?

Mollys sind aktiv, friedlich und pflegeleicht. Sie bringen viel Bewegung ins Aquarium.

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Diskusfisch (Symphysodon) – Der König des Amazonas

Herkunft

Der Diskus stammt ursprünglich aus den ruhigen, warmen Gewässern des Amazonasbeckens.

Aussehen

Runde Körperform, farbenprächtige Muster von Blau bis Rot.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 400 Liter
  • Wasserwerte: Temperatur 26–30 °C, pH 5,0–7,5
  • Ernährung: Hochwertiges Frost- und Lebendfutter
  • Besonderheiten: Anspruchsvoll in der Haltung

Warum so beliebt?

Diskusfische gelten als die „Könige“ der Süßwasseraquaristik – beeindruckend in Farbe und Verhalten, jedoch eher für erfahrene Aquarianer geeignet.

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Panzerwels (Corydoras) – Die freundlichen Bodenbewohner

Herkunft

Es gibt zahlreiche Arten von Panzerwelsen, die aus Südamerika stammen. Besonders oft ist der Amazonas die Heimat der kleinen Welse.

Aussehen

Klein, gepanzert, oft mit niedlichem Barteln.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 80 Liter
  • Wasserwerte: Temperatur 22–26 °C, pH 6,0–7,5
  • Ernährung: Bodentabletten, Frostfutter
  • Besonderheiten: Immer im Schwarm von mind. 6 Tieren halten

Warum so beliebt?

Panzerwelse sind friedlich, aktiv und helfen beim Sauberhalten des Bodens.

Schwertträger (Xiphophorus hellerii)

Herkunft

Schwertträger stammen aus Mittelamerika, besonders Mexiko.

Aussehen

Männchen mit markant verlängerter Schwanzflosse („Schwert“).

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 160 Liter
  • Wasserwerte: Temperatur 23–27 °C, pH 7,0–8,5
  • Ernährung: Allesfresser
  • Besonderheiten: Sehr vermehrungsfreudig

Warum so beliebt?

Schwertträger sind farbenprächtig, robust und aktiv – perfekt für große Gesellschaftsbecken.

Zebrabärbling (Danio rerio) – Der flinke Anfängerliebling

Herkunft

Zebrabärblinge stammen aus Südasien, insbesondere aus Indien, Bangladesch und Nepal.

Aussehen

Sie haben einen schlanken Körper mit auffälligen horizontalen Streifen in Blau und Silber. Ihre ständige Bewegung sorgt für viel Dynamik im Aquarium.

Haltung

  • Aquariengröße: Ab 160 Liter für eine Gruppe von mindestens 6 Tieren
  • Wasserwerte: Temperatur 20–26 °C, pH 6,0–7,8
  • Ernährung: Allesfresser – Flocken, Frost- und Lebendfutter
  • Besonderheiten: Sehr aktive Schwimmer, benötigen viel freien Raum

Warum so beliebt?

Zebrabärblinge sind äußerst robust, verzeihen kleine Haltungsfehler und eignen sich perfekt für Anfänger, die ein lebendiges Aquarium möchten.

Häufige Fragen (FAQ)

1. Welche Zierfische eignen sich für Anfänger?
Guppys, Platys, Mollys, Zebrabärblinge und Neonfische sind ideale Einsteigerarten.

2. Können alle Zierfische zusammengehalten werden?
Nein, man muss auf Wasserwerte, Temperatur, Größe und Verhalten achten, um Stress und Krankheiten zu vermeiden.

3. Wie erkennt man, ob das Aquarium überbesetzt ist?
Achte auf Anzeichen wie gestresste Fische, vermehrtes Aggressionsverhalten, schlechte Wasserwerte oder Algenblüten.

4. Muss man Zierfische immer im Schwarm halten?
Schwarmfische wie Neonfische, Panzerwelse oder Zebrabärblinge brauchen Artgenossen, um sich wohlzufühlen. Andere Arten könne paarweise oder sogar einzeln gehalten werden.

5. Wie oft sollte man das Wasser wechseln?
In der Regel wöchentlich 20–30 %, je nach Besatzdichte, Filterleistung und Pflanzenwuchs.

Fazit

Zierfische bringen Farbe, Leben und Ruhe ins Zuhause. Ob leuchtende Neonfische, elegante Skalare, quirlige Zebrabärblinge oder majestätische Diskusfische – für jeden Geschmack und Erfahrungsgrad gibt es passende Arten. Wichtig ist, sich vor der Anschaffung über die Bedürfnisse der Tiere zu informieren und ein artgerechtes Umfeld zu schaffen. Mit der richtigen Auswahl und Pflege wird dein Aquarium zu einem harmonischen Unterwasserparadies, das dir lange Freude bereitet.

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Das sind die 10 beliebtesten Zierfische (Artikel 7173)

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