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Varanus reisingeri im Terrarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Reisingers Baumwaran

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Varanus reisingeri im Terrarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Reisingers Baumwaran)
Varanus reisingeri (Reisingers Baumwaran) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Tylwyth Eldar, Reptilarium du Larzac - Varanus reisingeri 09, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Varanus reisingeri (Reisingers Baumwaran)

Varanus reisingeri (Reisingers Baumwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der sogenannten Baumwarane. Die Art wurde erst 2009 wissenschaftlich beschrieben und ist nach dem Entdecker benannt. Aufgrund ihres speziellen Lebensraums und ihrer geringen Größe ist sie in der Terraristik noch selten vertreten.

Herkunft und Lebensraum

Dieser Baumwaran stammt von der Insel Waigeo im Raja-Ampat-Archipel vor der Nordwestküste Neuguineas. Dort lebt er in tropischen Regenwäldern, meist in den Baumkronen. Sein Lebensraum ist geprägt von hoher Luftfeuchtigkeit, konstant warmen Temperaturen und dichter Vegetation. Im Terrarium sollte dies durch eine gut strukturierte Einrichtung mit zahlreichen Klettermöglichkeiten, Verstecken und einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit von etwa 70 bis 80 % nachgebildet werden. Die Temperatur sollte tagsüber zwischen 28 und 32 °C liegen, nachts kann sie auf etwa 22 bis 24 °C absinken. Eine UVB-Beleuchtung ist empfehlenswert.

Aussehen

Varanus reisingeri erreicht eine Gesamtlänge von etwa 40 bis 50 cm. Die Grundfarbe variiert von hellbraun bis gelblich mit unregelmäßigen dunklen Flecken oder Streifen, die zur Tarnung dienen. Die Körperform ist schlank mit einem langen, meist leicht abgeflachten Schwanz, der als Greiforgan dient. Die Gliedmaßen sind relativ lang und kräftig, was das Klettern erleichtert. Jungtiere zeigen oft kontrastreichere Zeichnungen als adulte Tiere.

Verhalten und Ernährung

Dieses Reptil ist tagaktiv und zeigt ein ausgeprägtes Kletterverhalten. Sie bewegt sich sicher und schnell in den Baumkronen, ist aber auch am Boden anzutreffen. Im Terrarium sollte daher auf eine abwechslungsreiche Struktur mit Kletterästen und Laub geachtet werden. Varanus reisingeri ist im Umgang eher scheu, kann sich jedoch mit Geduld an die Anwesenheit des Halters gewöhnen.

Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Insekten wie Grillen, Schaben und Heimchen. Gelegentlich werden auch kleine Wirbeltiere oder andere Wirbellose angenommen. Die Futtertiere sollten mit Mineralstoffen und Vitaminen ergänzt werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Fortpflanzung

Über die Fortpflanzung in Gefangenschaft liegen nur wenige gesicherte Informationen vor. Es ist bekannt, dass Weibchen mehrere Eier in feuchtem Substrat ablegen, meist in versteckten Bereichen. Die Inkubationszeit beträgt ungefähr drei bis vier Monate bei Temperaturen um 28 °C. Eine Nachzucht ist bisher selten gelungen und erfordert spezialisierte Bedingungen sowie Erfahrung.

Nutzen

Varanus reisingeri besitzt keinen wirtschaftlichen Nutzen. In der Terraristik gilt die Art als interessante, aber anspruchsvolle Haltung, die aufgrund ihrer Seltenheit vor allem von erfahrenen Haltern geschätzt wird.

Krankheiten und natürliche Feinde

In der Natur werden die Tiere von Greifvögeln, Schlangen und größeren Säugetieren bedroht. Im Terrarium reagieren sie empfindlich auf Stress, der durch Störungen oder schlechte Haltung entstehen kann.

Zu den häufigsten Gesundheitsproblemen zählen Parasitenbefall, Haut- und Atemwegserkrankungen sowie Mangelerscheinungen bei unzureichender Ernährung. Eine saubere Haltung, geeignete klimatische Bedingungen und regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind wichtig.

Gesetzliche Regelungen zur Haltung

Varanus reisingeri ist meldepflichtig nach der Bundesartenschutzverordnung und fällt unter Anhang II von CITES. Die Haltung darf nur mit Herkunftsnachweis erfolgen, ausschließlich Nachzuchten sind zulässig. Die Haltung erfordert Kenntnisse der spezifischen Ansprüche der Art und sollte nur von erfahrenen Haltern übernommen werden.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Die Art wird in der Fachliteratur und Terraristik meist unter ihrem wissenschaftlichen Namen geführt. Der deutsche Trivialname „Reisingers Baumwaran“ ist eine Übersetzung des Artnamens und bezieht sich auf den Erstbeschreiber der Art.

Verwandte Arten

  • Varanus acanthurus

    Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran)

    Bei Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich in Nord- und Westaustralien aber auch bis in die Mitte Australiens vorkommt.

  • Varanus albigularis

    Varanus albigularis (Schwarzkehlwaran)

    Der Varanus albigularis (Schwarzkehlwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und ist vor allem in Afrika beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des südlichen und östlichen Afrikas, darunter Länder wie Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und Kenia. Dort bevorzugt er trockene Savannen, Buschlandschaften und felsige Regionen, wo er sich vor Feinden und extremer Hitze in Erdbauten und Felsspalten zurückzieht.

  • Varanus auffenbergi

    Varanus auffenbergi (Auffenbergs Waran)

    Der Varanus auffenbergi, auch bekannt als Auffenbergs Waran, ist eine seltene und faszinierende Art innerhalb der Familie der Warane (Varanidae). Dieser kleine bis mittelgroße Waran stammt aus Indonesien und ist besonders unter Reptilienliebhabern wegen seines interessanten Verhaltens und seiner markanten Färbung beliebt.

  • Varanus beccari

    Varanus beccari (Schwarzer Baumwaran)

    Varanus beccarii (Schwarzer Baumwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der Baumwarane. Die Art wurde nach dem italienischen Naturforscher Odoardo Beccari benannt. Aufgrund ihrer besonderen Färbung und ihres Lebensraums ist sie bei Terrarianern sehr beliebt.

  • Varanus exanthematicus

    Varanus exanthematicus (Steppenwaran)

    Bei Varanus exanthematicus (Steppenwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich in Afrika, südlich der Sahara vom Senegal bis in den Sudan und teilweise auch bis Äthiopien vorkommt.

  • Varanus gilleni

    Varanus gilleni (Gillens Waran)

    Varanus gilleni (Gillens Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb dieser zu den kleineren Arten der Gattung Varanus. Die Art ist eng mit anderen australischen Zwergwaranen verwandt und wurde nach dem Zoologen Samuel Gillen benannt.

  • Varanus glauerti

    Varanus glauerti (Glauerts Felsenwaran)

    Varanus glauerti (Glauerts Felsenwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der Felsenwarane. Die Art ist nach dem australischen Paläontologen Ludwig Glauert benannt und zeichnet sich durch ihre Anpassung an felsige Lebensräume aus.

  • Varanus gouldii

    Varanus gouldii (Goulds Waran)

    Der Goulds Waran, wissenschaftlich bekannt als Varanus gouldii, ist eine beeindruckende Echsenart aus Australien. Er gehört zu den großen Waranen und ist in den trockenen, offenen Regionen des Kontinents weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem die Wüsten- und Halbwüstengebiete, Steppenlandschaften sowie felsige Regionen. Dort lebt er sowohl in sandigen Ebenen als auch in Gebieten mit spärlicher Vegetation, die ihm ausreichend Versteckmöglichkeiten und Jagdchancen bieten. Goulds Warane sind sehr anpassungsfähige Tiere, die sowohl in heißen, trockenen Zonen als auch in etwas feuchteren Regionen vorkommen können. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in ihrem natürlichen Lebensraum beeinflussen ihr Verhalten und ihren Stoffwechsel stark, was in der Haltung im Terrarium berücksichtigt werden sollte.

  • Varanus kingorum

    Varanus kingorum (Kings Waran)

    Varanus kingorum (Kings Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Als einer der kleinsten bekannten Warane nimmt er eine besondere Stellung unter den australischen Zwergformen ein.

  • Varanus macraei

    Varanus macraei (Blauer Baumwaran)

    Der Blaue Baumwaran (Varanus macraei) ist eine faszinierende Echsenart aus der Familie der Warane (Varanidae) und gehört zur Gattung Varanus. Er wurde erst 2001 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den seltener gehaltenen Waranen in der Terraristik. Aufgrund seiner beeindruckenden blauen Färbung und seines agilen Verhaltens erfreut er sich bei erfahrenen Reptilienhaltern großer Beliebtheit.

  • Varanus niloticus

    Varanus niloticus (Nilwaran)

    Varanus niloticus (Nilwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zur Untergattung Polydaedalus. Er zählt zu den größten Waranarten Afrikas und ist eng mit dem Savannenwaran (Varanus exanthematicus) verwandt. Innerhalb des Artnamens wurde zeitweise eine zweite Art, Varanus stellatus, abgetrennt, doch diese Trennung ist noch nicht einheitlich anerkannt.

  • Varanus ornatus

    Varanus ornatus (Regenwald-Nilwaran)

    Varanus ornatus (Regenwald-Nilwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und stellt eine farblich besonders markante Art der afrikanischen Warane dar. Innerhalb der Gattung Varanus wird er der Untergattung Polydaedalus zugeordnet und steht in enger Verwandtschaft zu Varanus niloticus, mit dem er lange Zeit als Unterart geführt wurde.

  • Varanus pilbarensis

    Varanus pilbarensis (Pilbara Felswaran)

    Varanus pilbarensis (Pilbara Felswaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Er zählt zu den kleineren Vertretern seiner Gattung und ist eng verwandt mit anderen australischen Zwergwaranen wie Varanus caudolineatus und Varanus glauerti.

  • Varanus prasinus

    Varanus prasinus (Smaragdwaran)

    Der Smaragdwaran (Varanus prasinus) ist eine der faszinierendsten und farbenprächtigsten Echsenarten, die in der Terraristik gehalten werden können. Diese elegante und auffällige Art besticht durch ihr leuchtend grünes Schuppenkleid und ihre agilen Kletterfähigkeiten. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über den Smaragdwaran wissen musst – von seiner Herkunft und Biologie bis hin zu Pflegehinweisen, Vermehrung und möglichen Krankheiten.

  • Varanus primordius

    Varanus primordius (Primos Zwergwaran)

    Varanus primordius (Primos Zwergwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus den sogenannten Zwergwaranen zugeordnet. Diese Gruppe umfasst mehrere kleinbleibende Arten aus Australien und Neuguinea. Die Art wurde 1980 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den selten gehaltenen Vertretern ihrer Gruppe.

  • Varanus rudicollis

    Varanus rudicollis (Rauhnacken-Waran)

    Varanus rudicollis (Rauhnacken-Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Empagusia zugeordnet. Die Art fällt durch ihren auffällig strukturierten Nackenbereich auf, was ihr den deutschen Namen „Rauhnacken-Waran“ eingebracht hat.

  • Varanus salvator

    Varanus salvator (Bindenwaran)

    Der Bindenwaran (Varanus salvator) ist eine der größten Echsen der Welt und gehört zur Familie der Warane (Varanidae) sowie zur Gattung Varanus. Diese beeindruckenden Reptilien sind in Südostasien beheimatet und zeichnen sich durch ihre hohe Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und imposante Erscheinung aus.

  • Varanus stellatus

    Varanus stellatus (Sternfleckenwaran)

    Varanus stellatus (Sternfleckenwaran) wird innerhalb der Familie der Warane (Varanidae) zur Untergattung Polydaedalus gezählt. Ursprünglich galt er als westliche Population des Nilwarans (Varanus niloticus), wurde jedoch aufgrund genetischer und morphologischer Unterschiede als eigene Art beschrieben. Die Abgrenzung zu Varanus niloticus ist noch nicht unumstritten und wird in der herpetologischen Forschung weiterhin diskutiert.

  • Varanus timorensis

    Varanus timorensis (Timorwaran)

    Bei Varanus timorensis (Timorwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich aus Indonesien stammt. Er kommt dort auf der Insel Timor, Neuguinea aber auch einigen Sunda-Inseln vor.

  • Varanus tristis orientalis

    Varanus tristis orientalis (Östlicher Trauerwaran)

    Varanus tristis orientalis (Östlicher Trauerwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Es handelt sich um die östliche Form des sogenannten Trauerwarans, deren taxonomischer Status als Unterart jedoch nicht unumstritten ist.

  • Varanus tristis tristis

    Varanus tristis tristis (Westlicher Trauerwaran)

    Varanus tristis tristis (Westlicher Trauerwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Er stellt die westliche Form des sogenannten Trauerwarans dar. Ob es sich bei tristis tristis und tristis orientalis tatsächlich um unterschiedliche Unterarten handelt oder lediglich um Farbvarianten einer Art, ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig geklärt.

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