Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Varanus gilleni im Terrarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Gillens Waran

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Varanus gilleni im Terrarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Gillens Waran)
Varanus gilleni (Gillens Waran) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Josefma, Gillens-Zwergwaranjungtier, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Varanus gilleni (Gillens Waran)

Varanus gilleni (Gillens Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb dieser zu den kleineren Arten der Gattung Varanus. Die Art ist eng mit anderen australischen Zwergwaranen verwandt und wurde nach dem Zoologen Samuel Gillen benannt.

Herkunft und Lebensraum

Dieser Zwergwaran ist im zentralaustralischen Outback verbreitet, insbesondere in Regionen des Northern Territory sowie Teilen von Western Australia. Er bewohnt trockene, steinige Savannen- und Halbwüstenlandschaften und versteckt sich tagsüber häufig in Felsspalten, unter Baumrinde oder in verlassenen Insektenbauten.

Aussehen

Varanus gilleni erreicht meist eine Gesamtlänge von nur etwa 25 bis 30 cm, womit er zu den kleinsten Waranen überhaupt zählt. Der schlanke Körper ist gelblich bis hellbraun gefärbt und von zahlreichen dunklen Flecken durchzogen, die ihm eine gute Tarnung im trockenen Lebensraum ermöglichen. Die Unterseite ist heller bis weißlich. Charakteristisch sind der lange, spitze Kopf und der deutlich abgeflachte, peitschenartige Schwanz.

Verhalten und Ernährung

Dieser Waran ist tagaktiv und sehr agil. Er zeigt ein ausgeprägtes Kletterverhalten und nutzt vertikale Strukturen im Lebensraum intensiv. Die Art gilt als scheu, lässt sich aber bei entsprechender Eingewöhnung im Terrarium gut beobachten.

In der Natur ernährt sich Varanus gilleni hauptsächlich von Insekten, Spinnen, kleinen Echsen und gelegentlich Eiern. Im Terrarium wird eine abwechslungsreiche Insektenkost empfohlen, ergänzt durch vitaminisierte Futtertiere.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung erfolgt in den warmen Monaten. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen mehrere Eier (meist 3 bis 6) in feuchtem Substrat ab. Die Inkubationszeit beträgt bei konstanten Temperaturen um 28–30 °C etwa 90 bis 120 Tage. Jungtiere sind bei der Geburt bereits selbstständig, aber sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.

Nutzen

Aufgrund seiner geringen Größe, seiner vergleichsweise einfachen Pflege und seiner aktiven Lebensweise gilt der Gillens Waran als beliebter Terrarienbewohner unter fortgeschrittenen Haltern. Besonders geschätzt wird sein lebhaftes Verhalten, das auch in kleinen bis mittelgroßen Anlagen zur Geltung kommt. Die Art ist ideal für strukturiert eingerichtete Trockenterrarien mit Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten.

Krankheiten und natürliche Feinde

In der Natur stellen Greifvögel, größere Reptilien und Dingos mögliche Fressfeinde dar. Im Terrarium können Fehler bei der Beleuchtung (z. B. UV-Mangel), zu geringe Temperaturen oder falsche Fütterung zu Stoffwechselstörungen führen. Jungtiere sind besonders anfällig für Dehydration und Parasitenbefall.

Gesetzliche Regelung zur Haltung

In Deutschland ist die Haltung von Varanus gilleni aktuell erlaubt. Eine Meldepflicht besteht in den meisten Bundesländern nicht, da es sich nicht um eine besonders geschützte Art handelt. Dennoch empfiehlt sich eine artgerechte Haltung gemäß den Leitlinien für Reptilien in Privathand. Aufgrund der geringen Größe ist die Art auch in kleineren Terrarien haltbar, bei ausreichender Höhe und Strukturierung.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Im Deutschen wird Varanus gilleni meist als Gillens Waran oder Zwergwaran bezeichnet. Der Begriff „Zwergwaran“ kann jedoch irreführend sein, da mehrere Arten in dieser Größenklasse vorkommen. Die Bezeichnung geht auf seine geringe Körpergröße zurück, während der wissenschaftliche Name zu Ehren des australischen Zoologen Samuel J. Gillen vergeben wurde.

Verwandte Arten

  • Varanus acanthurus

    Bei Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich in Nord- und Westaustralien aber auch bis in die Mitte Australiens vorkommt.

  • Varanus albigularis

    Der Varanus albigularis (Schwarzkehlwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und ist vor allem in Afrika beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des südlichen und östlichen Afrikas, darunter Länder wie Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und Kenia. Dort bevorzugt er trockene Savannen, Buschlandschaften und felsige Regionen, wo er sich vor Feinden und extremer Hitze in Erdbauten und Felsspalten zurückzieht.

  • Varanus auffenbergi

    Der Varanus auffenbergi, auch bekannt als Auffenbergs Waran, ist eine seltene und faszinierende Art innerhalb der Familie der Warane (Varanidae). Dieser kleine bis mittelgroße Waran stammt aus Indonesien und ist besonders unter Reptilienliebhabern wegen seines interessanten Verhaltens und seiner markanten Färbung beliebt.

  • Varanus beccari

    Varanus beccarii (Schwarzer Baumwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der Baumwarane. Die Art wurde nach dem italienischen Naturforscher Odoardo Beccari benannt. Aufgrund ihrer besonderen Färbung und ihres Lebensraums ist sie bei Terrarianern sehr beliebt.

  • Varanus doreanus

    Der Blauschwanzwaran (Varanus doreanus) ist eine faszinierende und zugleich anspruchsvolle Echsenart, die ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Neuguineas und der angrenzenden Inseln stammt. Sein auffälliges Erscheinungsbild mit schillernden Blau- und Grüntönen macht ihn zu einem beliebten, aber herausfordernden Pflegling in der Terraristik.

  • Varanus exanthematicus

    Bei Varanus exanthematicus (Steppenwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich in Afrika, südlich der Sahara vom Senegal bis in den Sudan und teilweise auch bis Äthiopien vorkommt.

  • Varanus glauerti

    Varanus glauerti (Glauerts Felsenwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der Felsenwarane. Die Art ist nach dem australischen Paläontologen Ludwig Glauert benannt und zeichnet sich durch ihre Anpassung an felsige Lebensräume aus.

  • Varanus gouldii

    Der Goulds Waran, wissenschaftlich bekannt als Varanus gouldii, ist eine beeindruckende Echsenart aus Australien. Er gehört zu den großen Waranen und ist in den trockenen, offenen Regionen des Kontinents weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem die Wüsten- und Halbwüstengebiete, Steppenlandschaften sowie felsige Regionen. Dort lebt er sowohl in sandigen Ebenen als auch in Gebieten mit spärlicher Vegetation, die ihm ausreichend Versteckmöglichkeiten und Jagdchancen bieten. Goulds Warane sind sehr anpassungsfähige Tiere, die sowohl in heißen, trockenen Zonen als auch in etwas feuchteren Regionen vorkommen können. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in ihrem natürlichen Lebensraum beeinflussen ihr Verhalten und ihren Stoffwechsel stark, was in der Haltung im Terrarium berücksichtigt werden sollte.

  • Varanus kingorum

    Varanus kingorum (Kings Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Als einer der kleinsten bekannten Warane nimmt er eine besondere Stellung unter den australischen Zwergformen ein.

  • Varanus macraei

    Der Blaue Baumwaran (Varanus macraei) ist eine faszinierende Echsenart aus der Familie der Warane (Varanidae) und gehört zur Gattung Varanus. Er wurde erst 2001 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den seltener gehaltenen Waranen in der Terraristik. Aufgrund seiner beeindruckenden blauen Färbung und seines agilen Verhaltens erfreut er sich bei erfahrenen Reptilienhaltern großer Beliebtheit.

  • Varanus niloticus

    Varanus niloticus (Nilwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zur Untergattung Polydaedalus. Er zählt zu den größten Waranarten Afrikas und ist eng mit dem Savannenwaran (Varanus exanthematicus) verwandt. Innerhalb des Artnamens wurde zeitweise eine zweite Art, Varanus stellatus, abgetrennt, doch diese Trennung ist noch nicht einheitlich anerkannt.

  • Varanus ornatus

    Varanus ornatus (Regenwald-Nilwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und stellt eine farblich besonders markante Art der afrikanischen Warane dar. Innerhalb der Gattung Varanus wird er der Untergattung Polydaedalus zugeordnet und steht in enger Verwandtschaft zu Varanus niloticus, mit dem er lange Zeit als Unterart geführt wurde.

  • Varanus pilbarensis

    Varanus pilbarensis (Pilbara Felswaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Er zählt zu den kleineren Vertretern seiner Gattung und ist eng verwandt mit anderen australischen Zwergwaranen wie Varanus caudolineatus und Varanus glauerti.

  • Varanus prasinus

    Der Smaragdwaran (Varanus prasinus) ist eine der faszinierendsten und farbenprächtigsten Echsenarten, die in der Terraristik gehalten werden können. Diese elegante und auffällige Art besticht durch ihr leuchtend grünes Schuppenkleid und ihre agilen Kletterfähigkeiten. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über den Smaragdwaran wissen musst – von seiner Herkunft und Biologie bis hin zu Pflegehinweisen, Vermehrung und möglichen Krankheiten.

  • Varanus primordius

    Varanus primordius (Primos Zwergwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus den sogenannten Zwergwaranen zugeordnet. Diese Gruppe umfasst mehrere kleinbleibende Arten aus Australien und Neuguinea. Die Art wurde 1980 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den selten gehaltenen Vertretern ihrer Gruppe.

  • Varanus reisingeri

    Varanus reisingeri (Reisingers Baumwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der sogenannten Baumwarane. Die Art wurde erst 2009 wissenschaftlich beschrieben und ist nach dem Entdecker benannt. Aufgrund ihres speziellen Lebensraums und ihrer geringen Größe ist sie in der Terraristik noch selten vertreten.

  • Varanus rudicollis

    Varanus rudicollis (Rauhnacken-Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Empagusia zugeordnet. Die Art fällt durch ihren auffällig strukturierten Nackenbereich auf, was ihr den deutschen Namen „Rauhnacken-Waran“ eingebracht hat.

  • Varanus salvator

    Der Bindenwaran (Varanus salvator) ist eine der größten Echsen der Welt und gehört zur Familie der Warane (Varanidae) sowie zur Gattung Varanus. Diese beeindruckenden Reptilien sind in Südostasien beheimatet und zeichnen sich durch ihre hohe Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und imposante Erscheinung aus.

  • Varanus stellatus

    Varanus stellatus (Sternfleckenwaran) wird innerhalb der Familie der Warane (Varanidae) zur Untergattung Polydaedalus gezählt. Ursprünglich galt er als westliche Population des Nilwarans (Varanus niloticus), wurde jedoch aufgrund genetischer und morphologischer Unterschiede als eigene Art beschrieben. Die Abgrenzung zu Varanus niloticus ist noch nicht unumstritten und wird in der herpetologischen Forschung weiterhin diskutiert.

  • Varanus timorensis

    Bei Varanus timorensis (Timorwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich aus Indonesien stammt. Er kommt dort auf der Insel Timor, Neuguinea aber auch einigen Sunda-Inseln vor.

  • Varanus tristis orientalis

    Varanus tristis orientalis (Östlicher Trauerwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Es handelt sich um die östliche Form des sogenannten Trauerwarans, deren taxonomischer Status als Unterart jedoch nicht unumstritten ist.

  • Varanus tristis tristis

    Varanus tristis tristis (Westlicher Trauerwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Er stellt die westliche Form des sogenannten Trauerwarans dar. Ob es sich bei tristis tristis und tristis orientalis tatsächlich um unterschiedliche Unterarten handelt oder lediglich um Farbvarianten einer Art, ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig geklärt.

Änderungen vorschlagen

Du hast nicht alle wichtigen Infos zu Varanus gilleni gefunden? Du kannst uns helfen, weitere Details zu ergänzen? Dann schreib uns dein Feedback!