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Varanus doreanus im Terrarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Blauschwanzwaranen

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Varanus doreanus im Terrarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Blauschwanzwaranen)
Varanus doreanus (Blauschwanzwaran)

Wissenswertes zu Varanus doreanus (Blauschwanzwaran)

Allgemeine Informationen

Wissenschaftlicher Name: Varanus doreanus

Alternative Namen: Blauschwanzwaran, Blauzungenwaran, Pazifikwaran

Gattung: Varanus

Familie: Varanidae (Warane)

Der Blauschwanzwaran (Varanus doreanus) ist eine faszinierende und zugleich anspruchsvolle Echsenart, die ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Neuguineas und der angrenzenden Inseln stammt. Sein auffälliges Erscheinungsbild mit schillernden Blau- und Grüntönen macht ihn zu einem beliebten, aber herausfordernden Pflegling in der Terraristik.

Herkunft und Verbreitung

Varanus doreanus ist in Neuguinea, den Aru-Inseln, den Molukken sowie auf der Halbinsel Kap York in Australien beheimatet. Er bevorzugt tropische Regenwälder, Mangrovensümpfe und feuchte Savannen. Sein Lebensraum ist geprägt von hoher Luftfeuchtigkeit und warmen Temperaturen, weshalb eine entsprechende Anpassung im Terrarium notwendig ist.

Beschreibung und Aussehen

Der Blauschwanzwaran erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 140 cm, wobei der Schwanz fast zwei Drittel der Körperlänge ausmacht. Seine schimmernde Haut mit bläulich-grünen bis türkisfarbenen Schuppen verleiht ihm eine beeindruckende Erscheinung. Typisch sind außerdem die dunklen Querbänder entlang des Körpers und der lange, seitlich abgeflachte Schwanz, der ihn zu einem geschickten Schwimmer macht. Die Zunge ist tief gespalten und besitzt eine bläuliche Färbung, ähnlich wie bei anderen Waranarten.

Haltung im Terrarium

Die Haltung eines Blauschwanzwarans erfordert viel Erfahrung und ein großes Terrarium mit speziellen klimatischen Bedingungen.

Terrariumgröße

Ein adultes Exemplar benötigt ein Terrarium mit mindestens 300 x 150 x 200 cm (LxBxH). Eine größere Haltung ist immer vorteilhaft, da sich diese Warane gerne kletternd und schwimmend fortbewegen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

  • Tagestemperatur: 28 – 32 °C
  • Lokaler Sonnenplatz: bis 40 °C
  • Nachttemperatur: nicht unter 22 °C
  • Luftfeuchtigkeit: 70 – 90 %

Die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit müssen durch Wärmelampen, UVB-Strahler und regelmäßiges Sprühen oder eine Beregnungsanlage gewährleistet werden. Ein Wasserbecken zum Baden sollte ebenfalls vorhanden sein.

Einrichtung

  • Stabile Kletteräste und dicke Äste für eine artgerechte Kletterstruktur
  • Große Wasserstelle oder Badebereich
  • Erdiges oder torfiges Substrat zur Feuchtigkeitsregulierung
  • Versteckmöglichkeiten aus Korkröhren oder Wurzeln

Ernährung

Blauschwanzwarane sind opportunistische Fleischfresser, die sich von einer Vielzahl von Beutetieren ernähren. In Gefangenschaft sollte ihre Ernährung abwechslungsreich gestaltet werden:

  • Insekten (Heuschrecken, Schaben, Mehlwürmer)
  • Kleinsäuger (Mäuse, Ratten – gelegentlich)
  • Geflügelstücke
  • Fisch (in Maßen)
  • Eier

Wichtig ist eine ergänzende Vitamin- und Kalziumzufuhr, insbesondere für Jungtiere und trächtige Weibchen.

Giftigkeit und Biss

Warane, einschließlich Varanus doreanus, besitzen enzymhaltigen Speichel, der die Blutgerinnung der Beute verlangsamen kann. Zwar ist dieser nicht hochgiftig, doch kann ein Biss schmerzhaft und entzündungsfördernd sein. Im Umgang mit dem Tier ist daher Vorsicht geboten.

Vermehrung und Zucht

Die Fortpflanzung des Blauschwanzwarans in Gefangenschaft ist anspruchsvoll, aber möglich. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen 4–10 Eier, die in feuchtem Substrat vergraben werden. Die Inkubationszeit beträgt ca. 180–220 Tage bei Temperaturen um 28–30 °C. Jungtiere schlüpfen mit etwa 30 cm Länge und wachsen relativ schnell.

Häufige Krankheiten

  • Parasitenbefall: Regelmäßige Kotuntersuchungen sind wichtig.
  • Häutungsprobleme: Zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann zu unvollständiger Häutung führen.
  • Metabolische Knochenerkrankung: Mangel an Kalzium und UVB-Licht kann zu Knochenerweichung führen.

FAQs – Häufig gestellte Fragen

1. Ist der Blauschwanzwaran für Anfänger geeignet?

Nein, aufgrund seiner Größe, seines Temperaments und seines hohen Platzbedarfs ist diese Art für erfahrene Halter empfohlen.

2. Wie lange lebt ein Blauschwanzwaran?

In Gefangenschaft können sie über 15 Jahre alt werden.

3. Kann man Blauschwanzwarane handzahm machen?

Mit Geduld und regelmäßiger Interaktion kann eine gewisse Zutraulichkeit erreicht werden, aber sie bleiben oft scheu.

4. Braucht der Waran eine UVB-Lampe?

Ja, eine UVB-Versorgung ist essenziell für die Knochengesundheit.

5. Kann man mehrere Blauschwanzwarane zusammen halten?

Eine Paarhaltung oder Gruppenhaltung ist schwierig, da es zu Dominanzkämpfen kommen kann. Einzelhaltung wird empfohlen.

Fazit

Der Blauschwanzwaran ist ein beeindruckendes, aber anspruchsvolles Terrarientier. Seine Pflege erfordert viel Platz, Erfahrung und Geduld. Wer sich der Herausforderung stellt, wird mit einer faszinierenden Echse belohnt, die durch ihr lebhaftes Verhalten und ihre leuchtenden Farben besticht.

Verwandte Arten

  • Varanus acanthurus

    Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran)

    Bei Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich in Nord- und Westaustralien aber auch bis in die Mitte Australiens vorkommt.

  • Varanus albigularis

    Varanus albigularis (Schwarzkehlwaran)

    Der Varanus albigularis (Schwarzkehlwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und ist vor allem in Afrika beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des südlichen und östlichen Afrikas, darunter Länder wie Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und Kenia. Dort bevorzugt er trockene Savannen, Buschlandschaften und felsige Regionen, wo er sich vor Feinden und extremer Hitze in Erdbauten und Felsspalten zurückzieht.

  • Varanus auffenbergi

    Varanus auffenbergi (Auffenbergs Waran)

    Der Varanus auffenbergi, auch bekannt als Auffenbergs Waran, ist eine seltene und faszinierende Art innerhalb der Familie der Warane (Varanidae). Dieser kleine bis mittelgroße Waran stammt aus Indonesien und ist besonders unter Reptilienliebhabern wegen seines interessanten Verhaltens und seiner markanten Färbung beliebt.

  • Varanus beccari

    Varanus beccari (Schwarzer Baumwaran)

    Varanus beccarii (Schwarzer Baumwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der Baumwarane. Die Art wurde nach dem italienischen Naturforscher Odoardo Beccari benannt. Aufgrund ihrer besonderen Färbung und ihres Lebensraums ist sie bei Terrarianern sehr beliebt.

  • Varanus exanthematicus

    Varanus exanthematicus (Steppenwaran)

    Bei Varanus exanthematicus (Steppenwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich in Afrika, südlich der Sahara vom Senegal bis in den Sudan und teilweise auch bis Äthiopien vorkommt.

  • Varanus gilleni

    Varanus gilleni (Gillens Waran)

    Varanus gilleni (Gillens Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb dieser zu den kleineren Arten der Gattung Varanus. Die Art ist eng mit anderen australischen Zwergwaranen verwandt und wurde nach dem Zoologen Samuel Gillen benannt.

  • Varanus glauerti

    Varanus glauerti (Glauerts Felsenwaran)

    Varanus glauerti (Glauerts Felsenwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der Felsenwarane. Die Art ist nach dem australischen Paläontologen Ludwig Glauert benannt und zeichnet sich durch ihre Anpassung an felsige Lebensräume aus.

  • Varanus gouldii

    Varanus gouldii (Goulds Waran)

    Der Goulds Waran, wissenschaftlich bekannt als Varanus gouldii, ist eine beeindruckende Echsenart aus Australien. Er gehört zu den großen Waranen und ist in den trockenen, offenen Regionen des Kontinents weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem die Wüsten- und Halbwüstengebiete, Steppenlandschaften sowie felsige Regionen. Dort lebt er sowohl in sandigen Ebenen als auch in Gebieten mit spärlicher Vegetation, die ihm ausreichend Versteckmöglichkeiten und Jagdchancen bieten. Goulds Warane sind sehr anpassungsfähige Tiere, die sowohl in heißen, trockenen Zonen als auch in etwas feuchteren Regionen vorkommen können. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in ihrem natürlichen Lebensraum beeinflussen ihr Verhalten und ihren Stoffwechsel stark, was in der Haltung im Terrarium berücksichtigt werden sollte.

  • Varanus kingorum

    Varanus kingorum (Kings Waran)

    Varanus kingorum (Kings Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Als einer der kleinsten bekannten Warane nimmt er eine besondere Stellung unter den australischen Zwergformen ein.

  • Varanus macraei

    Varanus macraei (Blauer Baumwaran)

    Der Blaue Baumwaran (Varanus macraei) ist eine faszinierende Echsenart aus der Familie der Warane (Varanidae) und gehört zur Gattung Varanus. Er wurde erst 2001 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den seltener gehaltenen Waranen in der Terraristik. Aufgrund seiner beeindruckenden blauen Färbung und seines agilen Verhaltens erfreut er sich bei erfahrenen Reptilienhaltern großer Beliebtheit.

  • Varanus niloticus

    Varanus niloticus (Nilwaran)

    Varanus niloticus (Nilwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zur Untergattung Polydaedalus. Er zählt zu den größten Waranarten Afrikas und ist eng mit dem Savannenwaran (Varanus exanthematicus) verwandt. Innerhalb des Artnamens wurde zeitweise eine zweite Art, Varanus stellatus, abgetrennt, doch diese Trennung ist noch nicht einheitlich anerkannt.

  • Varanus ornatus

    Varanus ornatus (Regenwald-Nilwaran)

    Varanus ornatus (Regenwald-Nilwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und stellt eine farblich besonders markante Art der afrikanischen Warane dar. Innerhalb der Gattung Varanus wird er der Untergattung Polydaedalus zugeordnet und steht in enger Verwandtschaft zu Varanus niloticus, mit dem er lange Zeit als Unterart geführt wurde.

  • Varanus pilbarensis

    Varanus pilbarensis (Pilbara Felswaran)

    Varanus pilbarensis (Pilbara Felswaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Er zählt zu den kleineren Vertretern seiner Gattung und ist eng verwandt mit anderen australischen Zwergwaranen wie Varanus caudolineatus und Varanus glauerti.

  • Varanus prasinus

    Varanus prasinus (Smaragdwaran)

    Der Smaragdwaran (Varanus prasinus) ist eine der faszinierendsten und farbenprächtigsten Echsenarten, die in der Terraristik gehalten werden können. Diese elegante und auffällige Art besticht durch ihr leuchtend grünes Schuppenkleid und ihre agilen Kletterfähigkeiten. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über den Smaragdwaran wissen musst – von seiner Herkunft und Biologie bis hin zu Pflegehinweisen, Vermehrung und möglichen Krankheiten.

  • Varanus primordius

    Varanus primordius (Primos Zwergwaran)

    Varanus primordius (Primos Zwergwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus den sogenannten Zwergwaranen zugeordnet. Diese Gruppe umfasst mehrere kleinbleibende Arten aus Australien und Neuguinea. Die Art wurde 1980 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den selten gehaltenen Vertretern ihrer Gruppe.

  • Varanus reisingeri

    Varanus reisingeri (Reisingers Baumwaran)

    Varanus reisingeri (Reisingers Baumwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und zählt innerhalb der Gattung Varanus zur Gruppe der sogenannten Baumwarane. Die Art wurde erst 2009 wissenschaftlich beschrieben und ist nach dem Entdecker benannt. Aufgrund ihres speziellen Lebensraums und ihrer geringen Größe ist sie in der Terraristik noch selten vertreten.

  • Varanus rudicollis

    Varanus rudicollis (Rauhnacken-Waran)

    Varanus rudicollis (Rauhnacken-Waran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Empagusia zugeordnet. Die Art fällt durch ihren auffällig strukturierten Nackenbereich auf, was ihr den deutschen Namen „Rauhnacken-Waran“ eingebracht hat.

  • Varanus salvator

    Varanus salvator (Bindenwaran)

    Der Bindenwaran (Varanus salvator) ist eine der größten Echsen der Welt und gehört zur Familie der Warane (Varanidae) sowie zur Gattung Varanus. Diese beeindruckenden Reptilien sind in Südostasien beheimatet und zeichnen sich durch ihre hohe Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und imposante Erscheinung aus.

  • Varanus stellatus

    Varanus stellatus (Sternfleckenwaran)

    Varanus stellatus (Sternfleckenwaran) wird innerhalb der Familie der Warane (Varanidae) zur Untergattung Polydaedalus gezählt. Ursprünglich galt er als westliche Population des Nilwarans (Varanus niloticus), wurde jedoch aufgrund genetischer und morphologischer Unterschiede als eigene Art beschrieben. Die Abgrenzung zu Varanus niloticus ist noch nicht unumstritten und wird in der herpetologischen Forschung weiterhin diskutiert.

  • Varanus timorensis

    Varanus timorensis (Timorwaran)

    Bei Varanus timorensis (Timorwaran) handelt es sich um einen Waran, der ursprünglich aus Indonesien stammt. Er kommt dort auf der Insel Timor, Neuguinea aber auch einigen Sunda-Inseln vor.

  • Varanus tristis orientalis

    Varanus tristis orientalis (Östlicher Trauerwaran)

    Varanus tristis orientalis (Östlicher Trauerwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Es handelt sich um die östliche Form des sogenannten Trauerwarans, deren taxonomischer Status als Unterart jedoch nicht unumstritten ist.

  • Varanus tristis tristis

    Varanus tristis tristis (Westlicher Trauerwaran)

    Varanus tristis tristis (Westlicher Trauerwaran) gehört zur Familie der Warane (Varanidae) und wird innerhalb der Gattung Varanus der Untergattung Odatria zugeordnet. Er stellt die westliche Form des sogenannten Trauerwarans dar. Ob es sich bei tristis tristis und tristis orientalis tatsächlich um unterschiedliche Unterarten handelt oder lediglich um Farbvarianten einer Art, ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig geklärt.

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