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Aquarium Südamerikagesellschaft von JanH

Beispiel
Betreibt das Hobby seit:
1998
Aquarium Hauptansicht

Beschreibung des Aquariums

Läuft seit:
2019
Größe:
340x80x80 = 2400 Liter
Letztes Update:
11.08.2021
Besonderheiten:

Becken wurde trotz der Größe und eines Gewichts von ca. 500Kg fertig verklebt geliefert. Der Hersteller verwendet 2K Kleber, die Bodenscheibe ist mittig einmal geteilt. Die Seiten und die Rückwand sind mit schwarzer Autofolie foliert. Das Becken steht auf einem abgetrennten Estrich, unter dem die Fußbodenheizung ausgespart wurde. Auf dem Estrich liegt eine kombinierte Trittschalldämmung/Dampfsperre für Parkett und darauf eine 3-Schichtplatte aus Holz. Diese gleicht dann den Höhenunterschied zum Parkett im restlichen Wohnzimmer aus. Der Unterbau wurde aus Ytong gemauert. Im Vergleich zu anderne Konstruktionen ist der sehr massiv geworden, bin hier aber lieber sicher gegangen. Das Becken selbst wurde durch den Aquarienbauer direkt auf einer Multiplexplatte verklebt geliefert. Das Aquarium ist von Wand zu Wand mit einem Rahmen und Türen in Eigenbau verkleidet. Zur Decke ist zum ein Spalt von ca. 20cm. Dadurch ist der komplette Raum unterhalb, oberhalb und neben dem Aquarium nutzbar und die es verbleibt ein komplett cleane Ansicht.

CAD Zeichnung
Der Unterbau
Da ist das Prachtstück!
Aus dem Sprinter vorsichtig direkt durch die Terrassentür gerollt
Erstmal grob positioniert
Die Technik ist da, es kann losgehen
Aquarium Südamerikagesellschaft
Aquarium Südamerikagesellschaft
Aquarium Südamerikagesellschaft
Das Wasser hat sich inzwischen stark eingefärbt

Dekoration

Bodengrund:

Dünne Schicht Sand und Kies in verschiedener Körnung von 1 bis 8mm. Insgesamt sind das nur 75Kg. Im alten Becken hatte ich eine höhere Schicht, die sich aber schnell mit Holzraspeln vermischt hat und es dann zu fauligen Stellen im Boden kam.

Aquarienpflanzen:

Aufgrund der Scheibensalmler nur ein Busch Javafarn, damit etwas grün im Becken ist. Javafarn war auch im alten Becken die einzig überlebende Pflanze. Inzwischen hat sich allerdings auch der Javafarn zerteilt und treibt irgendwo im Becken herum.

Irgendwann werde ich vielleicht wieder den Versuch weiterer Pflanzen starten. Allerdings graben die Fische das meiste wieder aus, sofern es nicht vorher bereits kurz und klein gemäht wurde.

Weitere Einrichtung: 

Die Einrichtung besteht aus verschieden großen Steinen und jeder Menge größerer Wurzeln, um das Becken zu strukturieren und um Versteck- und Unterstellplätze, sowie beschattete Stellen zu schaffen.

Aquarien-Technik

Beleuchtung:

Beleuchtung von LEDaquaristik bestehend aus:

- Sunriser 8

- 3x Eco+ LED Day 5500K à 100cm/ 29W

- 1x Eco+ LED Sunset 3500K à 140cm/ 33W

Die Beleuchtung ist so angeordnet, das dass hintere Viertel des Beckens, sowie die hinteren Ecken weitgehend dunkel sind. Dadurch entsteht ein großer Rückzugsbereich für die Fische und eine schöne optischen Tiefenwirkung. Auch die ECM42 und Tunze verschwinden vollständig im Schatten. Zudem strahlen die Scheibensalmler eine enorme Ruhe aus. Im alten kleineren Becken waren sie insbesondere bei Bewegungen vor dem Becken sehr schreckhaft.

Die Sunset geht etwas früher an und später aus, um Sonnenauf- und Untergang zu simulieren. Nachmittags wird die Beleuchtungsintensität auf 40% reduziert, wodurch nur noch das obere Drittel sichtbar Licht abbekommt.

Filtertechnik:

Die Filterung besteht grundsätzlich aus zwei jeweils rechts und links eingeklebten Innenfiltern mit je 3 Kammern. Die erste und letzte Kammer ist letztendlich nur ein Schacht, die Mittlere nimmt jeweils etwa 2/3 des Raumes ein und wird von unten nach oben durchströmt. Die Innenfilter sind durch schwarzes Lacobel-Glas abgetrennt (wasserdicht verklebt), so dass die Technik dahinter unsichtbar bleibt. Die Ein- und Ausläufe der Filter sind durch etwa 10x10cm große passgenau gedruckte Gitter gesichert. Die Ein- und Ausläufe befinden sich jeweils in Bodennähe, um eine Grundströmung zu erzeugen und die Raspel möglichst effektiv Richtung Vliesfilter zu bewegen.

Rechter Innenfilter:

Aqua-medic DC Runner 3.2 auf kleinster Stufe (entspricht ca. 60% der max. Leistung), damit das Wasser im Filter in Bewegung bleibt. Die DC Runner sitzt in einem Klotz aus Filterschaumstoff und drückt über einen Silikonschlauch das Wasser zurück ins Becken. Das alleinige entkoppeln reicht nicht aus, die Pumpen scheinen in der engen Kammer Vibrationen zu erzeugen. Gleiches Bild bei der Tunze, die ich vorher für den Innenfilter genutzt hatte. Diese läuft jetzt außerhalb der Kammer völlig geräuschlos und löst eine tote Ecke unterhalb der Strömungspumpe auf. Die Tunze war zudem zu schwach. Die DC Runner ist zwar deutlich klobiger, benötigt aber trotzdem kaum mehr Platz beim Einbau. Ich versuche den Filter jetzt als Ablagerungskammer zu nutzen, um einfacher schwungsweise Holzraspel abzusaugen. Mal schauen, ob dies was bringt.

Linker Innenfilter:

Der linke Innenfilter dient als Basis für einen Theiling Rollermat Vliesfilter. Der Rollermat steht oberhalb des Filters links neben dem Becken. Die erste Kammer beinhaltet eine Red Dragon 5 eco. Diese fördert das Wasser nach oben in den Vliesfilter, aus dem es in die zweite Kammer fließt. Die Verbindung ist über einen durchgehenden Silikonschlauch erfolgt, um keine Vibrationen zu übertragen. Der Notüberlauf des Vliesfilters führt aus Platzgründen direkt in die dritte Kammer. In der zweiten Kammer befindet sich ein Sprudelstein, der nur nachts zur Sauerstoffversorgung läuft (Hailea V10). Zudem ist jetzt hier auch Biofilterung mit Filterbällen und Keramikröllchen. Der Auslauf des Vliesfilter mündet direkt in den Biobällen. Ich hatte es zuerst (noch in rechten Innenfilter) mit grobem Schaumstoff versucht, der war aber nach 2 Monaten komplett dicht, die Biobälle laufen bis dato völlig wartungsfrei. Durch die dritte Kammer, die nur noch einen Heizstab beheimatet, fließt das Wasser wieder zurück ins Becken. Aufgrund der beiden L190 hält ein Vlies etwa 3-4 Wochen. Ich teste hier noch verschiedene Hersteller, da sich diese in Preis und Wickelqualität doch deutlich unterscheiden. Pro Stunde fließen etwa 1800L durch den Filter. Die Holzraspel bei der Beckentiefe/-höhe vom Bodengrund abzusaugen wäre aussichtslos. Durch die mechanische Vorbildern sollte jetzt auch Schaumstoff wieder gehen, mit den Bällen bin ich aber ganz zufrieden.

Weitere Technik:

Links neben dem Becken und an Balken über dem Becken sind sämtliche Steuerungen, Anschlüsse etc. untergebracht. Rechts neben dem Becken befindet sich ein Wasserzu- und Ablauf. Die Steckdosen sind beidseitig über separate Sicherungen abgesichert.

Heizung:

2x 300W Schego Titanheizstab, jeweils rechts und links in den Innenfiltern. Reichen völlig aus, um die 26°C zu erzielen und zu halten.

Strömung:

- von rechts kommend sorgt eine Panta-Rhei Hydro Wizard ECM42 mit Flow Expander für ordentliche Strömung und Oberflächenbewegung. Läuft auf ~60%. Die ECM hängt ca. 15cm unterhalb der Oberfläche, ansonsten würde sie Luft ansaugen und einen Strudel erzeugen. Die Strömung reicht locker durch das ganze Becken bis zum gegenüberliegenden Eingang des Vliesfilter. Da der Magnethalter der Standard-ECM42 nicht besonders kräftig ist, habe ich einen Zusatzmagneten zur Verstärkung genommen. Damit hängt die Pumpe besser im Wasser und ist gleichzeitig nochmal ruhiger, bei höherer Laufleistung.

- Diese wird durch eine Tunze Nanostream 6055 unterstützt (auf 20%), um den toten Bereich unterhalb der ECM42 aufzulösen. Insbesondere notwendig, um die ganzen Holzraspel der Welse Richtung Filter zu bewegen.

Bei der Technik war es mir insbesondere wichtig leise Komponenten zu erhalten, da dass Becken eine komplette Wand im Wohnbereich einnimmt. Ein weiteres Kriterium war der geringe Stromverbrauch. Dadurch verbraucht dieses Becken nicht wirklich mehr Strom, als mein vorheriges mit 500L.

Neue Anordnung Filterung
Verkabelung etc.

Besatz

10x Metynnis Hypsauchen

10x Chilodus punctatus

6x Geophagus sveni

2x L14 / Sonnenwels

2x L190; beide haben die 30cm überschritten

30x Corydoras sterbai; davon ca. 22x Nachwuchs aus diesem Becken

3x Corydoras trilineatus, Alter ca. 14-15 Jahre

5x Antennenwels

Der Besatz strahlt eine große Ruhe aus und man ist überrascht wieviele Bewohner dann doch darin leben, wenn es Futter gibt. Inzwischen habe ich etwa 30 Sterbais gezählt. Außerhalb der Fütterungen sieht man davon max. 15 auf einmal. Die C. Trilineatus sind nach wie vor topfit!

Die Kopfsteher geben beim Füttern sehr laute Knacklaute von sich, die wir lange nicht zuordnen konnten. Dies insbesondere dann, wenn mehrere einträchtug an einer Tabelle knabbern. Im Internet habe ich dazu keine Infos finden können.

Es sind auf jeden Fall sehr interessante Fische, die auch ein variables Verhalten in der Gruppe zeigen. Aggressionen, wie teilweise berichtet, konnte ich bis dato nicht feststellen - liegt mitunter auch an der Größe des Beckens.

Die Metynnis, insbesondere die Weibchen, haben im großen Becken nochmal einen Schub gemacht und sind deutlich gewachsen.

Die Haltung von L190 sollte sich jeder vor dem Kauf gut überlegen. Die Menge an Holzraspeln ist echt enorm und zugleich lösen sich permanent Huminstoffe, die das Wasser färben. Das Wachstum ist inzwischen deutlicher langsamer, aber eben stetig vorhanden.

Besatz im Aquarium Südamerikagesellschaft
Besatz im Aquarium Südamerikagesellschaft
Besatz im Aquarium Südamerikagesellschaft
Kopfsteher beim Fressen - hierbei entstehen die lauten Knackgeräusche
L 14

Wasserwerte

Ph 7-7, 5

Kh 6

C° 26

NO2 nicht nachweisbar

No3 15

Nh4 nicht nachweisbar

Futter

Diverses Frostfutter

JBL Pleco und Pleco XL

Söll Granulat

Ab und an Gemüse

Infos zu den Updates

11.08.2021 - Ich habe die Filterung etwas umgebaut und die biologische Filterung direkt dem Vliesfilter nachgeschaltet. Dafür sind die Filtermaterialien von dem rechten Innenfilter in den Linken umgezogen. Es hat den Filter fast zwei Tage gekostet das Wasser wieder zu klären, da logischerweise einiges an Schwebstoffen ins Becken gelangt ist.

05.02.2021 - 2 Besatzfotos ergänzt. Da diese zur Fütterungszeit aufgenommen wurden, sind viele Schwebeteilchen im Wasser unterwegs (Holzraspel). Die Kopfsteher erzeugen das Knacken insbesondere bei jedem Kanbbern an den Tabletten. Ich versuche das mal auf Video aufzunehmen.

26.01.2021 - aktuelles Foto ergänzt + kleine Änderungen: durch die vielen Wurzeln und kräftigen Bearbeitung durch die Welse hat sich das Wasser stark eingefärbt, was brauchbare Fotos nicht einfach macht. Nach den seltenen Wasserwechseln wird es besser, färbt sich aber schnell wieder ein. Grundsätzlich sieht das gut aus, nur das Schimmern der Geophagen kommt so weniger gut zur Geltung. Eine Vliesrolle hält etwa 3-4 Wochen, die versprochene Standzeit von 3-6 Monaten ist also sehr relativ und hängt (nicht überraschend) massiv vom Besatz ab. Inzwischen habe ich 4 Vliesvarianten ausprobiert und bin bei einer mittelpreisigen Variante hängen geblieben. Diese sind mindestens genauso gut wie die Originalen und es gibt keine Probleme beim Aufwickeln.

Mit der Filterung bin ich an sich zufrieden, überlege aber einige Modifikationen vorzunehmen: Der Filter rechts (Biobälle) erfüllt nur bedingt seinen Zweck und ist momentan relativ unhandlich. Ich plane die biologische Filterung unter den Vliesfilter in den linken Innenfilter zu verlegen (eliminiert dann vielleicht auch die letzte gelegentlichen Geräusche des Vliesfilters und setzt sich dort dann kaum noch zu) und den rechten "Innenfilter" vorerst nur zur Unterbringung von Technik zu verwenden (Heizstab, etc.).

10.02.2020 - Ergänzungen

04.02.2020 - Erstvorstellung

User-Kommentare

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ravaka am 06.01.2021 um 09:55 Uhr

Hallo Jan,

was macht Dein tolles Becken und der großartige Besatz. Schieb mal ein kleines update hoch.

Beste Grüße, Stefan

Scrooge am 14.02.2020 um 09:00 Uhr
Bewertung: 10

Hallo Jan. Ein wirklich schönes Becken mit toller Größe, vor allem die Integration in den Raum hat es mir sehr angetan! Und ein wirklich sehr moderater Besatz fürs Volumen - ich wünschte ich hätte deine Disziplin 😉 Lg. Jochen

ravaka am 07.02.2020 um 19:26 Uhr
Bewertung: 10

Hi, Jan,

Ich bin beeindruckt. Beckenmaße, Einrichtung, Besatz. Einfach klasse. Hast du die Tiere aus einem alten Becken übernommen? Habe gerade mal ausgerechnet, wieviele Diskus man darein setzen könnte ;-)

Liebe Grüße, Stefan 🙂

Grünpflanze am 05.02.2020 um 19:19 Uhr

Und dann mal soeben 2400 Liter aus dem Ärmel geschüttelt;).

Viele Grüße

Christian

Tom am 04.02.2020 um 23:04 Uhr

Hallo,

herzlich willkommen hier bei uns auf EB!

Das ist wieder mal ein klasse Becken mit tollen Ausmaßen.

Grüße, Tom.

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In diesem Beispiel wird die Verwendung von Produkten unserer Partner beschrieben:
In diesem Einrichtungsbeispiel stellt unser Mitglied JanH das Aquarium 'Südamerikagesellschaft' mit der Nummer 42089 vor. Das Thema 'Südamerika' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den, bzw. die AquarianerIn umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
Copyright der Fotos und Texte im Aquarium-Beispiel 'Südamerikagesellschaft' mit der ID 42089 liegt ausschließlich beim User JanH. Eine Verwendung der Bilder und Texte ist ohne Zustimmung des Users selbst nicht erlaubt.
Online seit dem 04.02.2020