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Aquarium Zwergkrallenfroschpfütze von Denise83

einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Moderatorenbereiche: Gesellschaftsbecken, Meerwasser, Wirbellose
Userbild von Denise83
Februar 2015

Beschreibung des Aquariums

Läuft seit:
August 2013
Grösse:
38x38x43 = 60 Liter
Letztes Update:
07.02.2015
Besonderheiten:
Einer der allseits bekannten Nano-Cubes. Dieses Becken steht stellvertretend für meine früheren sowie aktuellen Froschbecken. Ich möchte hier nicht nur das Becken selbst vorstellen, sondern euch außerdem näherbringen, was ich für Erfahrungen mit den kleinen grauen Paddlern gemacht habe und was für mich artgerechte Zwergkrallenfroschhaltung bedeutet.
Mögliche Gestaltung für einen 30l-Cube (Vorgänger des 60l-Cubes)
60l nach dem Einrichten
Auch Becken ohne Bodengrund können grün sein
60l grüne Hölle- Zeit zu gärtnern :-)
Aquarium Zwergkrallenfroschpfütze

Dekoration

Bodengrund:
Keiner. Da ich in Froschbecken vorwiegend auf freischwimmende Pflanzen wie Nixkraut, Hornkraut, Moos und grobe Struktur durch Holz setze, braucht's keinen Kies.
Gelegentlich kommen kleine Pflanztöpfe von 3d-Fischwelten mit rein. Da kann man dann mal Akzente setzen :-)
Aquarienpflanzen:
Boden:
Moos (wenn ich noch wüsste, welches...)
Süßwassertang (Lomariopsis cf. lineata)
Ein, zwei Mooskugeln, die ich noch übrig hatte

Aufgebunden:
Anubias barteri nana
Javafarn

Schwimmend:
Nixkraut
Hornkraut
Wasserlinsen
Mix aus robusten Pflanzen
Pflanzelement für Becken mit wenig/ ohne Bodengrund
Anspruchslose Pflanzen, die Zimmertemperatur vertragen, sind zu empfehlen
Schwimmpflanzen wie Hornkraut werden gernde zum `drin rumhängen` benutzt
Feine Pflanzen wie Nixkraut, Hornkraut und Co wirken wunderbar in kleinen Becken
Weitere Einrichtung: 
Steine + Wurzelholz aus dem Fachhandel
Trockenes Laub (Buche, Eiche) als Versteck und Garnelenfutter
Wurzelholz gibt dem Becken Struktur
Laub ist nicht nur Deko, sondern auch Futter für die Garnelen

Aquarien-Technik

Beleuchtung:
Dennerle Nano-Leuchte, 24 W ~ 10 Stunden/Tag
Filtertechnik:
Keine. Die Frösche mögen ruhige Gewässer ohne/ mit wenig Strömung. Bei Lebendfutterfütterung wird das Wasser nicht großartig belastet. Wöchentlicher Teilwasserwechsel und gelegentliches Absaugen des Mulms reicht.
Mit großzügigen kühlen Wasserwechseln simuliert man ganz prima starke Regenfälle, was auf die Männchen äußerst anregend wirkt ;-)
Weitere Technik:
Im Sommer moderate Belüftung mittels Membranpumpe und Ausströmer. Ist für die Frösche aber eigentlich nicht notwendig. Die Frösche schnappen sowieso Luft an der Wasseroberfläche :-)

Besatz

Die Stars im Froschbecken sind natürlich die Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus boettgeri). Idealerweise sind Froschbecken Artenbecken- sprich, außer mal der einen oder anderen Zwerggarnele (robuste Arten, die auch mal im Froschmagen langen dürfen) sowie den obligatorischen Schnecken sind die Frösche am liebsten unter sich. Dann zeigen sie auch ihr volles Verhaltensrepertoire und, falls es nicht zu viele Frösche an sich sind und sie sich wohl fühlen, sorgen sie hingebungsvoll für nächtliches Gezirpe und kleine Kaulquappen. Die Männchen (etwas dünner) klammern sich an die dicken, runden Weibchen und Paarung und Laichabgabe erfolgen zumeist nachts.

Der Laich sieht aus wie dunkelbraune Mohnkörnchen und schwimmt an der Oberfläche. Die Quappen schlüpfen nach anderthalb bis zwei Tagen und sehen zunächst aus wie kleine Kommas. Etwas später bekommen sie das typische Kaulquappenaussehen und paddeln an der Oberfläche durchs Becken. Die Eltern sind da übrigens nicht wählerisch und fressen ihren Nachwuchs, wenn sie ihn erwischen. Möchte man welche aufziehen, braucht es also ein Aufzuchtbecken.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen: Eine Froschhaltung im Gesellschaftsbecken ist möglich, WENN man ein paar Dinge beachtet! Wuselige, verfressene Fische sind schlechte Gesellschaft, und da fallen die üblichen Verdächtigen aus dem Fachhandel zum Großteil drunter. Die Frösche lauern auf ihre Beute und sind deshalb darauf angewiesen, dass ihnen keiner das Futter in Lichtgeschwindigkeit vor der Nase wegschnappt. Man kann sie durchaus per Pinzette füttern und darauf achten, dass sie so genügend abbekommen, aber eigentlich ist es Mühe, die an sich sparen kann. Anfangs hatte ich es so gehandhabt und ein paar Frösche zusammen mit Panzerwelsen und Kardinälchen gehalten- allerdings haben die Tiere allein schon an die Strömungsverhältnisse unterschiedliche Ansprüche. Es hat mit Einzelfütterung "per Hand" schon funktioniert, aber die Frösche haben nie gebalzt und es war durchaus Aufwand. Dann lieber ein kleines Extrabecken aufstellen, da hat man selber + die Frösche mehr davon! Ist für Anfänger auch besser, da an dann wirklich sicher sein kann, dass es den Tieren gut geht.

Im gezeigten 60l-Becken sind zusätzlich zu den Zwergkrallis (8 Tiere) einige Otocinclus negros (LG2), Algengarnelen (Neocaridina davidi) und Posthornschnecken zu finden. Die kleinen Otos sind ruhig und stören die Frösche nicht. Die Garnelen sind robust und vermehrungsfreudig; da kann man die eine oder andere Junggarnele problemlos als Froschsnack dienen, ohne dass es den Bestand gefährdet. Die erwachsenen Garnelen werden von meinen Fröschen nicht gefressen oder gejagt- allerdings habe ich auch schon anderes gelesen...
Dickes Weibchen mit klammerndem Männchen
1 Tag nach Eiablage
Erstmal geschlüpft, heften sich die Kleinen zunächst noch mit dem Bauch nach oben
Wenige Tage alt, die kleinen Bäuche voll mit Nauplien
Kaulquappe mit vollem Bauch (Artemianauplien)
Besatz im Aquarium Zwergkrallenfroschpfütze
Ja, auch Jungfrösche können niedlich gucken :-)
Dass sich die Geschwister unterschiedlich schnell entwickeln, ist normal
Jungfrosch, noch mit Schwänzchen
Jungfrosch noch mit kleinem Schwänzchen
Fertige Jungfrösche, die nur noch wachsen müssen :-)
Jungfrösche
Helferlein, die im Aufzuchtbecken aufräumen
Schwimmhäute an den Vorderfüßchen = Zwergkrallenfrosch. Keine Schwimmhäute =
Dickes Weibchen :-)
Die Frösche können überaus furchtlos und frech werden :-)
Ob die Hand wohl fressbar ist...?
Frösche sind durchaus gesellig
Besatz im Aquarium Zwergkrallenfroschpfütze
Beibesatz: Neocaridina sp.
Möglicher Beibesatz: Otocinclus `Negros`/ LG2
Besatz im Aquarium Zwergkrallenfroschpfütze

Wasserwerte

Hartes Wasser sowie Zimmertemperatur im üblichen Rahmen ist für die Frösche völlig in Ordnung. Auch die Vermehrung klappt dann problemlos. Natürlich sollte man wie üblich gut auf die Wasserqualität achten- bei wöchentlichem, großzügigem Teilwasserwechsel aber alles kein Problem.
Die Temperatur liegt dank Raumtemperatur sowie Beleuchtung immer etwa bei 24 Grad, im Sommer auch höher. Gelegentliche große, kühle Wasserwechsel im Sommer nebst reichlich Lebendfutter wirken auf die Tierchen deutlich stimulierend ;-)

Futter

Abwechslungsreiche Ernährung ist bei den Zwergen meiner Erfahrung nach besonders wichtig. Die gefürchtete Ballonkrankheit habe ich persönlich bisher nur bei mangelernährten Tieren beobachten können! Diese waren dann leider nicht mehr zu retten.

Meine Frösche werden einmal pro Woche reichlich mit Lebendfutter gefüttert.

Abwechslend...
Weiße Mückenlarven
Daphnien
Tubifex
Glanzwürmer (Lumbriculus variegatus)
Im Sommer auch mal schwarze Mückenlarven aus der regentonne
Hin und wieder ein paar Artemien

Sie fressen auch Frostfutter, wenn es sein muss, allerdings hat Lebendfutter ein paar klare Vorteile:
Die Frösche werden sehr aktiv, müssen auf die Beute lauern und danach schnappen. Außerdem belastet "übrig gebliebenes" Futter nicht das Wasser, weil die Tierchen dann eben später im Froschmagen enden (außer den im Süßwasser kurzlebigen Artemias natürlich).
So dusselig und langsam die Frösche auch manchmal wirken mögen: Lebendfutter erwischen sie recht schnell und zuverlässig.

Sonstiges

Quappenaufzucht ist nicht besonders schwer. Ich nehme dafür ein 25cm-Becken mit einem kleinen Heizstab (25 Grad Wassertemperatur) und einem Ausströmer (Membranpumpe gut gedrosselt, nur ein wenig Geblubber).
Laich abschöpfen, Hälfte Beckenwasser + Hälfte Frischwasser. Nicht zu viel Laich einbringen, da bei guten Bedingungen so ziemlich alle Frösche hochkommen- da hat man dann leicht mal mehr Frösche als gewollt oder erwartet ;-)
Sobald sie kaulquappentypisch frei schwimmen fressen sie Essigälchen, Mikrowürmchen und frisch geschlüpfte Artemianauplien (einmal füttern pro Tag reicht durchaus). Bei entsprechender Größe kommt dann weiteres Lebendfutter dazu und, sofern gewünscht, die Gewöhnung an Frostfutter.

Anfangs, wenn die Quappis noch ganz klein sind, behelfe ich mir mit einem kleinen Trick, um nicht zu viele Nauplien einbringen zu müssen (die Kleinen sollen beim Fressen im Futter stehen und selbst in 10l verlieren sich die Nauplien ganz schön): Ich wechsle im Aufzuchtbecken täglich gut 50% Wasser und sauge den Boden ab- das mache ich, bevor ich die Nauplien einbringe. Bei weniger Wasser finden die Kleinen ihr Futter natürlich schneller ;-) Wenn alle dicke, orangene Bäuche haben, wird wieder mit temperiertem Frischwasser aufgefüllt.

Zum Aufräumen gebe ich zwei, drei Blasen- und/oder Posthornschnecken dazu, sobald die Quappis gefüttert werden. Robuste Algengarnelen haben sich auch bewährt. Später, wenn die Quappis Beinchen bekommen, bekommen sie auch etwas Hornkraut spendiert, in dem sie wie die erwachsenen Tiere gerne "rumhängen" :-)

Es ist übrigens normal, dass sich die Quappis unterschiedlich schnell entwickeln. Durch reichliche Fütterung und tägliche Wasserwechsel werden aber auch Nachzügler groß und stark.

Infos zu den Updates

Update Februar 2015: Bilder und Aufzuchtinfos hinzugefügt. Becken freigeschaltet und hoffentlich nix Wesentliches vergessen :-)

Update 2, Feb 2015: Pflanzenliste aktualisiert, neue Bilder hinzugefügt
In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Denise83 das Aquarium 'Zwergkrallenfroschpfütze' mit der Nummer 31098 vor. Das Thema 'Klassisches Gesellschaftsaquarium' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
Online seit dem 24.10.2014
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