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Aquarium Lampes Gesellschaftsbecken von Herr Lampe

OfflineInfo
Kein Userfoto vorhanden
Lampes Gesellschaftsbecken 30-01-2017 Ansicht

Beschreibung des Aquariums

Läuft seit:
August 2016
Grösse:
130x60x60 = 468 Liter
Letztes Update:
06.12.2017
Besonderheiten:
Das Becken besteht aus 15 mm starken Glas und hat 2 3/4" Bohrungen im Boden.
Diese Bohrungen habe ich mit Tankverschraubungen und Kugelhähnen versehen und so eingerichtet, dass ich diese für die Wasserwechsel nutzen kann.
Auslauf und auch der Zulauf sind mit stehenden Rohren so eingerichtet, dass max. 100 Liter / 150 Liter Wasser über die Hähne aus dem Becken laufen können.
Über den Ablauf wird das Wasser abgelassen und über einen angeschlossenen Schlauch in eine Hecke im Garten geleitet bevor über den Zulauf, das VE-Wasser über einen angeschlossenen Schlauch eingeleitet wird.
Ablauf und Zulauf befinden sich in einem „Technikraum“ hinter dem HMF (siehe Filter)
Über diese Zu und Abläufe kann bei Bedarf auch ein zusätzlicher Filter oder ein UV-C Klärer angeschlossen werden. (siehe Filterung)
Becken in der Totalen
Becken vor dem Pflanzen-Rückschnitt
lebende Tubifex im Sand vergraben, schon ist über der Tonschale mit Sand eine menge
Vordere Leuchte noch aus - hintere ca 50% - Sonnenaufgang

Dekoration

Bodengrund:
Der Bodengrund:
besteht aus 50 kg JBL Manado

(Text-Quelle: JBL Homepage) Mehr erfahren
• Optimal zur Pflanzenpflege durch poröse Struktur und Nährstoffspeicherfunktion: Bodengrund für Süßwasseraquarien
• Vitales Pflanzenwachstum, Algenvorbeugend: Effektive Besiedlung durch nützliche Bodenbakterien und optimales Wurzelwachstum der Pflanzen durch natürliche Porenstruktur. Entlastung des Filters. Kristallklares Wasser
• Optimal für Fische, Wirbellose und Pflanzen: Keine Abgabe von unerwünschten Schadstoffen an das Wasser. Abgerundete Granulat-Körner schonen die empfindlichen Barteln von Bodenfischen
• Speicherungskraft: Der Naturbodengrund nimmt überschüssige Nährstoffe auf und gibt diese bei Bedarf wieder ab

Der Bodengrund ist vor der hinteren Scheibe höher als vorne. Weiterhin sind Tonröhren im Bodengrund eingelassen die es ermöglichen, dass der Bodengrund unterschiedlich hoch eingebracht werden kann.
Aquarienpflanzen:
In meinem Becken habe ich viel verschieden Pflanzen.
Zum einen solche die schnell wachsen um die Schadstoffe im Griff zu haben und zum anderen solche die normal bis langsam wachsen aber toll aussehen.
Nicht alle stammen aus Südamerika, ich pflegen auch welche von anderen Kontinenten.
Das Becken ist nach meinem persönlichen Geschmack bepflanzt und wird sich sicher in der Zukunft auch mal ändern. Da die Ansprüche von Pflanzen sehr breit gefächert sind, passen sie sich fast jedem Becken an.
Meinen Bewohnern bieten ich so feingliedrige, groß- oder langblättrige und solche Pflanzen die abschatten an. Damit sind den verschiedenen Ansprüche der Fische genüge getan und wird mit durchkommenden Nachwuchs belohnt.

Hier einige Pflanzen die in meinem Becken zu finden sind:
- Vallisneria – Heimat: Australien
- Hornkraut – Heimat: Überall
- Wasserlinsen - über Technikraum zur Beschattung – Heimat: Überall
- Verschiedene Anubias – u.a.an der Filtermatte – Heimat: Afrika
- Kirschblatt- Riesenwasserfreund – Heimat: Süd-/Ostasien
- Javamoos – an der Filtermatte – Heimat: Nordamerika
- Javafarn – zum Teil an der Filtermatte – Heimat: Süd-/Ostasien
- Verschiedene Ludwigia – Heimat: Nordamerika
- Tigerlotus – Heimat: Westafrika
- Riesennadelsimse – Heimat: unbekannt
- Seegrasblättriges Trugkölbchen – Heimat: Südamerika

Pflanzendünger:

Ich setze als Basisdünger einen Eisendünger Ferrdrakon von Drak ein.
Zugabe erfolgt täglich diese liegt zurzeit bei 5,5ml

Da meine Pflanzen leichte Mangelerscheinungen, wegen der geringen Werte von Phosphat und Nitrat, aufwiesen, dünge ich täglich mit einem NPK-Dünger von Aqua Rebel zu.
Zugabe hier zurzeit 5ml täglich.
Seegrasblättriges Trugkölbchen - Heteranthera zosterifolia
Pflanzen im Aquarium Lampes Gesellschaftsbecken
Anubias barteri var. nana - Zwergspeerblatt im HMF
Vallisneria ...
Pflanzen im Aquarium Lampes Gesellschaftsbecken
Großes Fettblatt - Bacopa caroliniana
Pflanzen im Aquarium Lampes Gesellschaftsbecken
Pflanzen im Aquarium Lampes Gesellschaftsbecken
Kirschblatt-Riesenwasserfreund - Hygrophila corymbosa
Riesen-Nadelsimse - Eleocharis sp. `montevidensis`
Pflanzen im Aquarium Lampes Gesellschaftsbecken
Ludwigia glandulosa
Weitere Einrichtung: 
Die Rückwand:

Es ist eine Folie mit einer Unterwasserlandschaft von außen verklebt.

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Der Unterbau:

Das Aquarium steht nicht auf einem gewöhnlichen Unterschrank.
Ich habe für dieses Becken den Unterbau selbst gefertigt. Wasserfest verleimte Multiplex-Platten und dazwischen habe ich Gasbetonsteine als "E" verklebt welche tapeziert wurden.
Dieser Unterbau hat einige Bohrungen für die Elektroleitungen und Schläuche. Benötigte Steckdosen sind auch am Unterbau angebracht.

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Deko:

Im Becken sind verschiedene Tonröhren, meist im Bodengrund eingelassen um Halt zu geben, da dieser unterschiedlichen Höhen hat. Aber auch um Versteckmöglichkeiten zu bieten für verschiedene Fischarten.
Weiter habe ich aus Zement selbstgebaute hohle Steine, die auch Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten bieten.
Auch ist eine Wurzel als Eye-Catcher im Becken die natürlich auch für die Antennenwelse das nötige Holz zum ab raspeln bietet.
In einer flachen Vordergrundzone ist eine Tonschale eingelassen und mit Quarzsand gefüllt. Dieses ist toller heller Tupfer und erforderlich für die Panzerwelse.

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Der `Sandkasten` eine Tonschale mit Quarzsand. auch zu sehen die Ton-Röhren und
Viel Versteckmöglichkeiten für die Bewohner und eine tolle Wurzel
ein Blick hinter die Wurzel
selbstgemachte Röhre

Aquarien-Technik

Beleuchtung:
2x Easy LED Universal von Aquatlantis für Süßwasser Aquarien
Die Lampen sind je 1047mm lang und wasserdicht.
Leistung : 52W
Lumen : 4519 lm
Farbtemp. : 6800 Kelvin
mit etwa 24 lm/l gering bis mittel

Beide LED-Leuchtbalken sind über einen Easy LED Control 2plus gesteuert.
Kern-Einschaltzeiten: hinten 9:30 Uhr bis 22:00 Uhr / vorne 10:00 Uhr bis 21:30 Uhr
Im Tagesverlauf werden beide Leuchten gedimmt um den Durchzug von Wolken zu simulieren. Ich schalte nicht ganz ab, also keine Mittagspause.

Grundlage für die Wahl der Beleuchtungsstärke:
Als ich das Becken mit der Beleuchtung ausgestattet habe, war es leer.
Also habe ich überlegt, reicht das Licht so überhaupt um Pflanzen zu pflegen, denn ich mag es, wenn es grünt. Fische zu finden ist ja nicht das Thema.

Ich habe mich entschieden es mit diesen 2 Leuchten in der Einfahrphase zu testen. Ist auch der Vorschlag des Herstellers und eine 3. kann problemlos nachgerüstet werden.
Ich musste feststellen, dass Pflanzen vorne tief unten auf dem Boden Schwierigkeiten hatten und kümmerten, ja sogar eingegangen sind. Höhere Pflanzen, gerade die im hinteren Bereich wo ich den Boden bis 10 cm hoch eingebracht habe, hatten keine Probleme.
Ich habe noch einige Pflanzen probiert und dann entschieden die Beleuchtung so zu lassen.

Pflanzen wachsen prächtig! – Ab ca.18:00 Uhr wird die Assimilation (=Perlen steigen von den Pflanzen-Blättern auf) sichtbar und somit ist auch der Sauerstoffgehalt im Becken ausreichend.
Als Besatz habe ich dann entschieden, mich bei den Salmlern umzuschauen, die es ja ein wenig dunkler mögen. Siehe hierzu -Besatz-
Filtertechnik:
Für die gute Wasserqualität in diesem Becken sorgt ein selbstgebautes Filtersystem.

Biologische Filterung:
Hierfür ist ein Hamburger Mattenfilter über Eck im Becken eingebaut.
Die Größe ist so angepasst, um 1000 Liter pro Stunde biologisch zu filtern.
Für die richtige Anpassung siehe hier: http://www.deters-ing.de/Filtertechnik/Mattenfilter.htm
Meine Daten:
- Umwälzung ~ 2,5mal pro Stunde
- Filteroberfläche ohne Bodengrundhöhe, Fläche über Wasser und andere abgedeckte Flächen ~2000 cm² und somit eine Durchströmung von ~ 8cm/Min
Als Förderpumpe, die das Aquarium Wasser durch den Filter laufen lässt, dient die Hydor Kompaktpumpe 1150 mit 7 Watt (leicht gedrosselt ~ 0,3l Glas pro Sekunde am Auslauf). In die Matte wurden kleine Schlitze geschnitten, in denen ich Javamoos, kleine Anubias und Javafarn geklemmt habe, um diese zu begrünen.

Mechanische Filterung / CO² Reaktor:
Aus der Röhre eines Maximal-Filter habe ich einen mechanischen Filter gebaut. Über einen Stutzen in der Filtermatte wird Wasser vor dem HMF angesaugt und über Rohre zu einer mit Filterwatte gefüllten Röhre geleitet, um Anschließend wieder vor den HMF in Becken gepumpt zu werden. Als Förderpumpe dient die Eheim Powerhead 650.
Im Fuß dieser Röhre unter dem Filtermarerial ist ein Sprudelstein installiert über den ich CO² einleite. So wird das Gas im Wasserstrom fast zu 100% eingewaschen. Bläschen die durchkommen, werden in der nachfolgenden Pumpe dann zerschlagen und eingewaschen.
Nicht zu lösendes Gas, welches sich immer mehr in der Röhre ansammelt, tritt nach ober durch den Filter aus, wenn die Pumpe um 0:00 Uhr für eine Minute abschaltet (Zeitschaltuhr).

Sonderfilterung:
Für eine Sonderfilterung im Bedarfsfall, z.B. über Kohle, Torf, Stoff reduzierende Medien oder andere, steht ein kleiner Außenfilter bereit. Diesen kann ich schnell an den Zu- und Abläufen im Boden anschließen. Auch eine UV-C Lampe steht, zum schnellen Anschluss, bereit. Die benötigte Förderpumpe kann schnell am Auslauf im Technikbereich des Aquariums angeschlossen werden.
Weitere Technik:
Der Technikraum:

Durch die Bauart bedingt, bietet der Hamburger Mattenfilter so etwas wie einen Technikraum. Dadurch, dass die Filtermatte rund über Eck steht, bildet sich hinter dieser Matte ein Raum den ich für Technik nutzen kann. Hier sind der mechanische Filter, die Heizung, Becken Ein- und Auslauf und PH-Messelektrode unsichtbar von vorne untergebracht.

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Heizung:

Im Becken (Technikraum) ist ein 300 Watt Stabheizer vom Eheim installiert, welcher auf 26,0°C eingestellt ist.
Kontrolliert wird die Temperatur über 2 Thermometer die vor dem HMF angebracht sind, dort wo die Fische schwimmen.

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Kühlung:

Steigt die Temperatur im Becken über 28°C, alarmiert ein Thermometer. Bei geöffnetem Deckel schalte ich einen Ventilator ein, der über die Wasseroberfläche bläst. Wasser hatte so noch keine Temperaturen über 30°. Verdunstungswasser wird mit VE-Wasser aufgefüllt.

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CO²-Anlage:

Am Aquarium sorgt ein PH Controller von JBL für die kontrollierte Zuführung von Kohlensäure. Die Karbonathärte KH entscheidet welche PH Einstellung gefahren wird.
Bei KH 4 habe ich einen PH von 6,8 und bei KH 5 (angestrebt) einen PH vom 6,9.
So ist die Menge an CO² knapp unter 20mg/l im Wasser.
Das CO² kommt aus einer 10 kg Flasche über ein Manometer mit Magnetventil.
Die Menge wird über einen Blasenzähler kontrolliert, ich fahre 1 Blase pro Sekunde.
Eingewaschen wird CO² über den selbst gebauten mechanischen Filter. Siehe dazu Mechanische Filterung / CO² Reaktor.

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Hamburger Mattenfilter mit Javamoos begrünt
Ansaugstutzen des mechanischen Filters im HMF - auch zu sehen ein Antennenwels der
der Technikraum hinter dem HMF - Untergebracht sind Pumpe für den HMF, Mechanischer
Technikraum von oben. Planzen zum Abschatte und auch zur Reinigung
Wasser mit gelöstem Aquadur läuft in der Wasserstrom des mechanischen Filters
Unterbau - links
Unterbau - links - Hauptschalter, Licht, CO²
Unterbau - rechts
Unterbau - rechts - Pumpenschalter, Becken Zu- und Ablauf
CO²-Flasche mit Druckminderer und Magnetventil

Besatz

Hier findet man den Schwerpunkt Südamerika wieder.

Auf Grund der Lichtstärke in meinem Becken, die als gering bis mittel einzustufen ist, ich deshalb auch kein Torf einsetzen möchte, habe ich mich nach Salmler umgeschaut die sowohl in Schwarzwasser als auch in Weißwasser zu finden sind.
Dazu noch Welse die zur Region passen da ich eine Putzkolonne haben möchte.
So habe ich im meinem „Gesellschaftsbecken“ folgenden Besatz gewählt.

- Ca. 30 Kupfersalmer - Hasemania nana
Ein sehr friedlicher Schwarmfisch der ausdauernd und munter in der Strömung, welche im vorderen Bereich durch die Filterausläufe herrscht, schwimmt.
Geschlechtsunterschiede: die Männchen sind kräftiger gefärbt und schlanker. Die Weibchen haben eine gelbe Afterflosse.
Nachzucht: je dichter die Bepflanzung ist umso größer die Chance das Jungtiere es schaffen den gierigen Mäulern der Bewohner zu entkommen. In Zuchtbecken sehr einfach.
Futter: Lebendfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe, Fruchtfliegen und Tubifex. Auch der Nachwucht von Lebendgebärenden, aus einen anderen Becken, wird gejagt und gefressen. Weiter Plankton, Flockenfutter, Granulat, Futtertabletten und Frostfutter. An Salatblätter die ich übergewellt habe wird gern geknabbert.


- 9 Kirschflecksalmler - Hyphessobrycon erythrostigma
Ein friedlicher, revierbildender Fisch der in einer Gruppe von 8-10 Tieren gehalten werden sollte. In Meinem Becken hält er sich gern in den dunklen Bereichen auf.
Geschlechtsunterschiede: Männchen haben höhere Rückenflossen die sie auch gern wie eine Fahne aufstellen und sind schlanker.
Nachzucht: Nachwuchs hat sich in meinem Becken noch nicht eingestellt. In Zuchtbecken möglich aber schwierig.
Futter: Lebendfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe, Fruchtfliegen und Tubifex. Plankton, Flockenfutter, Granulat, Futtertabletten und Frostfutter. An Salatblätter die ich übergewellt habe wird gern geknabbert.


- 8 Blutsalmler - Hyphessobrycon eqúes
Ein bewegungsfreudiger nicht ganz so friedlicher Fisch, der gern mal anderen an der Flosse knabbert. Er ist sehr lebhaft im freien Wasser unterwegs, zieht sich aber auch in einem dichten Pflanzenbestand zurück.
Geschlechtsunterschiede: die Männchen haben eine spitz nach untern verlaufende Schwimmblase, beim Weibchen ist sie rund und verdeckt
Nachzucht: im Zuchtbecken möglich
Futter: Lebendfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe, Fruchtfliegen und Tubifex. Auch der Nachwucht von Lebendgebärenden, aus einen anderen Becken, wird gejagt und gefressen. Weiter Plankton, Flockenfutter, Granulat, Futtertabletten und Frostfutter. An Salatblätter die ich übergewellt habe wird gern geknabbert.


- 5 Blaue Antennenwelse - Ancistrus dolichopterus
Er saugt sich durch das Becken, liebt die Strömung und wird richtig aktiv wenn es dunkel wird. Versteck sich gern in kleine Ritzen einer Wurzel und verweilt dort bis zur Dämmerung.
Geschlechtsunterschiede: Männchen tragen eine Art Geweih auf der Stirn.
Nachzucht: Weibchen laichen in einer Höhle und die Männchen betreuen das Gelege und beschützen es, dabei werden sie auch mal recht aggressiv. Passiert von alleine und wenn die Bepflanzung dicht ist, kommen auch Jungfische durch.
Futter: in der Hauptsache raspeln sie Algen überall im Aquarium ab und benötigen das Holz einer Wurzel zur Verdauung. Über Nacht vertilgen sie auch tote Fische die man nicht entdeckt hat und nicht gefressenes Futter was zu Boden singt steht auch auf ihren Speiseplan. Sie sind halt die Putzkolonne und sehr effektiv dabei. Natürlich verwöhne ich meine Welse auch mal mit Futtertabletten für Saugwelse, Gurke, gekochte Karotte, TK Erbsen, überbrühter Salat.


- 9 Metall Panzerwelse - Corydoras aeneus
Diese sehr lebhaften Fische gründeln schier endlos durch das Becken auf der Suche nach Futter. Teilwiese in einer Gruppe unterwegs aber auch alleine.
Geschlechtsunterschiede: die Weibchen werden größer und dicker, ihre Körperzeichnung ist schwächer und kleiner.
Nachzucht: Im Zuchtbecken möglich.
Futter: Gern Tubifex, eingegraben in feinem Sand was unermüdlich ausgebuddelt wird. Sonst alles was an Futter zu Boden sinkt. Auch Wasserflöhe und Mückenlarven, Futtertabletten am Boden.


- 4 Skalare – deutsche Zuchtformen
Koi-Skalar, Mamor- oder Goldkopf-Skalar auf keinen Fall ist es die Wildform.
Sie wurden aus einer Beckenauflösung übernommen. Im Becken verhalten sie sich friedlich. Sie streifen ruhig durch Becken mal zusammen mal allein.
Ob eine Nachzucht möglich ist, ist fraglich bei solchen Zuchtformen (Kommunikation-Probleme untereinander). Ist auch nicht gewollt.
Futter: Lebendfutter wie Mückenlarven, Wasserflöhe, Fruchtfliegen und Tubifex. Plankton nicht so gerne, Flockenfutter, Granulat, Futtertabletten und Frostfutter. Auch der Nachwucht von Lebendgebärenden, aus einen anderen Becken, wird gejagt und gefressen.


- 2 Siamesische Rüsselbarben
Aus einem anderen Becken da sie für dieses zu groß waren. Hier bekommen sie hier ihr Gnadenbrot. Diese werden nach ihrem ableben nicht ersetzt, also auch nicht beschrieben!

- 2 Turmdeckel Schnecken - Tylomelania sp. Orange
- 3 Turmdeckel Schnecken - Orangesaum-Tylomelania
- 2 Anthrazite Napfschnecken
Alle Schnecken sind für die Futterreste, den Algenaufwuchs, der Bodenauflockerung und anderem im Becken zuständig sind. Sie erledigen ihren Job tadellos.
Diese Tiere sind nicht aus Südamerika, sie wurden als Nutztiere im Becken eingesetzt.
Nachwuchs, da einige Arten lebendgebärend sind, wird gegen Futter oder anderes getauscht.
Kleine Schneckenarten die mit vielen Pflanzen eingezogen sind, werden abgesammelt oder mit dem Pflanzenschnitt entsorgt, wenn sie dort drin sind.
Blutsalmler
gelber Skalar (Zuchtform)
gelber Skalar (Zuchtform)
Skalare (Zuchtformen)
Schwarzer Metallpanzerwels beim Gründeln
Ein Schwarm Kupfersalmler
Kirschflecksalmler
blauer Antennenwels
blauer Antennenwels - Albino
Metallpanzerwels
Napfschnecke die zur Putzkolanne gehört

Wasserwerte

Das Ausgangswasser für mein Aquarium kommt aus dem Brunnen im Garten (ausgenommen im Winter bei starkem Frost)
Das Wasser, auch wenn es aus der Leitung kommt, wird in einem Vollentsalzer vollentsalzen.

Dieser Vollentsalzer (VE) besteht aus:
• einem stark sauren Kationentauscher,
• einem schwach basischen Anionentauscher
• einem stark basischen Anionentauscher der Kati und Ani nachgeschaltet ist.
Alle sind mit je 2 Liter Harz gefüllt.

Grund für diese Aufbereitung ist in erster Linie der hohe Silikatwert von > 15 mg/l im Leitungswasser und 7 mg/l im Brunnenwasser.
Bevor ich das Becken neu aufgesetzt habe, hatte ich immer Probleme mit Kieselalgen und auch Cyanobakterien. In dem Wasser mit Silikatwert bis 2mg/l gab es bis heute keine Probleme mit irgendwelchen Algen.
Silikat wird erst im stark basischen Anionentauscher aufgenommen, daher ist dieser nachgeschaltet. Da ich sehr viel Silikat habe, gerade wenn Leitungswasser eingesetzt wird, muss der stark basische Anionentauscher etwas doppelt so oft regeneriert werden. Ich habe mich gegen Mischbettharz entschieden, da ich dieses nicht selbst regenerieren kann.
Die Kati und Ani´s werden, wenn sie erschöpft sind, nach Anleitung des Herstellers mit Salzsäure / Ätznatron durch mich regeneriert.

Teil-Wasser-Wechsel – TWW:
TWW werden alle 14 Tage durchgeführt und 100 Liter gewechselt.
Das Wasser aus dem Becken läuft über einen Schlauch ins Blumenbeet im Garten.
Das kalte Wasser wird aus der Gartenpumpe / der Wasserleitung direkt in die 3 hintereinander geschalteten Ionentauscher geleitet. Über einen Schlauch läuft das Wasser zum Becken. Bevor es durch den Bodenanschluss ins Aquarium läuft, wird es über einen Durchlauferhitzer erwärmt. Das Wasser läuft mit etwa 50-60 Liter/h durch den Aufbau. Die Oberkannte der Ionentauscher, die im nahen Bad stehen, ist in etwa gleich wie die Höhe des oberen Beckenrandes. So habe ich keinen großen Gegendruck.

Aufhärtung / Aufbereitung des VE-Wasser:
Für folgende Komponenten, Dosierungen und Vorgehensweisen habe ich mich entschieden:
• JBL Aquadur
10g pro 100 Liter VE-Wasser als Grundlage, für nicht zu hohe Kalium und Calciumwerte. Ich erreiche etwa eine KH von etwa 1-2 in 100l. Aquadur wird in 10 Liter VE-Wasser eingerührt und läuft während das Becken gefüllt wird langsam ins Becken. Über einen Schlauch leite ich diese Lösung in den Ansaug-Wasserstrom des mechanischen Filters wo alles zu 100% gelöst wird und keine Trübung entsteht.
• Bittersalz MgSo4
Eine 1 Liter Lösung aus 507g Bittersalz und VE Wasser hergestellt.
Die Lösung hebt in 100 Liter VE-Wasser pro 2ml Zugabe das Magnesium um 1mg/l. Um den Magnesiumgehalt des Aquarium-Wassers (soll 8-10 mg/l) zu erreichen, füge ich beim Wasserwechsel über eine Spritze dosiert 18 ml zu. Eine Stunde nach dem TWW prüfe ich den Wert und dosiere nach.
• Kaiser Natron
aus der Backabteilung, 100g (2 Beutel) in 1,5 Liter VE Wasser gelöst.
Die Zugabe von 3ml heben in 100l Wasser die KH um 1°dKh.
Die Lösung wird nach Bedarf zugesetzt um KH 5 im Becken einzustellen.
Diese Maßnahme nehme ich 1 Stunde nach dem Teilwasserwechsel im Becken vor.

Mit Ausnahme des Aquadur werden alle Zusätze und Dünger die ich ins Aquarium gebe im Technikraum, also dem Bereich hinter dem HMF, zugegeben. Hier stehen rund 30 Liter Wasser zum Verdünnen bereit und werden dann nach und nach ins Becken gepumpt.

Wasserwerte:
Ich messe / kontrolliere die gesamten Wasserwerte nicht jede Woche oder gar öfter und auch nicht nach jedem Wasserwechsel.
Die Werte die ich einstellen und somit kontrollieren muss, da ich vollentsalztes Wasser (VE-Wasser) einsetze, sind GH, KH, NO3, NO2 nach jedem TWW mit Teststreifen.
Weiter prüfe ich FE, PO4 und K etwa jeden 2.-3. TWW da ich es Dünge und diese Stoffe nicht zu viel werden sollen.
Täglich prüfe ich die Temperatur und den pH-Wert da es Geräte gibt die mir diese anzeigen.

Sollte es im Becken negative Auffälligkeiten geben, wie z.B. Algen, Häufung von Todesfällen oder komisches Verhalten der Bewohner (nach Luft schnappen) bin ich jederzeit in der Lage alle unten angegebene Wasserwerte zu mit Tropfentests zu testen.

Die Wasserwerte in meinem Becken:
gemessen zwischen, den 2 TWW.

Temperatur 26°C
GH Gesamthärte 8
KH Karbonathärte 5
PH PH-Wert - 6,9 Einstellung PH Controler
CO² Kohlendioxid - ~20mg/l Zugabe über CO²-Anlage
FE Eisen - 0,05
K Kalium - 15mg/l
Ca Calcium - 28mg/l
Mg Magnesium - 9mg/l
NO3 Nitrat - 5 mg/l
PO4 Phosphat - 0,05 mg/l
NH3 Amonium - 0,05mg/l
NO2 Nitrit - nn / 0 mg/l
Cu Kupfer - nn / 0 mg/l
SiOH4 Silikat - 0,6 mg/l

Futter

Flockenfutter immer wieder von anderen Herstellern damit keine Langeweile aufkommt.
Ich kaufe kleine Dosen so ist es immer frisch.
Weiter biete ich lebende Wasserflöhe aus eigener Zucht, Mückenlarven aus dem Zoogeschäft in Rot, Schwarz und Weiß an und auch mal wechselndes Frostfutter.
Hin und wieder bekommen die Antennenwelse auch ihre speziellen Futtertabletten auf den Boden und damit ich die Fische auch mal alle sehen kann Futtertabletten an die Scheibe.
Toll finden es besonders die Metallpanzerwelse aber auch andrer Bewohner, wenn ich Tubifex im Sand verstecke.
Gegen Langeweile der Skalare aber auch der Salmler, setze ich den kleinen Nachwuchs einiger Guppys aus einem 2. Becken ins Aquarium. Nach wenigen Minuten wurde auch der letzte Guppy in den Pflanzen gefunden und verspeist. Brutal? – OK, aber durch Inzucht werden auch diese krumm und krank um dann zu sterben, wenn ich sie leben lasse. Wenn ich keinen Guppy überhabe, gibt es lebende Fruchtfliegen aus der eigenen Zucht – was auch ein Spaß für die Salmler ist. (und für die Zuschauer vor dem Becken)

Sonstiges

Für Notfälle und mögliche Ausfälle liegen im Schrank Förderpumpen, Stabheizer und ein CO²-Controller mit Manometer bereit.

Ein Bio-CO² Reaktor steht für den schnellen Einsatz bereit, natürlich auch Zucker und Trockenhefe. – Falls die CO²-Flasche mal am Wochenende leer wird.
Das ist ein Eigenbau aus einem CO²-Feuerlöscher an dem ich auch das Manometer anschließen kann.

Medikamente habe ich nicht mehr im Schrank, ich hatte diese noch nie gebraucht und immer weggeschmissen da sie abgelaufen waren.

Wassertests führe ich überwiegend mit JBL Tropfentests durch. Auch habe ich mal welche von Sera und Tetra.
Streifentests habe ich auch für eine schnelle Bestimmung für zwischendurch. Ist hier ein Wert auffällig nehme ich sofort einen Tropfentest.

Infos zu den Updates

06.12.2017 - Der Besatz hat sich geändert, einige der als Futterfische eingesetzten Guppys habe in dem dichten Pflanzenwald überlebt und sind nun zu groß für die Mäuler derer die sie fressen sollten - grins -
05.12.2017 - Ich denke ich muss mal wieder etwas von mir hören lassen.
Das Becken lief den ganzen Sommer ohne Probleme mit den 2 Wochen Intervallen für den Wasserwechsel. Alle 4 Wochen habe ich massenhaft Pflanzen-Masse die auf den Kompost kommt. Wassertest nur noch Streifentest für den Überblick nach dem TWW, Tropfentests nur noch bei Problemen, wenn sie dann noch funktionieren.
Eine Neuerung habe ich aber, für den Urlaub habe ich einen Futterautomaten angeschafft. Der JBL AutoFood hat treue Dienste geleistet als ich mit der Familie im Urlaub war.
Natürlich füttere ich von Hand wenn ich zu hause bin, so kann ich die Bewohner auch sehen.
23.03.2017 - Da das Becken sehr stabil läuft, habe ich überlegt die Wasserwechselintervalle auf 3 Wochen zu erhöhen.
Ich habe nach 2 Intervallen festgestellt, dass Magnesium stark abnimmt, somit auch die GH und die Pflanzen Mangelerscheinungen aufweisen und auch Blätter abwerfen.
Das Verhältnis Ca / Mg ist ebenfalls durcheinander geraten.
Also ab sofort wieder 14tägige Wasserwechselintervalle.
Gelernt: Gutes und bewehrtes soll man nicht ändern!
11.02.2017 - Text - Pflanzen aktualisiert
08.02.2017 - Text: Wasserwerte überarbeitet
06.02.2017 - Texte: Beleuchtung und Besatz überarbeitet
03.02.2017 - Bilder von der Technik / Unterbau hinzugefügt
02.02.2017 - Bilder von Pflanzen in meinem Becken hinzugefügt - sollte jemand eine Pflanze die keine Beschriftung hat kennen, würde ich mich über eine Nachricht freuen.
01.02.2017 - weitere Bilder (Fische) mit Beschriftung hinzugefügt
30.01.2017 - kleine Fehler im Text korrigiert, Titelbild ersetzt und weitere Bilder hinzugefügt.
28.01.2017 - Mein Becken vorgestellt! weitere Bilder folgen!

User-Meinungen

odin 68 am 05.12.2017 um 16:25 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hallo,
Sehr Schön bepflanztes Aquarium, gefällt mir sehr gut.
Grüße, Odin.
Köllebärbling am 05.12.2017 um 11:03 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hallo, dein Becken ist eine Augenweide. Gefällt mir sehr gut.
Das du mit 100 l WW alle 2 Wochen hinkommst, lässt mich hoffen, das auch so hinzubekommen, wenn das Becken einmal vernünftig eingefahren ist.
Zumal ich auch mit vorbereitetem Wasser arbeiten werde, nur eben nicht mit VE sondern mit Osmosewasser.
Viel Spaß weiterhin an deinem schönen Becken.
Gruß, Köllebärbling
Ralf.SOS am 08.02.2017 um 20:23 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hallo Herr Lampe
Sehr abwechslungsreich bepflanzt, dein Aquarium. Da macht das Angucken Spass. Und wie ich deiner Beschreibung entnehme, auch sehr `pflegeleicht` durch durchdachte Technik.
Grüsse Ralf
Wilhelm Posawatz am 02.02.2017 um 11:36 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schönes Beispiel, gefällt mir sehr gut.
Grüße Wilhelm
Tom am 30.01.2017 um 22:27 Uhr
Bewertung: - keine -
Hallo,
herzlich willkommen hier bei uns auf EB!
Tolles Aquarium. So viel kann ich auf dem ersten Blick erkennen. Da fehlen nur Fotos. Viele Fotos ;-)
Grüße, Tom.
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In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Herr Lampe das Aquarium 'Lampes Gesellschaftsbecken' vor. Das Thema 'Amerika-Gesellschaftsbecken' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
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 Dornauge (Acanthophthalmus kuhli)
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Tropheus Kirschfleck "Bulu Point"
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